Die polnisch-ukrainischen Beziehungen stehen nach der Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers abzuerkennen, im Mittelpunkt einer neuen politischen Debatte. Aus Protest gegen diesen Schritt haben mehrere ehemalige ukrainische Präsidenten ihre polnischen Staatsauszeichnungen nach Warschau zurückgeschickt. Zu ihnen gehören Leonid Kutschma, Wiktor Juschtschenko und Petro Poroschenko. Gleichzeitig rief Selenskyj dazu auf, eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen beiden Ländern zu vermeiden. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu faz.net.
Ehemalige ukrainische Präsidenten schicken ihre Auszeichnungen zurück
Nach Bekanntwerden der Entscheidung gegenüber Wolodymyr Selenskyj gingen in Warschau mehrere Pakete mit staatlichen Auszeichnungen ein, die zuvor an ukrainische Politiker verliehen worden waren. Die ehemaligen Präsidenten der Ukraine, Leonid Kutschma, Wiktor Juschtschenko und Petro Poroschenko, gaben ihre Orden des Weißen Adlers zurück.
Nach Angaben polnischer Medien wollten sie damit ihre Ablehnung der Entscheidung gegenüber dem amtierenden ukrainischen Staatsoberhaupt zum Ausdruck bringen. Der Orden des Weißen Adlers ist die höchste staatliche Auszeichnung Polens und wird traditionell an Persönlichkeiten verliehen, die einen besonderen Beitrag zu den internationalen Beziehungen und zur Zusammenarbeit mit Polen geleistet haben.
Poroschenko bezeichnet Entscheidung als Fehler
Petro Poroschenko, selbst Träger des Ordens des Weißen Adlers, erklärte, die Aberkennung der Auszeichnung für Selenskyj sei ein Fehler gewesen. Seiner Ansicht nach könnte dieser Schritt das Klima der bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Polen belasten.
Der ehemalige Präsident betonte, dass die polnisch-ukrainische Partnerschaft weiterhin ein wichtiger Bestandteil der regionalen Sicherheit und Zusammenarbeit bleiben müsse. Deshalb sollten umstrittene Entscheidungen nicht zu zusätzlichen Spannungen zwischen den beiden Staaten führen.
Selenskyj warnt vor weiterer Eskalation
Vor dem Hintergrund der kontroversen Diskussion rief Wolodymyr Selenskyj dazu auf, eine weitere Zuspitzung des Konflikts zu verhindern. Der ukrainische Präsident betonte die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs zwischen Kyjiw und Warschau.
Seine Erklärung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem die Entwicklung sowohl in politischen Kreisen als auch in den Medien beider Länder intensiv diskutiert wird. Trotz der Kritik an der Entscheidung der polnischen Seite forderte Selenskyj dazu auf, den Fokus auf die Zusammenarbeit und die gemeinsamen Herausforderungen zu richten, vor denen beide Staaten stehen.
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