Startseite TechnologieGanzjahresreifen im Winter: Für wen sie geeignet sind, wann Winterreifen nötig werden und was Autofahrer vor Schnee, Eis und Kälte prüfen sollten.

Ganzjahresreifen im Winter: Für wen sie geeignet sind, wann Winterreifen nötig werden und was Autofahrer vor Schnee, Eis und Kälte prüfen sollten.

von Johanna Richter
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Ganzjahresreifen im Winter: Für wen sie geeignet sind, wann Winterreifen nötig werden und was Autofahrer vor Schnee, Eis und Kälte prüfen sollten.

Ganzjahresreifen ersparen Autofahrern den saisonalen Reifenwechsel, ihre Leistungsfähigkeit hängt jedoch stark von Wetter und Einsatzbedingungen ab. In der Stadt und bei mildem Winterwetter können solche Reifen ihren Zweck erfüllen. Bei Schnee, Eis und starkem Frost steigen die Anforderungen an die Bodenhaftung dagegen deutlich. Vor der kalten Jahreszeit sollten Autofahrer deshalb nicht nur den Komfort, sondern auch ihre üblichen Strecken, die Fahrleistung und den Zustand der Reifen berücksichtigen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu t-online.

Was unterscheidet Ganzjahresreifen von Winterreifen?

Ganzjahresreifen sind für den Einsatz in einem vergleichsweise breiten Temperaturbereich konzipiert. Hersteller versuchen, Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen miteinander zu verbinden: Stabilität auf trockener und nasser Fahrbahn, ausreichende Leistung bei niedrigen Temperaturen und die Möglichkeit, auch auf Schnee zu fahren.

Diese Vielseitigkeit bedeutet allerdings einen Kompromiss. Spezielle Winterreifen verfügen über eine Gummimischung und ein Profil, die insbesondere auf Kälte, Schnee und winterliche Straßenverhältnisse ausgelegt sind.

Besonders deutlich können die Unterschiede bei starken Bremsmanövern, auf verschneiten Straßen und auf vereisten Abschnitten werden. Unter solchen Bedingungen beeinflussen die Eigenschaften der Reifen unmittelbar den Kontakt des Fahrzeugs mit der Fahrbahn.

SEO-Unterüberschrift: Ganzjahresreifen oder Winterreifen – was Autofahrer im Winter beachten sollten

Für wen eignen sich Ganzjahresreifen?

Ganzjahresreifen können vor allem für Autofahrer mit einer geringen jährlichen Fahrleistung eine praktische Alternative sein. Das gilt insbesondere für überwiegend innerstädtische Fahrten und Regionen, in denen die Straßen im Winter meistens schnee- und eisfrei bleiben.

Infrage kommen sie beispielsweise für Fahrer, die:

  • überwiegend kurze Strecken in der Stadt zurücklegen;
  • nur selten in Bergregionen unterwegs sind;
  • bei starkem Schneefall oder Glatteis auf eine Fahrt verzichten können;
  • ihr Auto nicht regelmäßig nutzen;
  • hauptsächlich in Regionen mit milden Wintern fahren.

Der Zustand des jeweiligen Reifensatzes ist dabei mindestens ebenso wichtig wie die Reifenart. Abgefahrene Ganzjahresreifen können mit schwierigen winterlichen Straßenverhältnissen schlechter zurechtkommen.

Wann sind Winterreifen die bessere Wahl?

Für Fahrzeuge mit hoher Laufleistung haben saisonale Reifensätze weiterhin Vorteile. Das gilt besonders bei regelmäßigen Fahrten auf Autobahnen, Landstraßen und Strecken, auf denen im Winter mit Schnee und Eis gerechnet werden muss.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Fahrten in Bergregionen. Höhenunterschiede, Schneefälle und schnelle Temperaturschwankungen schaffen Bedingungen, unter denen Ganzjahresreifen an ihre Grenzen kommen können.

Winterreifen sind gezielt für die kalte Jahreszeit ausgelegt. Sommerreifen wiederum sind für höhere Temperaturen sowie trockene und nasse Fahrbahnen optimiert.

Die Verwendung von zwei saisonalen Reifensätzen ermöglicht es damit, die Eigenschaften der Reifen gezielter an die jeweiligen Wetterbedingungen anzupassen.

Müssen die Reifen unbedingt im Oktober gewechselt werden?

Die in Deutschland verbreitete Faustregel „von O bis O“ – also von Oktober bis Ostern – dient vielen Autofahrern als Orientierung für den saisonalen Reifenwechsel.

Entscheidend sind jedoch die tatsächlichen Straßenverhältnisse und nicht ein bestimmtes Datum im Kalender. Treten Schnee, Eis, Schneematsch oder Reifglätte auf, müssen am Fahrzeug Reifen verwendet werden, die für diese Bedingungen geeignet sind.

Autofahrer sollten deshalb die Wetterentwicklung und ihre üblichen Strecken berücksichtigen. Winterliche Straßenverhältnisse können insbesondere in höher gelegenen Regionen deutlich früher auftreten.

Was sollte vor dem Winter überprüft werden?

Vor Beginn der kalten Jahreszeit sollte nicht nur die Reifenart, sondern auch der technische Zustand der Bereifung kontrolliert werden.

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt in Deutschland 1,6 Millimeter. Die Profiltiefe beeinflusst unter anderem, wie gut ein Reifen Wasser verdrängen und mit Schnee sowie unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen umgehen kann.

Zusätzlich sollten die Reifen auf Beschädigungen, Risse und ungleichmäßigen Verschleiß geprüft werden. Die verwendete Bereifung muss außerdem für das jeweilige Fahrzeug zugelassen sein.

Ein nicht verwendeter Reifensatz sollte trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Ungeeignete Lagerbedingungen können die Alterung des Materials beschleunigen.

Ganzjahresreifen im Winter: Was ist vor der Fahrt wichtig?

Ob Ganzjahres- oder Saisonreifen verwendet werden, hängt wesentlich davon ab, wie und wo ein Fahrzeug genutzt wird. Wenige Kilometer im Stadtverkehr bei mildem Wetter stellen andere Anforderungen an die Bereifung als tägliche Autobahnfahrten oder winterliche Strecken durch Bergregionen.

Vor Beginn der Wintersaison sollten Kennzeichnung, Restprofiltiefe, Alter und möglicher Verschleiß der Reifen kontrolliert werden. Bei längeren Fahrten sind zudem die erwarteten Wetter- und Straßenverhältnisse entlang der Strecke zu berücksichtigen.

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