Startseite PolitikDie USA greifen erneut Ziele im Iran an. Teheran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Auch die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich zu.

Die USA greifen erneut Ziele im Iran an. Teheran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Auch die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich zu.

von Johanna Richter
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Die USA greifen erneut Ziele im Iran an. Teheran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Auch die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich zu.

Nur knapp zwei Wochen nach dem Abschluss eines Rahmenabkommens zur Eindämmung der Spannungen ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erneut eskaliert. Die US-Streitkräfte führten neue Angriffe auf iranische Ziele durch und begründeten dies mit einem Angriff auf ein Frachtschiff. Teheran erklärte seinerseits, mit Raketen und Drohnen US-Militäranlagen in den Golfstaaten angegriffen zu haben. Gleichzeitig setzte Israel seine Militärschläge gegen Stellungen der Hisbollah im Südlibanon fort, wodurch sich die Sicherheitslage in der gesamten Region weiter verschärfte. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu handelsblatt.

USA und Iran setzen gegenseitige Angriffe fort

In der Nacht zum Sonntag leitete das US-Zentralkommando eine zweite Angriffswelle gegen Ziele im Iran seit Abschluss des Rahmenabkommens ein. Nach Angaben der US-Streitkräfte wurden Luftverteidigungsstellungen, Drohnenbasen, Überwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenlager und Küstenradaranlagen angegriffen. Washington erklärte, die Operation sei eine Reaktion auf den Angriff auf ein Handelsschiff gewesen.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten dagegen mit, ihre Marine- und Luftstreitkräfte hätten eine groß angelegte Raketen- und Drohnenoperation gegen militärische Einrichtungen der USA durchgeführt. Nach iranischen Angaben seien der Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem in Kuwait sowie die Basis der 5. US-Flotte in Mina Salman in Bahrain getroffen worden. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt bislang nicht vor.

Kuwait und Bahrain bestätigen Luftangriffe

Die kuwaitischen Streitkräfte erklärten, ihre Luftverteidigung habe während der Nacht Raketen- und Drohnenangriffe abgewehrt. Auch Bahrain bestätigte Angriffe mit Raketen und Drohnen.

Das Außenministerium des Königreichs bezeichnete den Vorfall als gefährliche Eskalation und sprach von einer gezielten Serie von Angriffen gegen das Land.

Straße von Hormus bleibt Mittelpunkt der Krise

Ein zentraler Auslöser der erneuten Spannungen bleibt die Lage in der Straße von Hormus. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen Ende Februar hat der Iran den Schiffsverkehr durch Drohungen und Angriffe auf Handelsschiffe erheblich beeinträchtigt und nutzt die wichtige Seeroute weiterhin als Druckmittel in den Verhandlungen.

Obwohl die Wiederöffnung der Schifffahrtsroute ein wesentlicher Bestandteil des Rahmenabkommens war, bestehen weiterhin erhebliche Unklarheiten darüber, unter welchen Bedingungen Schiffe die Meerenge künftig passieren dürfen. Kurz vor den jüngsten Zwischenfällen hatten die iranischen Revolutionsgarden erklärt, dass nur von Teheran festgelegte Schifffahrtsrouten als sicher gelten würden. Anschließend wurde vor der Küste Omans ein Frachtschiff angegriffen. Nach Angaben der britischen Seesicherheitsbehörde wurde am Samstag ein weiteres Handelsschiff von einem Geschoss getroffen.

Iran kündigt vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus an

Während eines Besuchs in Bagdad erklärte Irans Außenminister Abbas Araghtschi, die Straße von Hormus werde innerhalb der kommenden 30 Tage vollständig unter iranische Kontrolle gestellt.

Nach seinen Worten liege die Verantwortung für die Wasserstraße ausschließlich beim Iran. Jeder Versuch, alternative Sicherheitsstrukturen einzurichten oder sich in die Kontrolle einzumischen, werde die Lage weiter verschärfen. Die Zwischenfälle der vergangenen Nächte seien aus seiner Sicht ein Beleg dafür.

Trump droht Iran mit weiteren Militärschlägen

US-Präsident Donald Trump erklärte, die amerikanischen Luftangriffe seien eine Reaktion auf einen erneuten Bruch der Waffenruhe durch den Iran gewesen.

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, sollte Teheran seine Angriffe fortsetzen, könnten die Vereinigten Staaten ihre militärischen Maßnahmen deutlich ausweiten. Zugleich warnte er, dass in einem solchen Fall die Existenz der Islamischen Republik Iran auf dem Spiel stehen könne. Nach Ansicht des US-Präsidenten habe der Iran aus den bisherigen Ereignissen keine Lehren gezogen und verschärfe den Konflikt weiter.

Lesen Sie auch: Pepe Escobar behauptet, Pakistans Geheimdienst habe einen mutmaßlichen Anschlagsplan gegen Asim Munir in der Schweiz aufgedeckt. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.

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