Der chinesische Markt für Elektrofahrzeuge, der in den vergangenen Jahren als wichtigster Wachstumsmotor der Branche galt, zeigt deutliche Anzeichen einer Abschwächung. Im April gingen die Verkäufe elektrifizierter Fahrzeuge im Jahresvergleich um sechs Prozent zurück. Das geht aus einem Bericht des Investmenthauses Jefferies hervor. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu finanznachrichten.
Besonders stark betroffen war das Segment der Plug-in-Hybride (PHEV): Die Verkaufszahlen sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent. Reine batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) konnten dagegen lediglich ein moderates Wachstum von vier Prozent verzeichnen.
Marktführer BYD bleibt zwar weiterhin an der Spitze des chinesischen Marktes, verliert jedoch angesichts wachsender Konkurrenz und einer nachlassenden Nachfrage spürbar an Wachstumstempo.
Neue Hersteller gewinnen zunehmend Marktanteile
Während die großen Anbieter an Dynamik verlieren, konnten einige chinesische Hersteller ihre Position deutlich ausbauen. Li Auto steigerte seinen Marktanteil im Segment der batterieelektrischen Fahrzeuge um 4,1 Prozentpunkte.
Auch Zhejiang Leapmotor legte deutlich zu und gewann 2,9 Prozentpunkte Marktanteil hinzu.
Analysten führen die Verschiebungen auf den verschärften Wettbewerb innerhalb des chinesischen Marktes, eine schwächere Konsumnachfrage sowie erste Anzeichen einer Marktsättigung im Elektroauto-Sektor zurück.
Energiekrise und Rohstoffpreise sorgen zusätzlich für Druck
Parallel zu den Problemen in der Automobilbranche beobachten Investoren die zunehmenden Spannungen auf den Rohstoffmärkten. Nach Angaben der International Energy Agency schüren die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus Sorgen vor möglichen Engpässen auf den Energiemärkten.
Bereits jetzt steigen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe deutlich an. Weizen, Sojabohnen und Kakao verteuern sich spürbar, während Marktteilnehmer vor einem erneuten starken Anstieg der Lebensmittelpreise warnen.
Zusätzliche Risiken ergeben sich durch ein mögliches Super-El-Niño-Phänomen, das weltweit Ernten beeinträchtigen könnte.
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