Startseite Finanzen„Bares für Rares“-Star kauft seltene Maschine für 550 Euro – kurz darauf meldet sich eine Käuferin

„Bares für Rares“-Star kauft seltene Maschine für 550 Euro – kurz darauf meldet sich eine Käuferin

von Johanna Richter
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Bei „Bares für Rares“ kaufte Wolfgang Pauritsch eine historische Diamantsäge für 550 Euro. Nach dem ZDF-Dreh fand das seltene Stück schnell eine Käuferin.

Eine historische Diamantsäge sorgte bei „Bares für Rares“ im ZDF für Aufmerksamkeit. Händler Wolfgang Pauritsch zahlte dafür 550 Euro, obwohl die ursprüngliche Schätzung deutlich niedriger lag. Nach den Dreharbeiten blieb das außergewöhnliche Stück allerdings nicht lange in seinem Besitz. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu derwesten.

Über 100 Jahre alte Diamantsäge bei „Bares für Rares“

Das ungewöhnliche Objekt wurde von Goldschmied Rainer Matzioschek aus Werne und seiner Tochter Daniela mitgebracht, die ebenfalls als Goldschmiedemeisterin arbeitet. Statt Schmuck, einer Uhr oder eines Edelsteins präsentierten sie eine alte Maschine aus dem Goldschmiedehandwerk.

„Bares für Rares“-Experte Patrick Lessmann identifizierte das Gerät als Diamantsäge, die früher zur Bearbeitung von Edelsteinen eingesetzt wurde. Nach seiner Einschätzung dürfte die Maschine ungefähr aus der Zeit zwischen 1890 und 1900 stammen.

Die genaue Herkunft ließ sich nicht eindeutig bestimmen. Lessmann verwies jedoch darauf, dass Amsterdam und Antwerpen damals wichtige Zentren des Diamantenhandels und der Diamantenverarbeitung waren. Daher sei eine Herkunft aus dieser Region durchaus denkbar.

Verkäufer wollten lediglich 200 Euro

Für die historische Maschine wünschten sich die Besitzer zunächst 200 Euro. Wolfgang Pauritsch, der bei „Bares für Rares“ als Kunst- und Antiquitätenhändler auftritt, hielt diese Preisvorstellung für vergleichsweise bescheiden.

Auch die Expertise lag höher: Patrick Lessmann schätzte den Wert der alten Diamantsäge auf etwa 250 bis 300 Euro.

Während der Verhandlungen im Händlerraum wurde diese Summe jedoch schnell überschritten. Die Gebote stiegen weiter, bis schließlich Wolfgang Pauritsch das höchste Angebot abgab.

Für die Diamantsäge zahlte er 550 Euro – damit lag der Verkaufspreis 350 Euro über dem ursprünglichen Wunsch der Verkäufer.

Wolfgang Pauritsch hatte einen besonderen Plan mit dem Fundstück

Nach dem Kauf erklärte Pauritsch, dass er bereits eine konkrete Verwendung für die historische Maschine im Kopf hatte. Er wollte das Stück zwei Brüdern aus Oberstein schenken, mit denen er nach eigenen Angaben seit mehr als 30 Jahren zusammenarbeitet.

Dazu kam es allerdings nicht.

Nach den Dreharbeiten erhielt Pauritsch einen Anruf von einer Frau, die sich für die bei „Bares für Rares“ erworbene Maschine interessierte. Ihr Mann eröffne ein neues Juweliergeschäft, und sie wolle ihm das historische Stück zur Eröffnung schenken.

Pauritsch entschied sich daraufhin für den Verkauf. Wie viel die neue Besitzerin für die Diamantsäge bezahlte, wurde nicht bekannt.

Wer ist Wolfgang Pauritsch?

Wolfgang Pauritsch wurde 1972 in Innsbruck geboren. Bevor er im Kunst- und Antiquitätenhandel tätig wurde, arbeitete er unter anderem als Schlosser, Fahrer, Detektiv und Wachmann.

Seine Laufbahn als Auktionator begann eher zufällig: In einem Münchner Auktionshaus sprang er für einen erkrankten Auktionator ein.

Dem ZDF-Publikum ist Pauritsch vor allem als langjähriger Händler bei „Bares für Rares“ bekannt. Er gehört seit der ersten Staffel im Jahr 2013 zum Händlerteam der Sendung.

Auch außerhalb des Fernsehens ist Pauritsch als Auktionator tätig. 2022 leitete er die Versteigerung der persönlichen Leica-Kamera von Oskar Barnack. Das Stück erzielte einschließlich Aufgeld einen Preis von 14,4 Millionen Euro.

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