Bei einer Wahlparty der Linken im Berliner Bezirk Neukölln ist Issa Remmo aufgetaucht, der in deutschen Medien als Oberhaupt der bekannten Remmo-Familie bezeichnet wird. Seine Anwesenheit bei der Veranstaltung sorgte nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus für politische Reaktionen. Vertreter des Bezirksverbands erklärten, Remmo sei nicht eingeladen gewesen und es gebe weder politische noch persönliche Verbindungen zu ihm. Remmo selbst äußerte sich während der Veranstaltung unter anderem zu den Antisemitismusvorwürfen, mit denen Teile der Berliner Linken konfrontiert sind. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu spiegel.
Wie kam Issa Remmo auf die Veranstaltung der Linken?
Bei der Veranstaltung handelte es sich um eine Wahlparty des Neuköllner Bezirksverbands der Linken. Sie war offen organisiert, sodass nicht ausschließlich zuvor registrierte oder persönlich eingeladene Gäste teilnehmen konnten.
Nachdem Remmos Anwesenheit öffentlich bekannt geworden war, erklärte die Bezirksführung, sein Besuch sei im Vorfeld nicht abgesprochen gewesen. Nach Angaben aus dem Vorstand der Neuköllner Linken stand sein Name nicht auf der Liste der angemeldeten Teilnehmer.
Die Organisatoren hätten während der Veranstaltung zunächst keine Kenntnis davon gehabt, dass Remmo anwesend war. Zugleich betonte der Bezirksverband, dass weder politische noch persönliche Beziehungen zwischen der Partei und ihm bestünden.
Was sagte Remmo über die Linke?
Während seines Besuchs äußerte sich Issa Remmo auch zu der Debatte über Antisemitismusvorwürfe, die im Berliner Wahlkampf gegen einzelne Vertreter und Strukturen der Linken erhoben worden waren.
Remmo erklärte, er halte die Berliner Linke nicht für judenfeindlich. Zudem sagte er, dass er sich in Deutschland erstmals von einer politischen Partei unterstützt fühle.
Darüber hinaus erklärte Remmo, er würde keinen Politiker wählen, den er als judenfeindlich betrachte. Seine Aussagen fielen in eine Phase, in der innerhalb der Berliner Politik weiterhin über die Haltung einzelner Vertreter der Linken zum Antisemitismus und zum Nahostkonflikt diskutiert wird.
Linke weist Verbindungen zu Remmo zurück
Nachdem Berichte über Remmos Anwesenheit größere Aufmerksamkeit erhalten hatten, distanzierte sich der Neuköllner Bezirksverband der Linken öffentlich von ihm.
Parteivertreter verwiesen dabei auf den offenen Charakter der Veranstaltung. Demnach sei Remmo weder als offizieller Gast eingeladen worden noch sei seine Teilnahme zuvor mit den Organisatoren abgestimmt gewesen.
Die Partei betonte außerdem, dass seine bloße Anwesenheit auf der Wahlparty keine Verbindung zwischen ihm und der Linken belege. An der Position der Partei gegenüber organisierter Kriminalität ändere sein Besuch nichts.
Kai Wegner fordert Aufklärung
Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner von der CDU reagierte auf den Vorfall. Er forderte eine Klärung der Umstände, unter denen Issa Remmo an der Veranstaltung der Linken teilnehmen konnte.
Dabei verwies Wegner auf die Arbeit der Berliner Polizei, Justiz und Verwaltung bei der Bekämpfung organisierter und sogenannter Clankriminalität. Politische Parteien müssten aus seiner Sicht eine klare Distanz zu entsprechenden Strukturen wahren.
Von der Linken verlangte er eine Erklärung dazu, wie Remmo auf die Veranstaltung gelangte und ob eine Einladung vorgelegen habe. Der Neuköllner Bezirksverband erklärte daraufhin, dass Remmo nicht auf der Gästeliste gestanden habe.
Auch die Grünen verlangen eine Klärung
Reaktionen kamen ebenfalls von den Berliner Grünen. Aus der Partei wurde eine Aufklärung darüber gefordert, unter welchen Umständen Remmo an der Wahlveranstaltung teilnehmen konnte.
Zusätzliche politische Bedeutung erhielt der Vorgang durch die Diskussionen über die künftigen politischen Mehrheiten in Berlin nach der Wahl. Dabei spielen neben dem konkreten Vorfall auch die bereits zuvor erhobenen Antisemitismusvorwürfe gegen Teile der Berliner Linken eine Rolle.
Remmo wurde auch bei einer weiteren Veranstaltung gesehen
Medienberichten zufolge wurde Issa Remmo am selben Abend nicht nur in Neukölln gesehen. Er soll sich außerdem im Umfeld einer Veranstaltung der Berliner Linken in Kreuzberg aufgehalten haben.
Die Angaben dazu, wie lange er dort blieb und zu welchen Bereichen er Zugang hatte, unterscheiden sich. Bestätigt ist sein Auftreten bei der offenen Veranstaltung des Neuköllner Bezirksverbands, nach dem die Partei erklärte, dass keine politischen oder persönlichen Verbindungen zu Remmo bestünden
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