Die Alternative für Deutschland (AfD) bleibt wenige Monate vor der Landtagswahl die stärkste politische Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig konnte die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ihre Werte verbessern und den Rückstand auf den Spitzenreiter etwas verringern. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu welt.
Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der Zeitung Nordkurier erreicht die AfD derzeit 35 Prozent der Stimmen. Damit verbessert sich die Partei im Vergleich zur Erhebung vom Frühjahr um einen Prozentpunkt. Die SPD gewinnt zwei Prozentpunkte hinzu und kommt auf 28 Prozent.
CDU verliert weiter an Unterstützung
Auf dem dritten Platz liegt die Linke, die Teil der aktuellen Landesregierung ist. Sie verbessert sich auf elf Prozent. Die oppositionelle CDU verliert dagegen zwei Prozentpunkte und fällt auf zehn Prozent zurück.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreicht sechs Prozent und könnte damit erstmals in den Landtag einziehen. Für die Grünen und die FDP bleibt die Lage angespannt. Beide Parteien würden mit vier beziehungsweise drei Prozent derzeit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Aktuelle Regierungskoalition ohne Mehrheit
Den Umfragewerten zufolge würde die bisherige Koalition aus SPD und Linken ihre parlamentarische Mehrheit verlieren. Auch andere mögliche Zweierbündnisse verfügen derzeit nicht über ausreichend Unterstützung für eine Regierungsbildung.
Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich durch die Haltung der CDU, die eine Zusammenarbeit mit der Linken ausschließt. Damit könnten nach der Wahl komplexe Koalitionsverhandlungen notwendig werden.
Politikwissenschaftler sieht weitgehend stabiles Bild
Der Greifswalder Politikwissenschaftler Jochen Müller bezeichnet die aktuellen Ergebnisse als insgesamt stabile Entwicklung. Besonders auffällig sei jedoch, dass die SPD innerhalb des vergangenen Jahres deutlich an Zustimmung gewonnen habe, während die CDU gleichzeitig an Rückhalt verloren habe.
Zugleich verwies Müller auf die schwierige Situation jener Parteien, die sich in der Nähe der Fünf-Prozent-Hürde bewegen. Umfragen könnten das Wahlverhalten beeinflussen, da viele Wähler ihre Entscheidung auch danach ausrichten, ob eine Partei den Einzug in den Landtag schaffen könnte.
Ergebnisse der Insa-Umfrage im Überblick
- AfD: 35 Prozent (+1)
- SPD: 28 Prozent (+2)
- Die Linke: 11 Prozent (+1)
- CDU: 10 Prozent (-2)
- BSW: 6 Prozent (+1)
- Grüne: 4 Prozent (-1)
- FDP: 3 Prozent (unverändert)
Die Befragung wurde zwischen dem 11. und 18. Juni unter 1.000 Wahlberechtigten durchgeführt. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September 2026 statt.
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