Startseite AktuellesIn Niedersachsen wird ein wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilter Mann gesucht. Der 42-Jährige floh während eines begleiteten Ausgangs aus dem Justizvollzug.

In Niedersachsen wird ein wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilter Mann gesucht. Der 42-Jährige floh während eines begleiteten Ausgangs aus dem Justizvollzug.

von Johanna Richter
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In Niedersachsen wird ein wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilter Mann gesucht. Der 42-Jährige floh während eines begleiteten Ausgangs aus dem Justizvollzug.

In Deutschland läuft weiterhin die intensive Suche nach einem 42-jährigen verurteilten Mörder, der während eines überwachten Ausgangs in Niedersachsen entkommen ist. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen und der Überprüfung möglicher Aufenthaltsorte konnte sein Aufenthaltsort bislang nicht ermittelt werden. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu web.de.

Flucht während eines begleiteten Ausgangs

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag im Ortsteil Vöhrum bei Peine. Der Häftling befand sich im Rahmen eines genehmigten Ausgangs unter Aufsicht von Justizbediensteten. Während des Ausflugs besuchte er die Wohnung seiner Mutter.

Mörder während begleiteten Ausgangs geflohen: Polizei fahndet öffentlich nach Verurteilter

Nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums nutzte der Mann einen Halt an einer nahegelegenen Autowerkstatt, um auf einem Motorrad zu fliehen. Danach verlor sich seine Spur.

Am Mittwoch veröffentlichten die Polizei und das Landeskriminalamt Fahndungsfotos sowie weitere Informationen zu dem Flüchtigen und leiteten eine öffentliche Fahndung ein.

Lebenslange Haftstrafe wegen Mordes

Der gesuchte deutsche Staatsbürger verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter Vergewaltigung unter erschwerenden Umständen.

Im Jahr 2010 tötete er die 23-jährige Melanie aus Peine, nachdem sie seine sexuellen Annäherungsversuche zurückgewiesen hatte. Die Tat sorgte weit über die Region hinaus für Entsetzen.

2011 verurteilte das Landgericht Hildesheim den Mann wegen Mordes und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Damit wurde eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren Haft praktisch ausgeschlossen. Der Täter hatte die Tat gestanden.

Ermittler prüfen mögliche Aufenthaltsorte

Die Fahnder überprüfen derzeit verschiedene Hinweise und mögliche Kontaktpersonen des Flüchtigen. Neben dem Raum Peine wird auch die Stadt Kassel in Hessen als möglicher Aufenthaltsort untersucht.

Nach Angaben des Landeskriminalamts laufen Vernehmungen sowie weitere Ermittlungsmaßnahmen. Details zu den laufenden Untersuchungen wurden nicht bekannt gegeben.

Der aktuelle Ausgang war bereits der 38. begleitete Ausgang des Häftlings seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge waren ohne Zwischenfälle verlaufen.

Polizei warnt vor Annäherung

Laut den Behörden ist der Gesuchte 42 Jahre alt, etwa 1,92 Meter groß und rund 130 Kilogramm schwer. Zum Zeitpunkt seiner Flucht trug er eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck „Metallica“, schwarze Cargo-Hosen und schwarze Schuhe.

Der Mann hat kurze Haare und einen Bart. Die Polizei warnt davor, sich dem Flüchtigen zu nähern oder eigenständig einzugreifen, da er als potenziell gefährlich eingestuft wird.

Wer den Gesuchten sieht, soll umgehend die Polizei über den Notruf informieren. Gleichzeitig betonen die Ermittler, dass derzeit keine konkreten Hinweise auf eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung in Peine oder Kassel vorliegen.

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