Die Polizei prüft die Echtheit eines Fotos, das angeblich eine Korallenschlange zeigt und zuvor eine Warnung für die Bevölkerung von Linz am Rhein ausgelöst hatte. Das Bild wurde von einem Passanten übermittelt. Inzwischen schließen die Ermittler jedoch nicht aus, dass es mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt wurde. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu ga.de.
Polizei warnte Einwohner nach Hinweis eines Passanten
Am Freitag ging bei der Polizei und der örtlichen Verwaltung ein Hinweis auf eine Giftschlange ein, die angeblich im Bereich des Roniger Wegs in Linz am Rhein gesichtet worden war. Ein Passant wandte sich an die zuständigen Behörden im Landkreis Neuwied und übermittelte ein Foto des Tieres.
Nach einer ersten Prüfung des Bildes kamen die örtlichen Behörden zu dem vorläufigen Ergebnis, dass darauf eine Korallenschlange zu sehen sein könnte. Noch am selben Tag veröffentlichte die Polizei eine Warnung und forderte die Bevölkerung auf, sich dem Tier nicht zu nähern und keine Fangversuche zu unternehmen.
Die Warnung wurde zudem über eine offizielle Warn-App verbreitet. Die Einwohner wurden gebeten, Abstand zu halten und eine mögliche Sichtung der Schlange umgehend den Behörden zu melden.
Echtheit des Fotos wird überprüft
Später kamen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des übermittelten Bildes auf. Ein Sprecher der Polizei Koblenz erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass geprüft werde, ob das Foto möglicherweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden sei.
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es keine Bestätigung dafür, dass sich tatsächlich eine Schlange im Bereich des Roniger Wegs befunden hatte. Seit der ursprünglichen Meldung wurde das Tier nicht erneut gesehen. Auch weitere bestätigte Hinweise auf seinen Aufenthaltsort lagen nicht vor.
Die Ermittlungen sollen klären, ob es sich um eine echte Aufnahme oder um ein künstlich erzeugtes Bild handelt. Weitere Angaben zu der Person, die das Foto an die Behörden übermittelt hatte, machte die Polizei zunächst nicht.
Warum der Biss einer Korallenschlange gefährlich ist
In ihrer ursprünglichen Warnung wies die Polizei darauf hin, dass das Gift von Korallenschlangen neurotoxisch wirkt. Es kann die Übertragung von Nervenimpulsen beeinträchtigen und in schweren Fällen zu einer Lähmung der Atemmuskulatur führen.
Nach Angaben der Polizei muss jeder mögliche Biss einer solchen Schlange als medizinischer Notfall behandelt werden. Betroffene benötigen unverzüglich ärztliche Hilfe.
Korallenschlangen gelten in der Regel nicht als aggressiv. Zu Bissen kommt es meist dann, wenn ein Tier berührt, festgehalten oder auf andere Weise bedrängt wird.
Trotz der Zweifel an der Echtheit des Fotos blieb die Warnung zunächst bestehen, bis die Hintergründe vollständig geklärt sind. Die Ermittlungen zur Herkunft des Bildes dauern an.
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