Das iranische Militär hat die erneute Schließung der Straße von Hormus angekündigt – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport. Das berichtete das staatliche Fernsehen des Landes und begründete die Maßnahme mit den jüngsten israelischen Angriffen im Libanon sowie der Politik der Vereinigten Staaten. Teheran warnte zudem vor weiteren Schritten, sollte die militärische Eskalation in der Region anhalten. Die Entwicklung erhöht die Unsicherheit für den internationalen Handel und die globalen Energiemärkte. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.
Iran macht Israel und die USA verantwortlich
Nach Angaben staatlicher iranischer Medien sei die Entscheidung zur erneuten Sperrung der Straße von Hormus als Reaktion auf die israelischen Angriffe im Libanon sowie auf die Haltung Washingtons im Nahostkonflikt getroffen worden. In der Erklärung hieß es, beide Seiten hätten frühere Verpflichtungen zur Beendigung der Kampfhandlungen verletzt.
Die iranische Führung kündigte außerdem an, weitere Maßnahmen zu prüfen, falls die militärischen Aktivitäten in der Region fortgesetzt werden. Konkrete Details wurden zunächst nicht genannt.
Warum die Straße von Hormus strategisch wichtig ist
Die Straße von Hormus zählt zu den bedeutendsten Seewegen der Welt. Unter normalen Bedingungen werden über die Meerenge rund 20 Prozent des weltweiten Rohölexports transportiert. Hinzu kommen große Mengen an Flüssigerdgas und Düngemitteln.
Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Militäraktionen Ende Februar kam es bereits mehrfach zu Einschränkungen des Schiffsverkehrs. Gleichzeitig verhängten die USA Beschränkungen für den Schiffsverkehr von und zu iranischen Häfen, was die Lage zusätzlich verschärfte.
USA sehen keine Beweise für eine Blockade
US-Vizepräsident J. D. Vance erklärte zuvor im Fernsehsender Fox News, Washington verfüge über keine bestätigten Hinweise darauf, dass Iran die Straße von Hormus tatsächlich blockiere. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass die Waffenruhe aufrechterhalten werden könne.
Erst in dieser Woche hatten beide Seiten ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das eine Lockerung der Blockademaßnahmen und die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs vorsah. Nach Inkrafttreten der Vereinbarung passierten bereits erste Handelsschiffe die Meerenge. Die neue Ankündigung aus Teheran deutet jedoch auf eine erneute Verschärfung der Spannungen rund um die strategisch wichtige Wasserstraße hin.
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