Ein Flugzeug der deutschen Fluggesellschaft Eurowings musste am Abend des 18. Oktober 2026 wegen plötzlich auftretender gesundheitlicher Beschwerden mehrerer Passagiere eine bevorzugte Landung in Düsseldorf anfordern. Die Maschine war von der griechischen Ferieninsel Rhodos unterwegs nach Deutschland. Die Besatzung löste vorsorglich einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus, da zunächst unklar war, wie viele Menschen betroffen waren. Nach der Landung wurden drei Passagiere vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Ursache der Erkrankungen wird weiterhin untersucht. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu n-tv.
Was geschah an Bord des Eurowings-Flugzeugs?
Der medizinische Zwischenfall ereignete sich auf dem Eurowings-Flug EW9631 von Rhodos nach Düsseldorf. Während des Fluges klagten mehrere Passagiere plötzlich über starke gesundheitliche Beschwerden. Welche Symptome genau auftraten und wie viele Menschen zunächst betroffen waren, teilte die Fluggesellschaft nicht mit.
Die Situation erforderte eine schnelle Reaktion der Besatzung. Da das Ausmaß der möglichen Erkrankungen zunächst nicht eingeschätzt werden konnte, informierten die Piloten die Einsatzkräfte am Zielflughafen über den medizinischen Notfall.
Das Flugzeug erhielt eine bevorzugte Landung in Düsseldorf. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass die betroffenen Reisenden möglichst schnell medizinisch versorgt werden konnten.
Eine Sprecherin von Eurowings bestätigte, dass mehrere Menschen während des Fluges gesundheitliche Probleme entwickelt hatten. Die genauen Umstände des Vorfalls werden untersucht.
Flughafen Düsseldorf löst MANV-Alarm aus
Wegen der zunächst unklaren Zahl erkrankter Passagiere wurde am Flughafen Düsseldorf ein sogenannter MANV-Alarm ausgelöst. Die Abkürzung steht für Massenanfall von Verletzten und bezeichnet eine Einsatzlage, bei der zahlreiche Menschen gleichzeitig medizinische Hilfe benötigen könnten.
Ein solcher Alarm bedeutet nicht automatisch, dass sich alle Betroffenen in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden. Vielmehr dient er dazu, ausreichend Rettungskräfte und medizinische Kapazitäten bereitzustellen.
Gegen 22 Uhr wurden mindestens zehn Rettungswagen und weitere Einsatzfahrzeuge zum Flugzeug geschickt. An dem Einsatz waren mehrere Einheiten beteiligt:
- Rettungsdienst und medizinische Notfallteams;
- Flughafenfeuerwehr Düsseldorf;
- Feuerwehr der Stadt Düsseldorf;
- weitere Einsatzkräfte zur Koordinierung der medizinischen Versorgung.
Der Großeinsatz am Flughafen Düsseldorf sollte gewährleisten, dass bei einer größeren Zahl erkrankter Passagiere sofort ausreichend medizinische Hilfe zur Verfügung steht.
Nach der Landung konnten die Rettungskräfte die Situation direkt beurteilen und die betroffenen Menschen untersuchen.
Drei Eurowings-Passagiere vorsorglich ins Krankenhaus gebracht
Nach der Ankunft untersuchten medizinische Fachkräfte die Passagiere, die während des Fluges über Beschwerden geklagt hatten. Drei Personen wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Über lebensbedrohliche Zustände oder schwere gesundheitliche Komplikationen lagen zunächst keine Informationen vor. Auch die genaue Ursache der Beschwerden konnte zu diesem Zeitpunkt nicht festgestellt werden.
Die übrigen 212 Passagiere des Eurowings-Fluges konnten den Flughafen verlassen und ihre Heimreise wie geplant fortsetzen.
Trotz der zahlreichen Rettungsfahrzeuge und des umfangreichen Einsatzes kam es nach bisherigen Informationen zu keinen größeren Einschränkungen des regulären Flughafenbetriebs.
Auch über erhebliche Verspätungen anderer Flüge infolge des medizinischen Zwischenfalls wurde zunächst nichts bekannt.
Norovirus als mögliche Ursache für Erkrankungen an Bord
Eine der untersuchten Erklärungen für den Vorfall ist eine mögliche Norovirus-Infektion. Allerdings wurde ein Norovirus-Ausbruch an Bord der Eurowings-Maschine bislang nicht bestätigt.
Noroviren gehören zu den häufigsten Erregern akuter Magen-Darm-Infektionen. Eine Infektion kann plötzlich auftreten und verschiedene Beschwerden verursachen.
Zu den typischen Symptomen zählen:
- starke Übelkeit und plötzliches Erbrechen;
- Durchfall und Bauchkrämpfe;
- allgemeines Schwächegefühl;
- gelegentlich Kopf- und Gliederschmerzen;
- Flüssigkeitsverlust bei ausgeprägten Beschwerden.
Noroviren sind hoch ansteckend. Die Übertragung kann unter anderem durch direkten Kontakt mit infizierten Personen, verunreinigte Lebensmittel oder kontaminierte Oberflächen erfolgen.
Dass mehrere Passagiere während desselben Fluges ähnliche Beschwerden entwickeln, reicht jedoch nicht aus, um eine Norovirus-Infektion als Ursache festzustellen. Dafür wären weitere medizinische und gegebenenfalls epidemiologische Untersuchungen erforderlich.
Eurowings betonte, dass die Ursache der Symptome weiterhin unklar sei und entsprechende Untersuchungen liefen.
Eurowings untersucht medizinischen Zwischenfall auf Flug EW9631
Die Fluggesellschaft bestätigte den medizinischen Vorfall auf dem Flug EW9631 am 18. Oktober 2026. Eine abschließende Erklärung für die plötzlichen Erkrankungen der Passagiere liegt bislang nicht vor.
Die Bundespolizei machte auf Anfrage keine weiteren Angaben zu dem Zwischenfall und verwies für Informationen an die Pressestelle des Flughafens Düsseldorf.
Eine offizielle Stellungnahme des Flughafens zur möglichen Ursache der Erkrankungen lag zunächst nicht vor.
Unklar blieb außerdem, ob Laboruntersuchungen durchgeführt werden, um eine mögliche Norovirus-Infektion zu bestätigen oder auszuschließen.