Startseite AktuellesDeutschland erlebt neue Temperaturrekorde. Nach extremer Hitze kündigt der Wetterdienst kräftige Gewitter, Starkregen, Hagel und eine deutliche Abkühlung an.

Deutschland erlebt neue Temperaturrekorde. Nach extremer Hitze kündigt der Wetterdienst kräftige Gewitter, Starkregen, Hagel und eine deutliche Abkühlung an.

von Johanna Richter
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Deutschland erlebt neue Temperaturrekorde. Nach extremer Hitze kündigt der Wetterdienst kräftige Gewitter, Starkregen, Hagel und eine deutliche Abkühlung an.

Nach mehreren Tagen mit außergewöhnlich hohen Temperaturen steht Deutschland vor einem deutlichen Wetterwechsel. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ziehen bereits ab Sonntagnachmittag kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen über Teile des Landes. Zu Beginn der neuen Woche soll die Hitze schrittweise nachlassen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu sueddeutsche.

Meteorologe Markus Beyer erklärte, dass der Sonntag der letzte Tag der extremen Hitzewelle sei. Am Montag und Dienstag werden im Südosten und Südwesten örtlich noch Temperaturen von bis zu 32 Grad erwartet, anschließend sollen die Werte jedoch dauerhaft unter die 30-Grad-Marke sinken. Auch die tropischen Nächte mit Temperaturen über 20 Grad gehen zu Ende, sodass Wohnungen nachts wieder besser abkühlen können.

Hunderte Wetterstationen melden neue Temperaturrekorde

In den vergangenen Tagen erlebte Deutschland eine beispiellose Hitzewelle. Am Samstag wurden in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt 41,5 Grad Celsius gemessen – der höchste jemals in Deutschland registrierte Wert.

Auch in Kubschütz in Sachsen wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Dort sank die Temperatur in der Nacht nicht unter 29,4 Grad, womit die wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet wurde.

Insgesamt meldeten rund 250 Wetterstationen neue Höchstwerte. An 46 Messstationen wurden mindestens 40 Grad erreicht. Für die Lausitz sagte der Deutsche Wetterdienst am Sonntag regional sogar Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus.

Historische Hitzewelle belastet Menschen und Infrastruktur

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes ist eine derart intensive und flächendeckende Hitzewelle für Deutschland historisch. Ursache ist eine sogenannte Omega-Wetterlage, bei der ein stabiles Hochdruckgebiet zwischen zwei Tiefdruckgebieten festliegt. In Verbindung mit dem Klimawandel führte dieses Wetterphänomen zu außergewöhnlich hohen Temperaturen.

Die Auswirkungen der Hitze waren landesweit deutlich spürbar. Die Feuerwehr Dresden verzeichnete am Samstag ihren bislang einsatzreichsten Tag des Jahres. Von insgesamt 318 Einsätzen standen mindestens 18 vermutlich im Zusammenhang mit der Hitze. In Köln appellierte die Feuerwehr an die Bevölkerung, ältere Angehörige und Nachbarn zu kontrollieren, nachdem sieben bewusstlose Personen aus überwiegend Dachgeschosswohnungen gerettet worden waren.

Wegen der hohen Temperaturen wurde außerdem der für Sonntag geplante Halbmarathon in Hamburg auf unbestimmte Zeit verschoben, um die Rettungsdienste zu entlasten.

So wirkt sich die Rekordhitze auf Bahnverkehr und Rettungsdienste aus

Im brandenburgischen Landkreis Prignitz mussten rund 630 Fahrgäste aus einem Zug der České dráhy evakuiert werden. Nachdem ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war, fiel die Stromversorgung aus. Dadurch funktionierten weder die Klimaanlage noch die Türen. Die Temperatur im Zug stieg auf etwa 40 Grad an. Drei Fahrgäste wurden mit Kreislaufproblemen in Krankenhäuser gebracht.

Angesichts der extremen Wetterlage empfahl die Deutsche Bahn, auf nicht notwendige Bahnreisen zu verzichten. Das Unternehmen verwies darauf, dass die hohe Hitze den Schienenverkehr erheblich belastet. Fahrgäste, die ihr Ticket bis zum 23. Juni für eine Reise bis zum 30. Juni gekauft haben, können dieses kostenfrei stornieren.

Lesen Sie auch: Am Siebenschläfertag steigen die Temperaturen in Deutschland auf über 40 Grad. Meteorologen erklären, ob die Hitzewelle tatsächlich sieben Wochen anhalten könnte.

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