Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen setzen vielen Wildtieren zunehmend zu. Bei extremer Hitze trocknen natürliche Wasserquellen wie Pfützen, Gräben und kleine Teiche innerhalb kurzer Zeit aus. Besonders Vögel sind auf diese Wasserstellen angewiesen, denn sie benötigen Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Baden und für den Nestbau. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Нessenschau.
Naturschützer rufen deshalb Garten- und Balkonbesitzer dazu auf, zusätzliche Wasserstellen einzurichten. Dafür eignen sich flache Schalen, Untersetzer von Blumentöpfen oder spezielle Vogeltränken. Von diesen Angeboten profitieren nicht nur Vögel, sondern auch Igel, Eichhörnchen und andere Kleintiere.
Wasserstellen müssen regelmäßig gereinigt werden
Experten empfehlen, Tränken an gut einsehbaren Orten aufzustellen. So können Vögel mögliche Gefahren wie Katzen oder andere Fressfeinde rechtzeitig erkennen.
Ebenso wichtig ist die regelmäßige Pflege der Wasserstellen. Das Wasser sollte täglich gewechselt und die Behälter mit einer Bürste gereinigt werden. Dadurch wird die Vermehrung von Keimen verhindert. Gleichzeitig wird vermieden, dass Mücken ihre Eier im Wasser ablegen. Auf chemische Reinigungsmittel sollte dabei vollständig verzichtet werden.
Auch Insekten benötigen sichere Trinkplätze
Wasserstellen können in heißen Sommerwochen auch für Insekten lebenswichtig sein. Damit Bienen, Wespen und andere Bestäuber nicht ertrinken, sollten kleine Steine, Zweige oder Holzstücke ins Wasser gelegt werden.
Viele Insektenarten sind auf Wasser angewiesen. Wespen nutzen es beispielsweise nicht nur zum Trinken, sondern transportieren Wassertropfen auch in ihre Nester, um diese bei hohen Temperaturen zu kühlen.
Warum Rasenmähen und Rückschnitt jetzt vermieden werden sollten
Naturschützer raten dazu, während starker Hitze auf das Schneiden von Sträuchern und Bäumen zu verzichten. Sie bieten zahlreichen Tierarten Schatten und Schutz vor der intensiven Sonneneinstrahlung.
Auch Rasenflächen sollten nicht zu kurz gemäht werden. Höheres Gras dient vielen Insekten als Rückzugsort und trägt dazu bei, die Bodentemperatur zu senken.
Sandbäder und Lehmpfützen unterstützen viele Tierarten
Neben Wasserstellen können Gartenbesitzer auch Sandbäder für Vögel anlegen. Dafür eignet sich möglichst feiner, trockener Sand. Vögel nutzen solche Plätze, um ihr Gefieder zu reinigen und Parasiten zu entfernen.
Darüber hinaus lassen sich kleine Lehmpfützen aus Lehm, Wasser und etwas Stroh anlegen. Solche Stellen sind besonders für Schwalben und Wildbienen wertvoll, da sie das Material für den Bau ihrer Nester verwenden.
Wasserstellen, Sandbäder und naturnahe Gartenbereiche bieten Wildtieren während heißer Sommerperioden wichtige Unterstützung und schaffen zugleich gute Möglichkeiten, die heimische Tierwelt aus nächster Nähe zu beobachten.
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