Schwere Gewitter und intensive Niederschläge haben in mehreren Regionen Österreichs Überschwemmungen und Muren ausgelöst. Besonders angespannt ist die Lage in den Bergregionen Tirols und im Bundesland Salzburg, wo Bäche über die Ufer traten und Rettungskräfte Touristen evakuieren mussten. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.
Starkregen löst Muren in Tirol aus
Die Unwetter in Österreich haben örtliche Überschwemmungen, überflutete Straßen und mehrere Muren verursacht. Nach Angaben der Tiroler Polizei waren vor allem die westlichen Bergregionen des Landes betroffen.
Im bei Urlaubern beliebten Zillertal gingen am Vorabend gleich drei Muren an Berghängen ab. Wegen großer Mengen Schlamm waren einzelne Straßen zeitweise nicht passierbar.
Einsatzkräfte waren in mehreren Orten damit beschäftigt, die Folgen des Unwetters zu beseitigen und Verkehrswege wieder freizuräumen.
In Salzburg treten Bäche über die Ufer
Auch im Bundesland Salzburg entwickelte sich die Lage stellenweise kritisch. Nach den starken Niederschlägen stiegen kleinere Flüsse und Gebirgsbäche innerhalb kurzer Zeit stark an und traten örtlich über die Ufer.
Besonders betroffen war die Gegend um Uttendorf. Wie der österreichische Rundfunk ORF unter Berufung auf die Landesfeuerwehr berichtete, trat der Tobersbach über die Ufer.
Das Wasser floss über Straßen, Höfe und landwirtschaftliche Flächen. Rettungs- und Feuerwehrkräfte waren in der betroffenen Region die gesamte Nacht über im Einsatz.
Überflutete Straßen und Keller in Innsbruck und Kitzbühel
In Innsbruck und Kitzbühel rückten Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen wegen überfluteter Keller und Straßenabschnitte aus.
Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, wurden in diesen Gebieten keine Verletzten gemeldet.
Durch den heftigen Regen stiegen die Wasserstände innerhalb kurzer Zeit deutlich an und sorgten für Probleme im Straßenverkehr sowie bei den Arbeiten der kommunalen Dienste.
Touristen bei Bad Gastein mit Hubschrauber evakuiert
Das Unwetter traf auch die bekannten Ferienorte Dorfgastein und Bad Gastein. Dort wurden ebenfalls Murenabgänge registriert.
Nach Angaben des ORF waren in einer Berghütte nahe Bad Gastein insgesamt elf Menschen durch die Folgen des Unwetters eingeschlossen.
Sechs Wanderer wurden am Donnerstagabend mit einem Hubschrauber ausgeflogen. Die Mitarbeiter der Berghütte blieben vor Ort.
Starkregen in Österreich: Wo die Lage besonders angespannt ist
Die meisten Meldungen über schwere Unwetterschäden kommen derzeit aus den westlichen und alpinen Regionen Österreichs. Betroffen sind unter anderem das Zillertal, Innsbruck, Kitzbühel, Uttendorf, Dorfgastein und Bad Gastein.
Die Einsatzkräfte reagieren auf Überschwemmungen, Murenabgänge, blockierte Straßen und stark steigende Wasserstände in Gebirgsbächen.
Vor den Unwettern wurde in Österreich Rekordhitze gemessen
Der Wetterumschwung folgte auf eine Phase mit außergewöhnlich hohen Temperaturen.
Am Mittwoch wurden in Bad Deutsch-Altenburg nahe der slowakischen Grenze 41,2 Grad Celsius gemessen. Damit wurde dort innerhalb weniger Tage bereits der zweite historische Temperaturhöchstwert registriert.
Österreich und weitere Teile Mitteleuropas stehen Anfang August unter dem Einfluss einer ausgeprägten Hitzewelle und anhaltender Trockenheit, die regional von schweren Gewittern und intensiven Niederschlägen unterbrochen wird.
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