In vielen modernen Autos befindet sich im Getränkehalter, an der Mittelkonsole oder in der Nähe des Startknopfs ein kleines Schlüsselsymbol. Dabei handelt es sich weder um eine bloße Markierung noch um einen vorgesehenen Ablageplatz für den Fahrzeugschlüssel. Häufig kennzeichnet das Symbol eine spezielle Erkennungszone, über die das Auto den Schlüssel selbst dann identifizieren kann, wenn dessen Batterie fast oder vollständig leer ist. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu chip.
Diese Funktion kommt vor allem bei Fahrzeugen mit Keyless-System und Start-Stopp-Knopf zum Einsatz. Sie kann entscheidend sein, wenn das Fahrzeug den Funkschlüssel plötzlich nicht mehr erkennt und sich der Motor auf normalem Weg nicht starten lässt.
Was bedeutet das kleine Schlüsselsymbol im Auto?
Bei Fahrzeugen mit Keyless-System kommuniziert der Schlüssel per Funk mit dem Auto. In der Regel reicht es aus, den Schlüssel in der Jackentasche oder Handtasche zu tragen. Das Fahrzeug erkennt ihn automatisch, entriegelt die Türen und ermöglicht den Motorstart.
Probleme können entstehen, wenn die Batterie im Funkschlüssel schwächer wird. Das Funksignal reicht dann möglicherweise nicht mehr aus oder fällt vollständig aus. Das Auto meldet in diesem Fall unter Umständen, dass kein Schlüssel erkannt wurde – obwohl er sich im Innenraum befindet.
Für solche Situationen haben viele Hersteller eine alternative Erkennungsmöglichkeit vorgesehen. Das kleine Schlüsselsymbol weist häufig auf die Stelle hin, an der sich der Notsensor befindet oder an der der Schlüssel für die Erkennung abgelegt werden muss.
Wird der Schlüssel direkt an diese Stelle gehalten oder dort abgelegt, kann die Fahrzeugelektronik den eingebauten Transponder aus kurzer Entfernung auslesen und den Start freigeben.
Warum kann das Auto den Schlüssel auch ohne funktionierende Batterie erkennen?
Moderne Fahrzeugschlüssel kombinieren mehrere Technologien. Für den normalen schlüssellosen Zugang wird ein aktives Funksignal genutzt, das von einer kleinen Knopfzelle im Schlüssel mit Energie versorgt wird.
Zusätzlich befindet sich im Schlüssel jedoch ein Transponder, der für die Identifikation des Fahrzeugs genutzt werden kann. Befindet sich der Schlüssel unmittelbar an der dafür vorgesehenen Erkennungsstelle, kann das System diesen Transponder auch ohne das übliche Funksignal auslesen.
Die Notfallzone ist genau für diesen Fall vorgesehen. Das Fahrzeug muss den Schlüssel dann nicht mehr über größere Entfernung per Funk suchen.
Eine leere Batterie bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass der Motor nicht mehr gestartet werden kann. Der Schlüssel selbst kann weiterhin zur Identifikation des Fahrzeugs dienen.
Wo befindet sich die Notfall-Erkennungszone?
Eine einheitliche Position gibt es nicht. Die Hersteller platzieren den Notfallsensor je nach Marke und Modell an unterschiedlichen Stellen. Selbst innerhalb einer Fahrzeugmarke kann sich die Position von Modell zu Modell unterscheiden.
Typische Stellen sind:
- direkt am Start-Stopp-Knopf;
- in einem Getränkehalter;
- in der Mittelarmlehne;
- auf der Mittelkonsole;
- neben dem Gangwahlhebel;
- in der Nähe des Handschuhfachs;
- in der Smartphone-Ablage;
- auf der Fläche für kabelloses Laden.
Oft ist die entsprechende Stelle durch ein kleines Schlüsselsymbol gekennzeichnet. Dieses kann sehr unauffällig sein und sich farblich kaum vom Kunststoff der Mittelkonsole unterscheiden.
Wer die Markierung nicht findet, sollte in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Fahrzeugs nachsehen. Dort ist in der Regel beschrieben, wo sich die Notfall-Erkennungszone befindet und wie der Motor bei leerer Schlüsselbatterie gestartet werden kann.
So starten Sie das Auto, wenn der Schlüssel nicht mehr erkannt wird
Das genaue Vorgehen hängt vom Fahrzeugmodell ab. Das Grundprinzip ist jedoch meist identisch: Der Schlüssel muss möglichst nah an den vorgesehenen Notfallsensor gebracht werden.
Bei einigen japanischen Herstellern wird der Funkschlüssel direkt an den Startknopf gehalten. Anschließend betätigt der Fahrer wie gewohnt das Bremspedal und drückt die Starttaste.
