Startseite AktuellesLufthansa-A380 setzt am Flughafen München vor der Landebahnschwelle auf und beschädigt die Befeuerung. Die BFU untersucht den Vorfall.

Lufthansa-A380 setzt am Flughafen München vor der Landebahnschwelle auf und beschädigt die Befeuerung. Die BFU untersucht den Vorfall.

von Johanna Richter
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Lufthansa-A380 setzt am Flughafen München vor der Landebahnschwelle auf und beschädigt die Befeuerung. Die BFU untersucht den Vorfall.

Ein Airbus A380 der Lufthansa ist bei der Landung am Flughafen München bereits vor der markierten Schwelle der Start- und Landebahn aufgesetzt. Dabei wurden Teile der Befeuerungsanlage beschädigt. An Bord befanden sich 351 Passagiere. Verletzt wurde nach Angaben der Fluggesellschaft niemand. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu n-tv.

Der Zwischenfall ereignete sich am Montagabend bei einem Flug aus San Francisco. Lufthansa bestätigte das Ereignis und erklärte, dass alle Passagiere das Flugzeug nach der Landung auf normalem Weg verlassen konnten.

A380 berührt Beton vor der Landebahnschwelle

Nach Angaben der Lufthansa setzte der Airbus A380 zwar auf einer Betonfläche auf, der erste Bodenkontakt erfolgte jedoch noch vor der offiziell markierten Schwelle der Landebahn.

Dabei wurden Elemente der Landebahnbefeuerung im Bereich des Pistenanfangs beschädigt. Trotz des frühen Aufsetzens konnte die Besatzung die Landung fortsetzen und das Flugzeug anschließend sicher zum Stillstand bringen.

Eine Evakuierung oder andere Notfallmaßnahmen waren nicht erforderlich. Die 351 Passagiere konnten das Flugzeug regulär verlassen.

BFU untersucht die ungewöhnliche Landung

Mit der Untersuchung des Vorfalls befasst sich die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Die Ermittler sollen klären, weshalb das größte Passagierflugzeug der Welt bereits vor der vorgesehenen Landebahn aufsetzte.

Im Zuge der Untersuchung wurde auch der Flugschreiber sichergestellt. Die aufgezeichneten Daten können unter anderem Informationen zur Flughöhe, Geschwindigkeit, Triebwerksleistung und zum Anflug unmittelbar vor dem Aufsetzen liefern.

Bei der betroffenen Maschine handelt es sich um einen Airbus A380 mit dem Kennzeichen D-AIML. Das Flugzeug ist rund 13 Jahre alt und war zuvor von San Francisco nach München geflogen.

Flughafen überprüfte die Landebahn

Die Deutsche Flugsicherung erklärte, dass ihr keine Unterlagen vorlägen, die ein vorzeitiges Aufsetzen des Flugzeugs unmittelbar dokumentieren würden.

Nach der Landung wurde die Start- und Landebahn am Flughafen München kontrolliert. Die Überprüfung dauerte etwa zehn Minuten. Im Mittelpunkt stand insbesondere der Bereich der Landebahnschwelle, an dem die Befeuerung beschädigt worden war.

Die Untersuchung soll nun unter anderem die genaue Position des ersten Bodenkontakts sowie die Bedingungen während des Anflugs rekonstruieren.

Zweiter Zwischenfall innerhalb weniger Tage in München

Die ungewöhnliche Landung des Lufthansa-A380 war bereits der zweite auffällige Luftfahrtzwischenfall am Flughafen München innerhalb weniger Tage.

Am Samstag war eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines beim Start teilweise über den Rand der Start- und Landebahn geraten. Auf in sozialen Netzwerken verbreiteten Aufnahmen war hinter dem Flugzeug eine Staubwolke zu sehen. Die Maschine konnte dennoch abheben und kehrte rund zwei Stunden später zur Landung zurück. Dabei wurde Rauch im Bereich des Fahrwerks beobachtet. Verletzte gab es nicht.

Ein vorläufiger Bericht der vietnamesischen Luftfahrtbehörden deutete auf ein technisches Problem hin. Nach Angaben der Piloten konnte die Boeing während des Startlaufs für etwa zwei Sekunden nicht wie erwartet weiter beschleunigen.

Anschließend erreichte das Flugzeug zunächst die für den Start notwendige Geschwindigkeit, bevor diese erneut zurückging. Da die verbleibende Landebahnlänge für einen sicheren Startabbruch nicht mehr ausreichte, setzte die Besatzung den Start fort. Der Pilot erhöhte die Triebwerksleistung auf das Maximum und brachte die Maschine in die Luft.

Lesen Sie auch: Ein Eurowings-Flug von Stuttgart nach Wien kehrte nach einem Blitzeinschlag um. An Bord waren 106 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

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