Startseite PolitikSelenskyj erklärt, Russland könne weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea verlegen und zusätzliche Abschussrampen für ballistische Raketen erhalten.

Selenskyj erklärt, Russland könne weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea verlegen und zusätzliche Abschussrampen für ballistische Raketen erhalten.

von Johanna Richter
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Selenskyj erklärt, Russland könne weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea verlegen und zusätzliche Abschussrampen für ballistische Raketen erhalten.

Russland bereitet offenbar eine Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit mit Nordkorea vor und könnte rund 30.000 weitere nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch stationieren. Das erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unter Berufung auf Erkenntnisse des ukrainischen Geheimdienstes. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu spiegel.

Nach seinen Angaben plant Pjöngjang außerdem, Russland zusätzliche Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen sowie weitere schwere Waffen zu liefern. Selenskyj brachte die mögliche Verstärkung der russischen Streitkräfte durch nordkoreanische Ressourcen mit den militärischen Vorbereitungen Moskaus für den Herbst 2026 in Verbindung.

In seiner abendlichen Videoansprache erklärte der ukrainische Präsident, die vorliegenden Geheimdienstinformationen deuteten nicht darauf hin, dass Russlands Präsident Wladimir Putin bereit sei, den Krieg zu beenden oder ernsthafte Friedensverhandlungen aufzunehmen.

Ukraine warnt vor einer Bedrohung für asiatische Staaten

Selenskyj bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang nicht nur als Gefahr für die Ukraine, sondern auch für die Staaten Asiens. Die Beteiligung Nordkoreas am Krieg ermögliche es dessen Armee, praktische Kampferfahrung zu sammeln und den Einsatz verschiedener Waffensysteme weiterzuentwickeln.

„Russland hilft Nordkorea dabei, Krieg zu führen, verbessert seine Waffen und verschafft dem Land Erfahrungen mit deren tatsächlichem Einsatz“, sagte Selenskyj.

Er betonte, dass die von nordkoreanischen Soldaten gewonnenen Kenntnisse eine Gefahr für alle Staaten darstellen könnten, die sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befinden. Dabei gehe es sowohl um die Ausbildung des Personals als auch um die Erprobung von Waffen unter realen Gefechtsbedingungen.

Nordkoreanische Soldaten kämpften bereits in der Region Kursk

Nordkorea hatte zuvor mehrere Tausend Soldaten zur Unterstützung der russischen Armee entsandt. Sie waren an Kämpfen in der Region Kursk beteiligt, wo russische Einheiten versuchten, zuvor von ukrainischen Truppen kontrollierte Gebiete zurückzuerobern.

Die genaue Zahl der Verluste unter den nordkoreanischen Soldaten wurde offiziell nicht bestätigt. Nach einzelnen Schätzungen könnten bei der Operation mindestens 2.000 Angehörige der nordkoreanischen Streitkräfte getötet worden sein.

Moskau und Pjöngjang bestätigen öffentlich die Vertiefung ihrer militärischen und politischen Zusammenarbeit. Zwischen beiden Staaten besteht ein Vertrag über eine strategische Partnerschaft, der gegenseitige Unterstützung vorsieht. Nur wenige Tage vor Selenskyjs Erklärung bekräftigten die Außenminister Russlands und Nordkoreas erneut ihre Absicht, die enge Zusammenarbeit fortzusetzen.

Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen

Parallel zu den Berichten über eine mögliche Entsendung weiterer nordkoreanischer Einheiten griffen russische Streitkräfte Kiew erneut an. Am Sonntagabend brachen in mindestens drei Stadtbezirken der ukrainischen Hauptstadt Brände aus.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, die Feuer könnten durch herabstürzende Trümmer verursacht worden sein. Die ukrainischen Luftstreitkräfte berichteten, dass Russland ballistische Raketen eingesetzt habe.

Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters von mehreren heftigen Explosionen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen keine offiziellen Angaben über Tote oder Verletzte vor.

Kurz vor dem Angriff hatte Wolodymyr Selenskyj davor gewarnt, dass Russland innerhalb der kommenden 48 Stunden erneut massive Angriffe auf die Ukraine starten könnte.

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