Bei europäischen Fahrzeugen befindet sich die Erkennungszone häufig im Bereich der Mittelkonsole. Der Schlüssel wird dort abgelegt oder während des Startvorgangs direkt an die markierte Stelle gehalten.
Bei manchen Elektroautos ist die Notfallerkennung mit der induktiven Ladefläche für Smartphones kombiniert. Eine separate Vorrichtung ist dann auf den ersten Blick möglicherweise gar nicht zu erkennen.
Hersteller wie Mercedes-Benz, Volkswagen oder BMW setzen je nach Modell unterschiedliche Lösungen ein. Eine universelle Anleitung für sämtliche Fahrzeuge gibt es deshalb nicht.
Was tun, wenn das Auto „Schlüssel nicht erkannt“ meldet?
Wenn das Fahrzeug nicht mehr auf den Schlüssel reagiert, muss nicht sofort ein technischer Defekt vorliegen. Häufig ist lediglich die Batterie des Funkschlüssels zu schwach.
Bei einer entsprechenden Fehlermeldung können folgende Schritte helfen:
- Prüfen, ob sich der Schlüssel tatsächlich im Fahrzeug befindet.
- Den Schlüssel von Smartphone, Metallgegenständen oder anderen elektronischen Geräten entfernen.
- Die vom Hersteller vorgesehene Notfall-Erkennungszone suchen.
- Den Schlüssel dort ablegen oder direkt an die markierte Stelle halten.
- Je nach Fahrzeug Bremse oder Kupplung betätigen.
- Den Startknopf drücken.
- Nach erfolgreichem Start die Batterie im Schlüssel ersetzen.
Funktioniert auch die Notfallerkennung nicht, kann die Ursache beispielsweise am Schlüssel selbst, an der Wegfahrsperre oder an der Fahrzeugelektronik liegen.
Eine schwache Batterie macht sich oft nur schrittweise bemerkbar
Die Batterie im Fahrzeugschlüssel verliert ihre Leistung häufig langsam. Deshalb fällt das Problem nicht immer sofort auf.
Zunächst kann sich beispielsweise die Reichweite des Funkschlüssels verringern. Später reagieren die Türen möglicherweise erst nach mehreren Versuchen. Schließlich meldet das Auto gelegentlich, dass kein Schlüssel erkannt wurde, obwohl er sich direkt im Fahrzeug befindet.
Einige Modelle warnen frühzeitig über das Display im Cockpit vor einer schwachen Schlüsselbatterie. Eine solche Meldung sollte nicht ignoriert werden. Sinkt die Spannung weiter, kann das Keyless-System schließlich vollständig ausfallen.
Besonders im Winter können sich Probleme früher bemerkbar machen. Bei niedrigen Temperaturen nimmt die Leistungsfähigkeit einer bereits geschwächten Knopfzelle zusätzlich ab. Ein Schlüssel, der im Sommer noch problemlos funktioniert hat, kann deshalb nach einer kalten Nacht plötzlich kein ausreichendes Funksignal mehr liefern.
Wie oft sollte die Batterie im Autoschlüssel gewechselt werden?
Die Lebensdauer hängt vom verwendeten Batterietyp, der Konstruktion des Schlüssels und der Nutzungshäufigkeit ab. In vielen Fällen hält eine Knopfzelle mehrere Jahre.
Es ist jedoch nicht notwendig, mit dem Wechsel zu warten, bis das Auto den Schlüssel überhaupt nicht mehr erkennt. Bei täglicher Nutzung kann ein vorsorglicher Batteriewechsel etwa alle zwei bis drei Jahre das Risiko eines unerwarteten Ausfalls reduzieren.
In vielen Funkschlüsseln kommen handelsübliche Knopfzellen zum Einsatz. Der Austausch ist häufig ohne Spezialwerkzeug möglich. Das Gehäuse sollte allerdings vorsichtig geöffnet werden, damit Kunststoffhalterungen oder elektronische Bauteile nicht beschädigt werden.
Nach dem Einsetzen einer neuen Batterie funktioniert der Schlüssel bei vielen Fahrzeugen sofort wieder. Eine erneute Programmierung oder Kopplung mit dem Fahrzeug ist nicht bei jedem Modell erforderlich.
Warum kennen viele Autofahrer diese Funktion nicht?
Solange das Keyless-System zuverlässig arbeitet, wird die Notfall-Erkennungszone praktisch nie benötigt. Viele Fahrzeughalter fahren deshalb jahrelang mit ihrem Auto, ohne auf das kleine Schlüsselsymbol im Getränkehalter oder an der Mittelkonsole zu achten.
Erst wenn die Batterie im Funkschlüssel versagt, wird die Bedeutung der Markierung relevant.
Der Notfallsensor gehört zur regulären Sicherheits- und Wegfahrsperren-Technik des Fahrzeugs. Über ihn kann das Auto einen passenden Schlüssel auch ohne das normale Funksignal erkennen und den Start des Motors ermöglichen.
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