Startseite WissenEklat auf offenem Feld: Kevin Behrens sorgt in Indonesien für den nächsten Skandal

Eklat auf offenem Feld: Kevin Behrens sorgt in Indonesien für den nächsten Skandal

Statt eines ruhigen Karriereherbstes sorgt Kevin Behrens in Fernost für Schlagzeilen. Bei Persija Jakarta kam es auf dem Platz zu handgreiflichen Szenen mit einem eigenen Mitspieler.

von Wolfgang Baumer
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Eklat auf offenem Feld: Kevin Behrens sorgt in Indonesien für den nächsten Skandal

Der Wechsel nach Asien sollte für Kevin Behrens eigentlich ein sportliches Abenteuer und ein profitabler Karriereausklang sein. Doch der ehemalige Stürmer des VfL Wolfsburg und Union Berlin zieht erneut Ärger an. In einem Ligaspiel seines neuen Klubs Persija Jakarta verlor der 33-Jährige die Nerven und attackierte einen eigenen Teamkollegen physisch und verbal. Es ist nicht das erste Mal, dass Behrens durch mangelnde Disziplin auffällt.

Transfers in exotische Ligen gelten im modernen Profifußball oft als lukrative „Rente“, doch auch dort wird Professionalität erwartet. Wir von Das Unternehmer Wissen beleuchten regelmäßig auch die menschlichen und disziplinarischen Aspekte im Hochleistungssport, da sie zeigen, wie schnell ein Image durch emotionale Ausbrüche Schaden nehmen kann. Für Kevin Behrens, der erst im Herbst nach Jakarta gewechselt war, wird die Luft nach diesem Vorfall dünner.

Der Ausraster: Schubser und Beleidigungen

Der Vorfall ereignete sich während der Partie gegen PSS Sleman. In der zweiten Halbzeit, beim Stand von 1:0 für Behrens‘ Team, kam es zu einem Missverständnis im Aufbauspiel. Sein Teamkollege Syahrian Abimanyu spielte einen Pass, der den Deutschen nicht erreichte. Was folgte, waren Szenen, die im Mannschaftssport als Tabubruch gelten.

Behrens stürmte auf den deutlich kleineren Abimanyu zu, schubste ihn heftig weg und bedachte ihn lautstark mit Beleidigungen. Die TV-Bilder fingen die Aggression deutlich ein. Der Schiedsrichter reagierte prompt und zeigte dem Deutschen die Gelbe Karte – eine milde Strafe für eine Tätlichkeit gegen den eigenen Mann. Die Reaktion der Fans und Beobachter in Indonesien fiel jedoch weit weniger nachsichtig aus; in den sozialen Medien entlud sich ein Sturm der Entrüstung über das respektlose Verhalten des Ex-Nationalspielers.

Reue via Instagram: „Hitze des Gefechts“

Nach dem Spiel, das Persija Jakarta letztlich knapp gewann, versuchte Behrens die Wogen zu glätten. Über seinen Instagram-Kanal veröffentlichte er eine Entschuldigung. Er sprach von der „Hitze des Gefechts“ und versicherte, dass er und Abimanyu die Sache in der Kabine geklärt hätten. „Ich habe mich entschuldigt, und wir sind gut“, schrieb Behrens.

Doch die Erklärung wirkt für Kritiker wie ein Muster. Bereits in Deutschland war Behrens zuletzt weniger durch Tore als durch Kontroversen aufgefallen. Sein Abgang beim VfL Wolfsburg war überschattet von einem Eklat, als er sich weigerte, ein Trikot mit Regenbogen-Design zu unterschreiben und dies mit homophoben Äußerungen kommentierte.

Ein schwieriger Stand in Fernost

Für Persija Jakarta, einen der traditionsreichsten Vereine Indonesiens, wird die Personalie Behrens zunehmend zur Belastung. Der Stürmer wurde als Star geholt, um die Liga aufzuwerten. Doch sportlich blieb er bisher vieles schuldig, und nun beschädigt er auch das Mannschaftsgefüge.

Dieser Vorfall zeigt exemplarisch, dass ein Wechsel in eine sportlich schwächere Liga keine Garantie für Erfolg ist, wenn die Einstellung nicht stimmt. Führungsspieler müssen durch Leistung und Vorbildfunktion glänzen, nicht durch Aggression gegen die eigenen Reihen. Ob der Verein interne Disziplinarmaßnahmen ergreift, ist noch offen, doch Behrens steht nun unter genauer Beobachtung – sowohl von der Vereinsführung als auch von der indonesischen Öffentlichkeit.

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