Startseite AktuellesRussland hält groß angelegte Übungen im Pazifik mit 13.000 Soldaten, rund 60 Schiffen, Flugzeugen und „Kalibr“-Raketen ab.

Russland hält groß angelegte Übungen im Pazifik mit 13.000 Soldaten, rund 60 Schiffen, Flugzeugen und „Kalibr“-Raketen ab.

von Johanna Richter
0 Kommentare
Russland hält groß angelegte Übungen im Pazifik mit 13.000 Soldaten, rund 60 Schiffen, Flugzeugen und „Kalibr“-Raketen ab.

Russland hat im Fernen Osten groß angelegte Marinemanöver begonnen, die sich über mehrere Seegebiete im Pazifikraum erstrecken. An den Übungen nehmen mehr als 13.000 Soldaten, rund 60 Kriegsschiffe, U-Boote und Versorgungsschiffe sowie etwa 30 Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen teil. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu focus.

Die Manöver finden im Japanischen Meer, im Ochotskischen Meer sowie im nordwestlichen Teil des Pazifischen Ozeans statt. Im Rahmen einer Übungsphase feuerte das russische Militär zudem einen Marschflugkörper vom Typ „Kalibr“ über eine Entfernung von rund 1.300 Kilometern ab.

Nach Angaben der chinesischen staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua begann die aktive Phase der Übungen am Dienstag. In die vorgesehenen Gebiete wurden Schiffsverbände, Küstenraketeneinheiten und weitere Kräfte der russischen Pazifikflotte verlegt.

Zu den offiziell genannten Zielen gehören die Überprüfung der militärischen Führungsstrukturen, die Koordination zwischen verschiedenen Einheiten der Flotte sowie der praktische Einsatz moderner Präzisionswaffen.

Welche Kräfte Russland bei den Manövern einsetzt

Während der Übungen hat das russische Militär mehrere Marineverbände gebildet, die parallel in unterschiedlichen Einsatzgebieten operieren.

Wie das Fachportal Zona Militar berichtet, sind unter anderem Minenabwehreinheiten, Such- und Angriffsgruppen, Raketenboote sowie Verbände von Überwasserschiffen beteiligt. Eine dieser Gruppen wird vom Raketenkreuzer „Warjag“ angeführt, der zur russischen Pazifikflotte gehört.

Gleichzeitig wurden Einheiten der Küstentruppen in Stellung gebracht. Sie bezogen vorbereitete Feuerpositionen und setzen dabei die Küstenraketensysteme „Bal“ und „Bastion“ ein.

Die Übungen sind so organisiert, dass Schiffe, Luftstreitkräfte und Küsteneinheiten gleichzeitig operieren. Das Militär überprüft dabei unter anderem den Informationsaustausch zwischen den Verbänden, die gemeinsame Zielerfassung und die Koordination von Angriffen unter komplexen Einsatzbedingungen.

Korvette „Gremjaschtschi“ feuert „Kalibr“-Rakete ab

Ein eigener Abschnitt der Manöver war dem Abschuss eines seegestützten Marschflugkörpers vom Typ „Kalibr“ gewidmet. Nach russischen Angaben wurde die Rakete von der Korvette „Gremjaschtschi“ aus dem Gebiet der Awatscha-Bucht abgefeuert.

Das Geschoss war auf ein Bodenziel auf dem Testgelände Kura auf Kamtschatka gerichtet. Die Entfernung zwischen dem Startgebiet und dem Ziel betrug rund 1.300 Kilometer.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Rakete habe die vorgegebene Route zurückgelegt und das Übungsziel zum vorgesehenen Zeitpunkt getroffen.

Nach Angaben von Zona Militar erfolgte der Abschuss unter Bedingungen intensiver elektronischer Störmaßnahmen. Damit sollte eine Situation simuliert werden, in der Navigations- und Kommunikationssysteme starken elektronischen Beeinträchtigungen ausgesetzt sind.

Während der Raketenübung sicherten Schiffe und Hilfsschiffe der Pazifikflotte das betroffene Seegebiet ab. Für die Dauer der Manöver galten dort auch Einschränkungen für die zivile Schifffahrt und den Flugverkehr.

Übungen im Japanischen und Ochotskischen Meer

Die Manöver konzentrieren sich nicht auf ein einzelnes Gebiet, sondern werden gleichzeitig auf mehreren Achsen durchgeführt. Russische Einheiten trainieren die Verlegung von Schiffsgruppen, das Einlaufen in festgelegte Einsatzgebiete, die Zusammenarbeit mit der Luftwaffe sowie den Einsatz von Küstenraketensystemen.

Ein erheblicher Teil der Kräfte ist im Japanischen Meer und im Ochotskischen Meer aktiv. Weitere Übungsabschnitte finden im nordwestlichen Pazifik sowie vor der Halbinsel Kamtschatka statt.

Dieses Format ermöglicht es, gleichzeitig die Arbeit von Stäben und Einheiten zu testen, die über große Entfernungen voneinander operieren. Neben Überwasserschiffen und U-Booten sind auch Flugzeuge, Drohnen und Küstenraketentruppen an den Übungen beteiligt.

Lesen Sie auch: Bei Niedrigwasser in Budapest wurden in der Donau zwei Wehrmachtssoldaten, ein DKW-Motorrad, Minen und weitere Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Das könnte dir auch gefallen