Apple erwägt Preiserhöhungen für seine Geräte, nachdem die Kosten für Speicherchips deutlich gestiegen sind. Auslöser ist die weltweit wachsende Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz, die den Halbleitermarkt zunehmend unter Druck setzt. Das Unternehmen räumt ein, dass es immer schwieriger wird, die steigenden Produktionskosten vollständig selbst aufzufangen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.
Warum Apple Preiserhöhungen vorbereitet
Apple-Chef Tim Cook erklärte, dass der Konzern mit einem außergewöhnlich starken Anstieg der Kosten für Speicherbausteine konfrontiert sei. Nach seinen Angaben habe Apple bislang versucht, die Mehrkosten intern auszugleichen. Die aktuelle Entwicklung mache es jedoch zunehmend schwieriger, die bisherigen Preise dauerhaft beizubehalten.
Konkrete Angaben dazu, wann die Preise steigen könnten oder welche Produkte betroffen sein werden, machte Cook nicht. Die nächste große Produktpräsentation wird für den Herbst erwartet. Dann dürfte Apple traditionell seine neue Generation von Premium-Smartphones sowie weitere Geräte vorstellen.
KI-Boom verändert den Markt für Speicherchips
Der wichtigste Grund für die Preissteigerungen ist der massive Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Diese Anlagen benötigen enorme Mengen leistungsfähiger Speicherchips, weshalb Hersteller ihre Produktionskapazitäten zunehmend auf den Servermarkt ausrichten.
Dadurch stehen weniger Komponenten für Smartphones, Tablets und Computer zur Verfügung. Besonders stark verteuert haben sich DRAM-Speicher sowie NAND-Flash-Chips, die für moderne Mobilgeräte unverzichtbar sind. DRAM wird für die Ausführung von Anwendungen benötigt, während NAND-Speicher Fotos, Videos und andere Daten speichert.
Wie stark könnten neue iPhones teurer werden?
Analysten der Plattform TechInsights haben untersucht, welche Auswirkungen die höheren Chipkosten auf kommende iPhone-Modelle haben könnten. Ihren Berechnungen zufolge müsste Apple den Preis eines neuen iPhone Pro theoretisch um rund 270 US-Dollar erhöhen, um die aktuelle Bruttomarge beizubehalten.
Derzeit kostet das iPhone 17 in Deutschland ab 949 Euro, während das iPhone 17 Pro ab 1.299 Euro erhältlich ist. Sollten die Kosten für Komponenten weiter steigen, könnten auch die Preise der nächsten Smartphone-Generation deutlich höher ausfallen.
Auch Mac und iPad könnten betroffen sein
Apple schließt nicht aus, dass sich die höheren Kosten auf das gesamte Produktportfolio auswirken. Neben den iPhones könnten daher auch Mac-Computer und iPads von Preisanpassungen betroffen sein.
Branchenbeobachter halten es sogar für möglich, dass bestimmte Mac- und iPad-Modelle noch vor den kommenden iPhones teurer werden. Die endgültigen Entscheidungen hängen von der weiteren Entwicklung auf dem Halbleitermarkt und der Verfügbarkeit wichtiger Komponenten ab.
Weitere Elektronikhersteller haben ihre Preise bereits erhöht
Mit steigenden Produktionskosten kämpfen derzeit zahlreiche Technologieunternehmen. Einige Hersteller haben ihre Preise bereits angehoben oder entsprechende Maßnahmen angekündigt.
Zu den Unternehmen, die höhere Kosten bereits an Kunden weitergeben, zählen unter anderem HP, Dell, Nintendo und Raspberry Pi. Gleichzeitig sucht Apple nach zusätzlichen Lieferquellen für Speicherchips. Die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern bleiben jedoch aufgrund bestehender US-Beschränkungen im Technologiesektor begrenzt.
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