Die steigenden Urlaubskosten auf den Kanarischen Inseln wirken sich zunehmend auf das Verhalten der Touristen aus. Ein Teil der Reisenden verzichtet wegen der hohen Ausgaben ganz auf eine Reise, während andere versuchen, innerhalb ihres Budgets zu bleiben und ihren Aufenthalt verkürzen. Dadurch ist die Zahl der Übernachtungen auf dem Archipel zurückgegangen, obwohl die Hotelpreise weiter steigen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu watson.
Zahl der Übernachtungen auf den Kanaren gesunken
Im Juni 2026 verzeichneten die touristischen Unterkünfte auf den Kanarischen Inseln knapp 7,43 Millionen Übernachtungen. Im Vergleich zum gleichen Monat des Jahres 2025 entspricht das einem Rückgang von 1,8 Prozent.
Gleichzeitig bedeutet der Rückgang der Übernachtungszahlen nicht automatisch entsprechend hohe Einnahmeverluste für die Hotelbranche. Der durchschnittliche Preis für ein Hotelzimmer erreichte 112,37 Euro pro Nacht. Innerhalb eines Jahres stiegen die Preise damit um 5,2 Prozent.
Der Urlaub auf dem beliebten spanischen Archipel wird somit teurer, obwohl weniger Übernachtungen gebucht werden. Für Reisende bedeutet das, dass sie ihr Budget bereits bei der Planung genauer kalkulieren müssen.
Besonders deutlich zeigt sich eine weitere Veränderung im Reiseverhalten. Touristen, die sich weiterhin für einen Urlaub auf den Kanaren entscheiden, buchen zunehmend kürzere Aufenthalte. Statt vollständig auf die Reise zu verzichten, reduzieren sie die Zahl der Urlaubstage.
Gerade diese kürzeren Reisen könnten ein wichtiger Grund für den Rückgang der gesamten Übernachtungszahlen sein.
Reiseveranstalter bieten kürzere Pauschalreisen an
Auch Reiseunternehmen reagieren auf die veränderte Nachfrage. Veranstalter verkürzen teilweise die Dauer von Pauschalreisen, um den Endpreis für Kunden möglichst attraktiv zu halten.
Dadurch kann der Preis eines Angebots auf den ersten Blick nahezu unverändert erscheinen. Bei genauerem Vergleich der Leistungen zeigt sich jedoch häufig ein Unterschied: Für ungefähr denselben Betrag erhalten Urlauber weniger Übernachtungen.
Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass der nominelle Preis einer Pauschalreise genauso stark steigt wie die Hotelkosten. Ein Teil der höheren Ausgaben wird faktisch dadurch ausgeglichen, dass der Urlaub kürzer ausfällt.
Auf den Kanarischen Inseln macht sich diese Entwicklung besonders bemerkbar, weil die Preise für touristische Leistungen vergleichsweise stark steigen.
La Palma entwickelt sich gegen den allgemeinen Trend
Die Situation unterscheidet sich allerdings deutlich von Insel zu Insel. Besonders auffällig ist die Entwicklung auf La Palma.
Während die Gesamtzahl der Übernachtungen auf den Kanarischen Inseln zurückging, wurde auf La Palma ein kräftiger Anstieg registriert. Dort erhöhte sich die Zahl der Übernachtungen um mehr als 40 Prozent.
Die Gesamtstatistik für den Archipel verdeckt damit erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Urlaubszielen. Auf vielen Inseln führen die höheren Preise dazu, dass Reisende sparen und ihre Aufenthalte verkürzen, während La Palma eine entgegengesetzte Entwicklung zeigt.
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