Ab Juli 2026 tritt in Deutschland eine weitere Rentenerhöhung in Kraft. Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung steigen um 4,24 Prozent. Davon betroffen ist auch die sogenannte Standardrente, die als wichtiger Richtwert für die Bewertung von Rentenansprüchen dient. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu pnp.
Nach der Anpassung wird die Standardrente 1.913 Euro brutto pro Monat beziehungsweise 22.956 Euro brutto pro Jahr betragen.
Was die Standardrente bedeutet
Die Standardrente entspricht nicht der durchschnittlich ausgezahlten Rente in Deutschland. Sie ist ein Modellwert, der zur Einordnung und zum Vergleich innerhalb des Rentensystems verwendet wird.
Die Berechnung basiert auf der Annahme, dass eine Person 45 Jahre lang Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung auf Grundlage eines durchschnittlichen Einkommens gezahlt hat. In diesem Zeitraum werden 45 Entgeltpunkte erworben.
Mit einem Rentenwert von 42,52 Euro pro Entgeltpunkt ergibt sich künftig eine monatliche Standardrente von 1.913 Euro brutto.
Warum Brutto- und Nettorente unterschiedlich sind
Der tatsächlich ausgezahlte Betrag fällt niedriger aus als die Bruttorente. Von den Rentenzahlungen werden Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung abgezogen. Zusätzlich können je nach persönlicher Situation Steuern anfallen.
Nach Berechnungen von Experten bleiben von einer jährlichen Standardrente von 22.956 Euro nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern rund 19.441 Euro übrig. Das entspricht einer monatlichen Nettorente von etwa 1.620 Euro.
Viele Rentner erhalten deutlich weniger
Die Standardrente spiegelt nicht die tatsächlichen Rentenzahlungen vieler Menschen wider. Ein erheblicher Teil der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland verfügt über monatliche Renteneinkünfte von weniger als 1.000 Euro.
Die individuelle Rentenhöhe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Dauer der Beitragszahlung, die Höhe des Erwerbseinkommens während des Berufslebens, mögliche Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit sowie die persönliche steuerliche Situation.
Rentenerhöhung kann steuerliche Folgen haben
Mit steigenden Rentenzahlungen wächst auch die Zahl der Personen, die Einkommensteuer auf ihre Rente zahlen müssen oder mit einer höheren Steuerbelastung rechnen müssen.
Ob und in welchem Umfang Steuern anfallen, hängt vom gesamten zu versteuernden Einkommen sowie von den geltenden Freibeträgen ab. In bestimmten Fällen kann die Abgabe einer Steuererklärung sinnvoll sein, um mögliche Werbungskosten oder andere abzugsfähige Ausgaben geltend zu machen.
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