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Boeing 787 von Vietnam Airlines hebt in München extrem spät ab, meldet technische Probleme und kehrt zurück. Die Startbahn wird gesperrt.

von Johanna Richter
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Boeing 787 von Vietnam Airlines hebt in München extrem spät ab, meldet technische Probleme und kehrt zurück. Die Startbahn wird gesperrt.

Am Flughafen München ist es zu einem ernsten Zwischenfall mit einer Boeing 787 Dreamliner von Vietnam Airlines gekommen. Die Maschine auf Flug VN34 von München nach Hanoi beschleunigte beim Start ungewöhnlich lange und hob offenbar erst kurz vor dem Ende der Start- und Landebahn ab. Augenzeugen berichteten von einer großen Staubwolke hinter dem Flugzeug. Kurz danach meldete die Besatzung technische Probleme und entschied sich zur Rückkehr nach München. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.

Was genau an Bord passiert ist, blieb zunächst unklar. Der Flughafen bestätigte technische Schwierigkeiten. Beobachter, die den Start verfolgten, beschrieben die Situation jedoch als äußerst kritisch.

Boeing 787 hob erst kurz vor dem Ende der Startbahn ab

Der Zwischenfall ereignete sich am Samstagnachmittag. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines begann ihren Startlauf am Flughafen München, blieb jedoch deutlich länger als gewöhnlich auf der Startbahn.

Der Flugzeugbeobachter Thomas, der unter dem Namen MunichAviation Aufnahmen veröffentlicht, filmte den Start. Nach seiner Schilderung wurde die Situation auffällig, als die Maschine bereits den Bereich der Lufthansa-Wartungshallen erreicht hatte und noch immer nicht abgehoben war.

Gegenüber dem Luftfahrtportal Aerotelegraph erklärte der Beobachter, dass zu diesem Zeitpunkt nur noch ein vergleichsweise kurzer Abschnitt der Startbahn übrig gewesen sei. Erst im letzten Moment habe die Boeing ausreichend Höhe gewonnen.

Direkt hinter dem Ende der Startbahn verläuft eine Straße. Nach Einschätzung des Beobachters hätte die Situation deutlich gefährlicher werden können, wenn das Flugzeug noch später abgehoben hätte.

Während des Startlaufs wirbelte die Boeing 787 zudem eine auffällige Menge Staub auf. Videoaufnahmen des Vorfalls verbreiteten sich anschließend in Luftfahrtkreisen.

Besatzung meldete nach dem Start technische Probleme

Nachdem der Dreamliner in der Luft war, meldete die Besatzung technische Schwierigkeiten. Der Flughafen München bestätigte, dass die Maschine daraufhin den Weiterflug nach Hanoi abbrach und zum Ausgangsflughafen zurückkehren sollte.

Welche technische Störung genau vorlag, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Unklar war auch, ob die ungewöhnlich lange Startstrecke unmittelbar mit dem später gemeldeten Problem zusammenhing.

Die Boeing landete nicht sofort wieder in München. Daten von Flugverfolgungsdiensten zeigten, dass das Flugzeug rund eineinhalb Stunden über Bayern kreiste.

Auf Flightradar24 war die Flugroute deutlich zu erkennen. Nach dem längeren Aufenthalt in der Luft nahm die Maschine schließlich wieder Kurs auf den Flughafen München und bereitete sich auf die Landung vor.

Polizeihubschrauber kontrollierte die Startbahn

Nach dem ungewöhnlichen Start wurde die betroffene Start- und Landebahn zusätzlich aus der Luft überprüft. Dafür kam ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Grund für die Kontrolle waren offenbar der sehr späte Abhebevorgang und die große Staubentwicklung am Ende der Startbahn. Hinweise auf Schäden an der Flughafeninfrastruktur lagen zunächst nicht vor.

Während sich die Boeing 787 noch über Bayern befand, bereiteten sich die Einsatzkräfte am Flughafen auf die Rückkehr der Maschine vor. Unter anderem war die Flughafenfeuerwehr vor Ort.

Die Boeing landete schließlich wieder in München. Augenzeugen berichteten nach der Landung von starker Rauchentwicklung im Bereich des Fahrwerks.

Boeing konnte die Startbahn nach der Landung nicht selbstständig verlassen

Auch nach der Landung waren die Probleme noch nicht beendet. Die Maschine konnte die Start- und Landebahn offenbar nicht aus eigener Kraft verlassen und nicht auf einen Rollweg abbiegen.

Flughafensprecherin Franziska Lehne erklärte, das Flugzeug habe nach dem Start technische Probleme gemeldet und sei deshalb nach München zurückgekehrt. Nach der Landung sei die Boeing jedoch nicht mehr in der Lage gewesen, die Piste selbstständig zu räumen.

Daraufhin musste die nördliche Start- und Landebahn vorübergehend geschlossen werden. Die Boeing blieb dort stehen, bis weitere technische Maßnahmen eingeleitet werden konnten.

Der übrige Flugverkehr wurde währenddessen über die südliche Start- und Landebahn abgewickelt. Passagiere anderer Flüge wurden auf mögliche Verspätungen und Änderungen im Flugplan hingewiesen.

Flug VN34 sollte von München nach Hanoi fliegen

Die Boeing 787 von Vietnam Airlines war auf Flug VN34 von München in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi unterwegs. Je nach Kabinenkonfiguration bietet ein Dreamliner dieses Typs Platz für mehr als 250 Passagiere.

Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Nach der Rückkehr blieb das Flugzeug am Flughafen München, damit Techniker die Maschine überprüfen konnten.

Der Flughafen bestätigte zwar eine technische Störung, veröffentlichte zunächst jedoch keine detaillierten Angaben zur Ursache des ungewöhnlichen Startverlaufs. Offen blieb zudem, ob der späte Abhebevorgang, die technische Meldung und die Probleme beim Rollen nach der Landung miteinander zusammenhingen.

Vor einem erneuten Einsatz der Maschine sollten sowohl der technische Zustand als auch die genauen Umstände des Vorfalls untersucht werden.

Einschränkungen am Flughafen München möglich

Die vorübergehende Schließung einer der beiden Start- und Landebahnen beeinträchtigte den Betrieb am Flughafen. Starts und Landungen mussten zeitweise vollständig über die südliche Bahn abgewickelt werden.

Dadurch konnten sich die Abstände zwischen einzelnen Flugbewegungen vergrößern. Der Flughafen riet Passagieren, den aktuellen Status ihrer Flüge zu überprüfen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die genaue Ursache der technischen Probleme auf Flug VN34 noch nicht offiziell bekannt.

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