Startseite AktuellesEine Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-C-Werten und Veränderungen im Gehirn älterer Menschen, die mit Gedächtnisverlust verbunden sein könnten.

Eine Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-C-Werten und Veränderungen im Gehirn älterer Menschen, die mit Gedächtnisverlust verbunden sein könnten.

von Johanna Richter
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Eine Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-C-Werten und Veränderungen im Gehirn älterer Menschen, die mit Gedächtnisverlust verbunden sein könnten.

Wissenschaftler haben einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-C-Spiegel und strukturellen Veränderungen im Gehirn von Menschen ab 65 Jahren festgestellt. Die Ergebnisse einer neuen Studie deuten darauf hin, dass ein Mangel an diesem Vitamin mit Prozessen in Verbindung stehen könnte, die den altersbedingten Rückgang der kognitiven Leistungsfähigkeit begleiten. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu health.

Die Studie wurde im Fachjournal PLOS One veröffentlicht. Daran nahmen fast 2.000 ältere Menschen aus Japan teil. Die Forscher analysierten MRT-Aufnahmen des Gehirns und verglichen die Ergebnisse mit den Vitamin-C-Werten im Blut der Teilnehmer.

Was die Forscher herausfanden

Bei Personen mit niedrigen Vitamin-C-Werten wurde ein geringeres Volumen der grauen Substanz festgestellt. Dieser Bereich des Gehirns spielt eine wichtige Rolle für Gedächtnis, Entscheidungsfindung, Lernen und alltägliche Aufgaben.

Darüber hinaus zeigten die Teilnehmer eine verringerte funktionelle Konnektivität im sogenannten Default-Mode-Netzwerk (DMN). Dieses Netzwerk ist aktiv, wenn Menschen nachdenken, Erinnerungen abrufen oder sich mit sich selbst beschäftigen.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Störungen des DMN mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen sowie mit der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit in Verbindung stehen.

Laut Studienautor Tomohiro Shintaku von der Universität Hirosaki gelten sowohl die Verringerung der grauen Substanz als auch die abgeschwächte Vernetzung im DMN als frühe Anzeichen eines altersbedingten kognitiven Abbaus.

Zusammenhang blieb auch nach Berücksichtigung anderer Faktoren bestehen

Die Forscher berücksichtigten verschiedene Einflussfaktoren, darunter Alter, Bildungsstand, Lebensstil sowie Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck.

Auch nach dieser statistischen Anpassung blieb der Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-C-Werten und den beobachteten Gehirnveränderungen bestehen.

Die Autoren betonen jedoch, dass die Studie keinen ursächlichen Zusammenhang nachweisen kann. Der Vitamin-C-Spiegel wurde nur einmal gemessen und spiegelt daher möglicherweise nicht die langfristige Versorgung wider. Zudem wurden einige Faktoren wie der Body-Mass-Index und der sozioökonomische Status nicht berücksichtigt.

Wie Vitamin C das Gehirn unterstützen könnte

Experten erklären, dass Vitamin C als starkes Antioxidans wirkt. Es hilft dabei, freie Radikale zu neutralisieren, die oxidativen Stress und Entzündungen fördern können.

Das Gehirn gilt als besonders empfindlich gegenüber solchen Schäden. Ein ausreichender Vitamin-C-Spiegel könnte daher dazu beitragen, Nervenzellen vor Belastungen durch oxidativen Stress zu schützen.

Darüber hinaus ist Vitamin C an der Funktion wichtiger Enzyme beteiligt und kann die Kommunikation zwischen Gehirnzellen unterstützen.

Welche Lebensmittel besonders viel Vitamin C enthalten

Fachleute weisen darauf hin, dass die meisten Menschen ihren Vitamin-C-Bedarf über die Ernährung decken können.

Zu den wichtigsten Vitamin-C-Quellen gehören:

  • Zitrusfrüchte
  • Kiwi
  • Erdbeeren
  • Paprika
  • Brokkoli
  • Rosenkohl

Die empfohlene Tagesmenge liegt bei etwa 90 Milligramm für Männer und 75 Milligramm für Frauen. Ältere Menschen sind jedoch häufiger von einem Mangel betroffen, da der Körper Nährstoffe im Alter weniger effizient aufnehmen kann.

Die Forscher betonen, dass weitere Langzeitstudien notwendig sind, um die Rolle von Vitamin C für die kognitive Gesundheit genauer zu untersuchen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen jedoch einen deutlichen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-C-Werten und Veränderungen im Gehirn, die mit altersbedingtem Gedächtnis- und Denkabbau in Verbindung gebracht werden.

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