Startseite AktuellesJürgen Klopp verzichtet in den nächsten Nations-League-Spielen auf Joshua Kimmich. Lothar Matthäus erklärt, warum er die Entscheidung nicht nachvollziehen kann.

Jürgen Klopp verzichtet in den nächsten Nations-League-Spielen auf Joshua Kimmich. Lothar Matthäus erklärt, warum er die Entscheidung nicht nachvollziehen kann.

von Johanna Richter
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Jürgen Klopp verzichtet in den nächsten Nations-League-Spielen auf Joshua Kimmich. Lothar Matthäus erklärt, warum er die Entscheidung nicht nachvollziehen kann.

Die deutsche Nationalmannschaft wird ihre nächsten Spiele in der Nations League ohne Joshua Kimmich bestreiten. Nach den ersten beiden Partien hat Jürgen Klopp beschlossen, den Kader deutlich umzubauen und einem Großteil der bisherigen Stammkräfte eine Pause zu geben. Auch der DFB-Kapitän wird deshalb gegen Serbien und Griechenland fehlen. Lothar Matthäus kann diese Entscheidung insbesondere mit Blick auf Kimmichs Rolle als Führungsspieler nicht nachvollziehen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu sport.

Warum Klopp Kimmich aus dem DFB-Kader entlässt

Die Rotation war nach Angaben aus dem Umfeld der Nationalmannschaft von Beginn an Teil des Plans. Klopp hatte einen großen Kader zusammengestellt, um während der vier Spiele unterschiedliche Formationen auszuprobieren und möglichst vielen Spielern Einsatzmöglichkeiten zu geben.

Nach den ersten beiden Begegnungen wird die Mannschaft deshalb nahezu komplett verändert. Joshua Kimmich gehört zu den Spielern, die eine Pause erhalten und vorzeitig zu ihrem Verein zurückkehren.

Der 31-Jährige selbst hatte gehofft, bis zum Ende der Länderspielphase bei der Nationalmannschaft bleiben zu können. Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die Entscheidung des Bundestrainers. Klopp wolle weitere Spieler kennenlernen und ihnen die Möglichkeit geben, sich im DFB-Team zu präsentieren.

Kimmich wird die kommenden Spiele somit nicht auf dem Platz, sondern aus der Distanz verfolgen.

Matthäus versteht die Entscheidung bei Kimmich nicht

Lothar Matthäus verweist vor allem auf die besondere Führungsrolle des Kapitäns. Aus seiner Sicht trägt Kimmich nicht nur Verantwortung für die Spieler, die regelmäßig in der Startelf stehen, sondern für den gesamten Kader.

Deshalb hätte Matthäus den Mittelfeldspieler bei allen vier Begegnungen im Kreis der Nationalmannschaft gelassen. Gerade für die neu nominierten Spieler könne die Anwesenheit eines erfahrenen Kapitäns wichtig sein, um sich schneller in die Mannschaft zu integrieren.

„Der Kapitän ist ein Spieler, der gemeinsam mit dem Trainer Verantwortung für die Mannschaft übernimmt“, erklärte Matthäus.

Zugleich bezeichnete er Kimmich als einen der zentralen Führungsspieler der aktuellen Nationalmannschaft.

Kimmich verpasst das Spiel in der Allianz Arena

Besondere Bedeutung hätte für Kimmich die Partie gegen Serbien gehabt. Das Spiel findet in der Allianz Arena in München statt – dem Heimstadion des FC Bayern, für den der Mittelfeldspieler auf Vereinsebene spielt.

Ob Kimmich die Begegnung zumindest im Stadion verfolgen wird, ist noch offen. Nach seiner Abreise von der Nationalmannschaft erklärte er, noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen zu haben.

In der aktuellen Länderspielphase kam Kimmich in den ersten beiden Begegnungen zum Einsatz. Deutschland spielte zunächst 1:1 gegen die Niederlande und verlor anschließend in Augsburg mit 0:1 gegen Griechenland.

Auch Kimmichs Leistungen im DFB-Team werden kritisiert

Trotz seiner Rolle als Kapitän wurden die jüngsten Auftritte des Mittelfeldspielers von ehemaligen deutschen Nationalspielern kritisch bewertet.

Mario Basler erklärte, dass er Kimmich derzeit nicht als Weltklassespieler einschätze. Matthäus wiederum verwies auf Unterschiede zwischen den Leistungen des 31-Jährigen beim FC Bayern und seinen Auftritten in der Nationalmannschaft.

Nach Einschätzung von Matthäus prägt Kimmich das Spiel seines Vereins deutlich, während sein Einfluss im DFB-Team zuletzt weniger ausgeprägt gewesen sei.

Insgesamt hat Kimmich 116 Länderspiele für Deutschland absolviert. Ungeachtet der aktuellen Rotation bleibt er Kapitän der Nationalmannschaft.

Klopp setzt den Umbau der Nationalmannschaft fort

Die umfangreichen Veränderungen nach den ersten beiden Begegnungen sollen dem Trainerteam die Möglichkeit geben, weitere Spieler unter Wettkampfbedingungen zu testen. Damit wird auch das Fehlen von Kimmich und mehreren anderen Stammkräften in den kommenden Partien der Nations League begründet.

Für den Kapitän ist die aktuelle Länderspielphase damit vorzeitig beendet. Deutschland wird die nächsten Begegnungen mit einem deutlich veränderten Kader bestreiten.

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