Im Persischen Golf sind zwei weitere Angriffe auf Handelsschiffe vor der Küste Saudi-Arabiens gemeldet worden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) veröffentlichte entsprechende Berichte über die Vorfälle. Eines der Schiffe wurde demnach von einem unbekannten Geschoss getroffen. Ein zweiter Tanker soll von einem kleineren Boot mit Raketenbewaffnung angegriffen worden sein. Gleichzeitig berichteten iranische Quellen über eine Explosion auf einem Supertanker in der Straße von Hormus, der offenbar auf eine Seemine gelaufen war. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.
Zwei Angriffe auf Schiffe vor der Küste Saudi-Arabiens
Die britische Behörde UKMTO erhielt Meldungen über zwei separate Zwischenfälle im Persischen Golf. Beide Angriffe ereigneten sich vor der Küste Saudi-Arabiens und damit in erheblicher Entfernung von der Straße von Hormus, wo bislang die meisten vergleichbaren Vorfälle registriert worden waren.
Nach Angaben der Behörde wurde bei dem ersten Zwischenfall ein Handelsschiff von einem nicht identifizierten Geschoss getroffen. Einzelheiten zum Angriff, zum Ausmaß der Schäden und zu möglichen Verletzten wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Wenig später veröffentlichte die britische Stelle für maritime Sicherheit Informationen über einen weiteren Angriff. Demnach näherte sich ein kleines, mit einer Raketenabschussvorrichtung ausgestattetes Boot einem Tanker und griff das Schiff an.
Damit werden Angriffe auf die kommerzielle Schifffahrt inzwischen nicht mehr ausschließlich aus der Straße von Hormus, sondern auch aus anderen Teilen des Persischen Golfs gemeldet.
Wer steckt hinter den Angriffen auf die Öltanker?
Bislang hat sich niemand zu den Angriffen vor der Küste Saudi-Arabiens bekannt. Die britischen Behörden nannten weder mögliche Verantwortliche noch bestätigte Informationen über die Herkunft der angreifenden Boote.
Beobachter halten eine Beteiligung der jemenitischen Huthi-Bewegung für möglich, die vom Iran unterstützt wird. Konkrete Beweise für eine Verantwortung der Gruppe bei den beiden jüngsten Zwischenfällen liegen bislang jedoch nicht vor.
Unklar bleibt außerdem, ob die Angriffe miteinander in Verbindung stehen oder unabhängig voneinander durchgeführt wurden.
Iran meldet Minenexplosion auf Supertanker in der Straße von Hormus
Ein weiterer Zwischenfall wurde aus der Straße von Hormus gemeldet. Am Abend des 16. Oktober erklärte die iranische Revolutionsgarde, dass ein großer Öltanker auf eine Seemine gelaufen sei.
Iranische Medien berichteten über eine heftige Explosion, nach der an Bord des Schiffes ein Feuer ausgebrochen sein soll. Nach den veröffentlichten Angaben transportierte der Supertanker mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl.
Bei einem Volumen von rund 159 Litern pro Barrel entspricht dies einer Ladung von mehr als 318 Millionen Litern Erdöl.
Die iranische Seite behauptet, das Schiff habe versucht, die Straße von Hormus ohne Genehmigung zu passieren und dabei Täuschungsmanöver eingesetzt. Zudem wurde behauptet, der Tanker habe Unterstützung durch das US-Militär erhalten.
Eine unabhängige Bestätigung dieser Vorwürfe liegt in den vorliegenden Berichten nicht vor. Auch zum Ausmaß der Schäden, zum Zustand der Besatzung und zu einem möglichen Austritt von Rohöl gibt es bislang keine gesicherten Angaben.
Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus nehmen zu
Die Sicherheitslage auf den internationalen Schifffahrtsrouten der Region hat sich vor dem Hintergrund der militärischen Auseinandersetzung zwischen dem Iran, den USA und Israel weiter verschärft.
In den vergangenen Tagen wurden mehrere Angriffe auf Handelsschiffe gemeldet, die die Straße von Hormus passieren wollten. Unter anderem soll ein Containerschiff nach einem Angriff in diesem Seegebiet gesunken sein.
Teheran beansprucht die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge und erklärt, dass ausländische Schiffe für die Durchfahrt eine Genehmigung benötigen.
Seit Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar 2026 haben iranische Streitkräfte wiederholt Schiffe angegriffen, denen die Behörden in Teheran Verstöße gegen die von ihnen festgelegten Beschränkungen für den Schiffsverkehr vorwerfen.
Warum die Straße von Hormus für den Welthandel so wichtig ist
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und weiter mit dem Arabischen Meer. Über diese Route werden erhebliche Mengen Rohöl und Flüssigerdgas aus den Staaten des Nahen Ostens transportiert.
Die Meerenge spielt eine zentrale Rolle für die Energieexporte Saudi-Arabiens, des Irak, Kuwaits, Katars, der Vereinigten Arabischen Emirate und des Iran.
Einschränkungen des Tankerverkehrs in diesem Gebiet können sich unmittelbar auf internationale Energietransporte auswirken. Die jüngsten Meldungen über Angriffe vor der Küste Saudi-Arabiens betreffen allerdings Seegebiete, die mehrere Hundert Kilometer von der Straße von Hormus entfernt liegen.
Nach dem Informationsstand vom 17. Oktober meldete die britische Behörde UKMTO zwei getrennte Angriffe vor der saudi-arabischen Küste. Die Angaben über die Minenexplosion auf einem Supertanker stammen von iranischer Seite. Sowohl die Verantwortlichen für die Angriffe als auch deren genaue Folgen sind weiterhin nicht abschließend geklärt.
Lesen Sie auch: Sztorm w Grecji 14 października 2026: na Rodos zginął mężczyzna, Skiatos zostało zalane. Wiatr przekroczył 100 km/h, zamknięto szkoły i wstrzymano promy.