Startseite AktuellesNach dem Gothia Cup in Schweden sind rund 20 junge Sportler aus Äthiopien verschwunden. Die Polizei fahndet international nach ihnen.

Nach dem Gothia Cup in Schweden sind rund 20 junge Sportler aus Äthiopien verschwunden. Die Polizei fahndet international nach ihnen.

von Johanna Richter
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Nach dem Gothia Cup in Schweden sind rund 20 junge Sportler aus Äthiopien verschwunden. Die Polizei fahndet international nach ihnen.

Rund 20 Mitglieder einer äthiopischen Fußballmannschaft sind nach dem Ende des internationalen Jugendturniers Gothia Cup im schwedischen Göteborg verschwunden. Nach Angaben der örtlichen Polizei wurden die Sportler international zur Fahndung ausgeschrieben. Ihr Aufenthaltsort ist weiterhin nicht offiziell bestätigt. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu expressen.

Mannschaft verließ die Unterkunft ohne Ankündigung

Schwedischen Medien zufolge handelt es sich um eine männliche Mannschaft mit Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Nach dem Ende des Turniers verließen die Spieler ihre Unterkunft, ohne die Organisatoren über ihre Pläne zu informieren.

Daraufhin meldete die Turnierleitung den Vorfall vorsorglich der Polizei. Seit dem Ende des Wettbewerbs sind inzwischen rund zehn Tage vergangen. Dennoch gibt es bislang keine offizielle Bestätigung, dass die meisten Mitglieder der Mannschaft nach Hause zurückgekehrt sind.

Polizei sieht bislang keine Hinweise auf eine Straftat

Die Polizei der schwedischen Region West erklärte, dass die bisherigen Ermittlungen keine Hinweise auf ein Verbrechen ergeben hätten. Die Behörden gehen derzeit von einem freiwilligen Verschwinden aus.

Nach Angaben der Polizeisprecherin Ellinor Halldin gibt es bislang keine Anzeichen dafür, dass Menschenhandel oder eine andere Straftat hinter dem Vorfall stehen könnte. Die Polizei steht mit den zuständigen Behörden in Kontakt und soll informiert werden, sobald die Sportler irgendwo registriert oder angetroffen werden.

Die Ermittler erklärten außerdem, dass Menschen in vergleichbaren Fällen häufig nach und nach wieder in Erscheinung treten.

Organisatoren nahmen Kontakt zu einem Teamverantwortlichen auf

Die Veranstalter des Gothia Cup teilten mit, dass sie einen der Verantwortlichen der äthiopischen Delegation erreicht hätten. Dieser habe erklärt, den Spielern gehe es gut und sie hätten Kontakt zu ihren Familien aufgenommen.

Turniersprecher Fredrik Beckman sagte zugleich, den Organisatoren sei weiterhin nicht bekannt, wo sich die Jugendlichen genau aufhalten und ob sie Schweden bereits verlassen haben. Die Mannschaft habe schon früher am Gothia Cup teilgenommen, weshalb die aktuelle Situation für die Veranstalter überraschend sei.

Aufenthaltsort der Sportler weiterhin nicht bestätigt

In einem E-Mail-Austausch zwischen Vertretern der äthiopischen Mannschaft und den Organisatoren, der schwedischen Journalisten vorliegt, bedankte sich eine Kontaktperson des Vereins für die Aufmerksamkeit. Zugleich hieß es, die Situation sei offenbar durch ein Missverständnis entstanden.

Eine offizielle Bestätigung, dass alle Sportler nach Äthiopien zurückgekehrt sind oder sich an einem bekannten Ort befinden, liegt jedoch weiterhin nicht vor. Die Suche dauert an. Der genaue Aufenthaltsort der Jugendlichen wird weiterhin von den schwedischen Behörden geprüft.

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