Startseite TechnologieFord ruft 47.587 Pick-ups der Modelle F-150 und F-250 wegen eines Fehlers der Rückfahrkamera zurück. Ein Softwareupdate soll das Problem beheben.

Ford ruft 47.587 Pick-ups der Modelle F-150 und F-250 wegen eines Fehlers der Rückfahrkamera zurück. Ein Softwareupdate soll das Problem beheben.

von Johanna Richter
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Ford ruft 47.587 Pick-ups der Modelle F-150 und F-250 wegen eines Fehlers der Rückfahrkamera zurück. Ein Softwareupdate soll das Problem beheben.

Ford hat einen Rückruf für Zehntausende Pick-ups der Baureihen F-150 und F-250 angekündigt. Grund ist ein Fehler in der Software der Rückfahrkamera. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bild hinter dem Fahrzeug nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs nicht sichtbar sein. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu livenowfox.

Nach Angaben des Herstellers liegt das Problem nicht an der Kamera selbst, sondern am Menü des Infotainmentsystems. Ford will den Fehler mit einem drahtlosen Softwareupdate beheben. Alternativ können betroffene Halter einen autorisierten Händler aufsuchen.

Worin besteht der Defekt?

Ford teilte der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mit, dass der Fehler auftreten kann, wenn das Menü zur Auswahl der Kameraansichten beim Einlegen des Rückwärtsgangs geöffnet bleibt.

In diesem Fall verschwindet die grafische Menüoberfläche möglicherweise nicht vom Display und verdeckt das Bild der Rückfahrkamera. Der Fahrer kann den Bereich hinter dem Fahrzeug dann erst wieder sehen, nachdem er das Menü manuell geschlossen hat.

Das Kamerabild kann außerdem wieder erscheinen, wenn das Fahrzeug in den Vorwärtsgang geschaltet und in Bewegung gesetzt wird. Während eines Rückwärtsmanövers kann der Fehler jedoch das Risiko erhöhen, mit anderen Fahrzeugen, Personen oder Hindernissen zusammenzustoßen.

Ford erklärte, dass die Funktion der Anlage in diesem Zustand nicht den geltenden US-Sicherheitsvorschriften für die Sicht hinter dem Fahrzeug entspricht.

Welche Ford-Modelle sind vom Rückruf betroffen?

Die Rückrufaktion betrifft bestimmte Fahrzeuge der Baureihen Ford F-150 und Ford F-250 aus mehreren Modelljahren. Insgesamt sind 47.587 Pick-ups betroffen.

Zum Rückruf gehören:

  • Ford F-150 der Modelljahre 2021 bis 2023: 24.408 Fahrzeuge, produziert zwischen dem 30. Januar 2020 und dem 22. Dezember 2023;
  • Ford F-250 der Modelljahre 2023 bis 2026: 23.179 Fahrzeuge, gebaut zwischen dem 16. März 2022 und dem 1. Juni 2026.

Obwohl Ford jedes Jahr Hunderttausende Fahrzeuge der F-Series verkauft, umfasst die aktuelle Aktion bei jedem der beiden Modelle weniger als 25.000 Fahrzeuge.

Wie Ford den Softwarefehler beheben will

Der Autohersteller hat bereits damit begonnen, seine Vertragshändler über das Problem zu informieren. Die ersten Benachrichtigungsschreiben an Fahrzeughalter sollen Ende August 2026 verschickt werden.

Weitere Schreiben mit konkreten Hinweisen zur Fehlerbehebung sind für September vorgesehen. In den meisten Fällen dürfte kein Werkstattbesuch erforderlich sein, da Ford die korrigierte Software drahtlos auf die Fahrzeuge übertragen will.

Das Update soll die Funktionsweise des Bildschirmmenüs anpassen und verhindern, dass es nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs das Bild der Rückfahrkamera blockiert.

Fahrzeughalter, die das Update nicht drahtlos installieren können oder möchten, können sich kostenlos an einen Ford- oder Lincoln-Vertragshändler wenden.

So lässt sich das Fahrzeug per VIN prüfen

Besitzer eines Ford F-150 oder F-250 können anhand der 17-stelligen Fahrzeug-Identifizierungsnummer prüfen, ob ihr Fahrzeug von der Rückrufaktion betroffen ist.

Die Abfrage ist über die offizielle Rückrufdatenbank der NHTSA oder über das Ford-Händlernetz möglich. Die VIN ist in den Fahrzeugpapieren, im unteren Bereich der Windschutzscheibe auf der Fahrerseite oder auf einem Aufkleber im Türrahmen zu finden.

Bis zur Installation des Updates sollten Fahrer kontrollieren, ob das Bild der Rückfahrkamera nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs vollständig erscheint. Verdeckt das Menü die Anzeige, muss es vor Beginn des Manövers manuell geschlossen werden.

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