Die Bundesregierung und die Länder haben sich auf ein neues Entlastungspaket für Benzin und Diesel verständigt. Kernpunkt ist eine Senkung der Energiesteuer um 14 Cent pro Liter. Zusammen mit dem dadurch ebenfalls sinkenden Mehrwertsteueranteil soll die Entlastung für Autofahrer bei rund 17 Cent pro Liter Kraftstoff liegen. Die Maßnahmen sollen ab dem 1. Oktober 2026 umgesetzt werden, die Steuerentlastung ist zunächst bis zum Jahresende vorgesehen. Das Gesamtvolumen der Unterstützung für Bürger und Unternehmen wird auf rund 2,5 Milliarden Euro beziffert. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.
Benzin und Diesel sollen um rund 17 Cent pro Liter günstiger werden
Das wichtigste Instrument des neuen Pakets ist eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Die Steuerbelastung soll bis Ende 2026 um 14 Cent je Liter reduziert werden.
Da sich dadurch auch der auf den Endpreis berechnete Mehrwertsteuerbetrag verringert, ergibt sich insgesamt eine Entlastung von etwa 17 Cent pro Liter. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern würde dies rechnerisch einer Ersparnis von rund 8,50 Euro entsprechen.
Ein vergleichbares Instrument wurde in Deutschland bereits im Frühjahr 2026 eingesetzt. Auch damals wurde die Energiesteuer zeitweise gesenkt, um die hohen Kraftstoffpreise für Verbraucher abzufedern.
Tankrabatt soll ab 1. Oktober zurückkehren
Das neue Entlastungspaket soll ab dem 1. Oktober 2026 gelten. Die reduzierte Energiesteuer ist zunächst bis zum 31. Dezember vorgesehen.
Die Kosten sollen zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden. Insgesamt umfasst das Paket Entlastungen für Bürger und Unternehmen in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro. Davon sollen die Bundesländer etwa 1,25 Milliarden Euro tragen.
Die Maßnahmen reagieren auf die zuletzt deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise in Deutschland. Besonders Diesel und Benzin haben sich im September verteuert und damit die Kosten für Pendler, Unternehmen und andere Autofahrer erhöht.
Deutschland bereitet einen Preisdeckel für Kraftstoffe vor
Parallel zum kurzfristigen Tankrabatt wollen Bund und Länder an einer längerfristigen Lösung arbeiten. Geplant ist ein krisenbezogener Preisdeckel für Benzin und Diesel.
Dazu soll die Bundesregierung regelmäßige Gespräche mit der Mineralölwirtschaft aufnehmen. Ziel ist ein Modell, das in Phasen außergewöhnlich hoher Preise eine Obergrenze ermöglicht.
Als Orientierung dienen unter anderem Regelungen in Belgien und Luxemburg. Dort gibt es staatlich regulierte Höchstpreise für Kraftstoffe, die regelmäßig anhand verschiedener Kostenfaktoren angepasst werden.
Ein entsprechender Mechanismus soll in Deutschland spätestens zum 1. Januar 2027 zur Verfügung stehen. Wie die konkrete Berechnung des maximal zulässigen Kraftstoffpreises aussehen wird, muss noch festgelegt werden.
So könnte der Preisdeckel an deutschen Tankstellen funktionieren
Bei dem geplanten Modell geht es nicht um einen dauerhaft festgeschriebenen Preis für Benzin oder Diesel. Vielmehr soll eine flexible Preisobergrenze entstehen, die unter anderem die Entwicklung der Ölpreise berücksichtigt.
Auch Kosten für Verarbeitung, Transport und Vertrieb sowie wirtschaftlich notwendige Margen der Unternehmen müssten in die Berechnung einfließen. Raffinerien und andere Marktteilnehmer sollen trotz der Begrenzung weiterhin wirtschaftlich produzieren können.
Damit könnte sich der zulässige Höchstpreis weiterhin verändern, allerdings wären besonders starke Preissprünge nach oben begrenzt. Sollte der Ölpreis in den kommenden Monaten deutlich sinken, könnte ein solcher Eingriff dagegen weniger relevant werden.
Bund und Länder teilen sich die Kosten
Ein Streitpunkt bei den Verhandlungen war die Finanzierung. Anders als bei früheren Entlastungsmaßnahmen sollen diesmal auch die Bundesländer einen erheblichen Teil der Kosten übernehmen.
Für die Länder ist ein Beitrag von rund 1,25 Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt beläuft sich das finanzielle Volumen der Maßnahmen für Bürger und Unternehmen auf etwa 2,5 Milliarden Euro.
Damit verbindet das Paket eine kurzfristige steuerliche Entlastung mit einem längerfristigen Instrument zur Regulierung außergewöhnlich hoher Kraftstoffpreise.
Was sich für Autofahrer in Deutschland ändern soll
Für Autofahrer sind vor allem sechs Punkte relevant:
- ab 1. Oktober 2026 soll die Energiesteuer um 14 Cent pro Liter sinken;
- einschließlich des Mehrwertsteuereffekts beträgt die Entlastung rund 17 Cent pro Liter;
- die Steuerentlastung soll zunächst bis Ende 2026 gelten;
- das gesamte Entlastungsvolumen liegt bei etwa 2,5 Milliarden Euro;
- die Länder sollen davon rund 1,25 Milliarden Euro übernehmen;
- spätestens zum 1. Januar 2027 soll ein Mechanismus für einen krisenbezogenen Preisdeckel vorbereitet werden.
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