Ein großflächiger Waldbrand im Süden Frankreichs hat in einer beliebten Urlaubsregion nahe Perpignan schwere Schäden verursacht. Die Flammen erfassten mehrere Campingplätze, zerstörten rund 280 Bungalows und zwangen mehr als 3.000 Menschen zur Evakuierung. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu t-online.
Das Feuer brach am Donnerstag gegen 14:00 Uhr auf einem Campingplatz in der Hafenstadt Sainte-Marie-la-Mer aus. Angetrieben von starkem Wind breitete sich der Brand rasch auf benachbarte Campinganlagen sowie eine Wassersportanlage aus. Außerdem wurde eine Produktionsstätte für Katamarane vollständig zerstört.
Feuerwehrleute und Urlauber verletzt
Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden bei den Löscharbeiten mehrere Menschen verletzt. Ein freiwilliger Feuerwehrmann erlitt Verletzungen durch die Druckwelle einer Explosion, mehrere Einsatzkräfte wurden wegen Rauchvergiftungen behandelt. Zudem erlitten sechs weitere Personen, darunter ein Kind, leichte Verletzungen.
Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Feuers mussten mehrere Ferienanlagen geräumt werden. Rund 1.700 Menschen wurden aus drei Campingplätzen evakuiert, weitere etwa 1.500 Personen mussten umliegende Gebiete verlassen.
Hunderte Touristen verlieren Unterkünfte und Eigentum
Durch den Brand wurden rund 30 Hektar Land zerstört. Etwa 280 Bungalows brannten vollständig nieder. Zahlreiche Urlauber verloren Ausweisdokumente, Fahrzeuge und persönliche Gegenstände. Ein Teil der Evakuierten verbrachte die Nacht in Notunterkünften.
Brand unter Kontrolle
Die Präfektur des Départements Pyrénées-Orientales teilte am Freitag mit, dass der Wald- und Vegetationsbrand unter Kontrolle gebracht wurde. Die Mittelmeerregion im Süden Frankreichs nahe der spanischen Grenze zählt zu den beliebten Reisezielen für Campingurlauber, darunter auch viele Besucher aus Deutschland.
Waldbrandsaison in Frankreich beginnt früher als üblich
Nach Angaben der französischen Behörden hat die Waldbrandsaison in diesem Jahr etwa zwei bis drei Wochen früher begonnen als gewöhnlich. Allein am Mittwoch wurden in verschiedenen Regionen Frankreichs rund 1.200 Hektar Vegetation durch Brände zerstört, was auf einen besonders schwierigen Start in die diesjährige Waldbrandsaison hindeutet.
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