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Tragödie in der Luftfahrt: Ermittler bergen Wrackteile nach tödlichem Hubschrauber-Crash in New Jersey

Nach dem tragischen Zusammenstoß zweier Hubschrauber in Hammonton, New Jersey, haben Spezialisten mit der Bergung der Trümmer begonnen. Bei dem Unfall kamen zwei erfahrene Piloten ums Leben, die eng befreundet waren.

von Wolfgang Baumer
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Tragödie in der Luftfahrt: Ermittler bergen Wrackteile nach tödlichem Hubschrauber-Crash in New Jersey

Ein schweres Unglück erschüttert die Luftfahrtgemeinde in New Jersey. Nach der Kollision zweier Hubschrauber in der Luft, bei der zwei Piloten ihr Leben verloren, tritt die Untersuchung nun in eine entscheidende Phase ein. Experten der Verkehrsbehörden haben am Dienstag mit der Bergung der Wrackteile begonnen, um die Ursache der Katastrophe zu rekonstruieren.

Es sind Bilder der Zerstörung, die sich den Einsatzkräften auf einem Feld nahe Hammonton bieten. Wie die Redaktion von das Unternehmer wissen berichtet, konzentrieren sich die Arbeiten der US-amerikanischen Transportsicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) nun darauf, die Überreste der beiden Maschinen zu sichern. Der Vorfall, der sich am Sonntagmorgen ereignete, wirft viele Fragen auf, insbesondere da es sich bei den verunglückten Piloten um erfahrene Flieger und enge Freunde handelte.

Ein schweres Unglück erschüttert die Luftfahrtgemeinde in New Jersey.
Ein schweres Unglück erschüttert die Luftfahrtgemeinde in New Jersey.

Der Beginn der schwierigen Bergungsarbeiten

Am Dienstagvormittag begannen spezialisierte Bergungsteams damit, die Trümmer der beiden Hubschrauber vom Absturzort zu entfernen. Das Trümmerfeld erstreckt sich über eine Länge von fast 100 Metern (ca. 100 Yards). Die Sicherung der Wrackteile ist ein logistischer Kraftakt, aber essenziell für die weitere Ermittlungsarbeit. Die deformierten Rümpfe und Rotoren werden in eine gesicherte Einrichtung transportiert, wo sie unter Laborbedingungen genauer untersucht werden können.

Das Ziel der NTSB-Ermittler ist es, technische Defekte entweder zu bestätigen oder auszuschließen. Da beide Hubschrauber – Modelle der Marke Enstrom – in der Luft kollidierten, liegt ein besonderes Augenmerk auf den Flugdaten und der Frage, wie es zu diesem fatalen „Mid-air collision“ kommen konnte. Ein vorläufiger Bericht der Behörde wird in etwa 30 Tagen erwartet, während die endgültige Klärung der Ursache bis zu einem Jahr dauern kann.

Ein Verlust für die lokale Gemeinschaft

Hinter den technischen Details der Bergung steht ein tiefes menschliches Drama. Die beiden Piloten, Kenneth Kirsch (65) und Michael Greenberg (71), waren in der lokalen Fliegerszene von Hammonton bekannt und beliebt. Berichten zufolge hatten sie kurz vor dem verhängnisvollen Flug noch gemeinsam gefrühstückt. Sie galten als unzertrennliche Fliegerfreunde, die oft gemeinsam starteten.

Augenzeugenberichten zufolge flogen die beiden Maschinen in Formation oder zumindest sehr nah beieinander, bevor es zum Zusammenstoß kam. Einer der Hubschrauber fing nach dem Aufprall Feuer. Während einer der Piloten noch an der Unfallstelle verstarb, erlag der zweite wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Fokus auf „See and Avoid“

In der Luftfahrt gilt das Prinzip „See and Avoid“ (Sehen und Ausweichen) als oberste Regel für Sichtflüge. Die Ermittler werden nun prüfen, ob tote Winkel, Sonnenblendung oder eine Fehleinschätzung der Distanz zu dem Unglück führten. Die genaue Analyse der Wrackteile, die nun abtransportiert werden, soll Aufschluss darüber geben, ob es vor dem Zusammenstoß bereits mechanische Probleme gab oder ob es sich um rein menschliches Versagen handelte.

Für die Angehörigen und die Gemeinschaft am Hammonton Municipal Airport bleibt nach dem Abtransport der Wracks die Stille und die Trauer um zwei leidenschaftliche Piloten, die ihr Hobby mit dem Leben bezahlten.

Informationen basieren auf dem Bericht von CBS News

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