Gloria von Thurn und Taxis hat den Rockmusiker Peter Maffay nach dessen Auftritt bei den Schlossfestspielen in Regensburg öffentlich verspottet. In einem auf Instagram veröffentlichten Video parodiert die 66-Jährige die Rede des Künstlers über Toleranz, Extremismus und einen respektvollen Umgang miteinander. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu web.de.
Die Aufnahme erschien rund drei Wochen nach Maffays Konzert im Regensburger Schloss. Während seines Auftritts hatte der Musiker direkt in Anwesenheit der Gastgeberin, die in der ersten Reihe saß, eine politische Botschaft formuliert.
Peter Maffay spricht sich gegen Rassismus und Radikalismus aus
Auf der Bühne erklärte der 76-jährige Peter Maffay, dass er bestimmte öffentliche Aussagen und Positionen, die mit dem Veranstaltungsort verbunden seien, nicht teile. Der Musiker betonte, dass er Rassismus, Radikalismus, Hass und jede Form menschenverachtender Haltung ablehne.
Solche Positionen seien unabhängig davon inakzeptabel, ob sie von rechts, links oder aus der politischen Mitte kämen.
„Wir lehnen radikale, rassistische und menschenverachtende Positionen ab. Die einzige radikale Haltung, die wir vertreten, ist das Bemühen um ein friedliches Miteinander ohne Hass, auf Augenhöhe und mit Respekt“, erklärte Maffay.
Die Worte fielen unmittelbar vor Gloria von Thurn und Taxis. In deutschen Medien war die Fürstin in der Vergangenheit wiederholt wegen kontroverser politischer Aussagen und ihrer Kontakte zu rechtskonservativen Kreisen kritisiert worden.
Gloria von Thurn und Taxis parodiert die Rede des Musikers
Die Reaktion von Gloria erschien in einem Video, das auf dem Instagram-Account ihres Bruders Carl Graf von Schönburg-Glauchau veröffentlicht wurde. In der Aufnahme imitiert sie Peter Maffay und ahmt bewusst dessen Sprechweise nach, darunter auch das charakteristische rollende „R“.
„Guten Abend, meine Damen und Herren“, beginnt sie und wiederholt anschließend einen Teil der Aussagen des Musikers über den Veranstaltungsort.
„Dieser Ort, diese Bühne, dieses Haus sind wunderschön, aber sie sind auch belastet“, sagt Gloria von Thurn und Taxis und imitiert dabei Maffays Tonfall.
Danach fährt sie fort: „Wir sind für Toleranz, wir sind für Vielfalt und wir sind für …“ Nach einer Pause kratzt sie sich am Kopf und ergänzt: „Na ja, Sie wissen schon.“
Anschließend beginnt sie zu lachen. Im Hintergrund sind ebenfalls lachende Personen zu hören. Eine Stimme kommentiert die Szene mit den Worten: „Das ist so großartig.“
Warum Maffay in Regensburg auftreten wollte
Bereits vor dem Konzert hatte Peter Maffays Entscheidung, an den Schlossfestspielen teilzunehmen, bei einem Teil seiner Fans Fragen ausgelöst. Kritiker verwiesen auf die umstrittene politische Haltung der Gastgeberin und forderten den Musiker auf, den Auftritt abzusagen.
Maffay entschied sich dennoch bewusst dafür, im Regensburger Schloss auf die Bühne zu gehen. Gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärte er, dass es ihm wichtig sei, gerade dort offen über die eigenen Werte zu sprechen, wo unterschiedliche Positionen aufeinanderträfen.
„Wenn man ein Feuer löschen will, muss man dorthin gehen, wo es brennt. So verteidigen wir unsere Positionen und Werte“, sagte der Künstler.
Der Musiker betonte außerdem, dass ein Verzicht auf den Auftritt nicht dazu beigetragen hätte, seine Haltung dem Publikum zu vermitteln. Für ihn sei das Konzert eine Gelegenheit gewesen, seine Position zu Rassismus, Intoleranz und politischem Extremismus öffentlich deutlich zu machen.
Peter Maffay reagiert nicht auf die Parodie
Nach der Veröffentlichung des Videos wandten sich Journalisten der „Bild“-Zeitung an das Umfeld von Peter Maffay. Der Musiker wollte sich zu der Parodie von Gloria von Thurn und Taxis nicht öffentlich äußern.
Bis zur Veröffentlichung des Berichts gab der Künstler weder in sozialen Netzwerken eine Stellungnahme ab noch reagierte er direkt auf die Fürstin. Gloria von Thurn und Taxis erklärte ebenfalls nicht, ob das Video als politische Antwort auf Maffays Worte oder lediglich als private scherzhafte Einlage gedacht war.
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