Startseite AktuellesEine Boeing 787 der Lufthansa wurde in Frankfurt schwer beschädigt, nachdem das Bugfahrwerk eingeklappt war. Ermittler prüfen Technikfehler und Wartungsmängel.

Eine Boeing 787 der Lufthansa wurde in Frankfurt schwer beschädigt, nachdem das Bugfahrwerk eingeklappt war. Ermittler prüfen Technikfehler und Wartungsmängel.

von Johanna Richter
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Eine Boeing 787 der Lufthansa wurde in Frankfurt schwer beschädigt, nachdem das Bugfahrwerk eingeklappt war. Ermittler prüfen Technikfehler und Wartungsmängel.

Eine Boeing 787-9 Dreamliner der Lufthansa ist am 5. Juni während der Vorbereitung auf einen Flug nach Los Angeles am Flughafen Frankfurt schwer beschädigt worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 12:45 Uhr Ortszeit, als das Flugzeug noch auf der Parkposition stand. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.

Nach bisherigen Informationen klappte das vordere Fahrwerk plötzlich ein, woraufhin die Maschine mit der Nase auf den Boden aufschlug. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich bereits Crewmitglieder und Mitarbeiter der Fluggesellschaft an Bord. Mehrere Personen wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Zwei Mitarbeiter konnten noch am selben Abend entlassen werden.

Für den Flug nach Los Angeles waren 165 Passagiere eingecheckt, das Boarding hatte jedoch noch nicht begonnen. Lufthansa teilte mit, dass alle Reisenden auf andere Flüge umgebucht wurden.

Ermittler untersuchen mögliche Fehler bei der Fahrwerkswartung

Nach Angaben deutscher Medien wurden vor dem Vorfall technische Kontrollen am Bugfahrwerk durchgeführt. Bei solchen Arbeiten kommen spezielle Sicherungsstifte zum Einsatz, die ein unbeabsichtigtes Einfahren des Fahrwerks verhindern sollen.

Brancheninsider schließen nicht aus, dass bei der Wartung Fehler gemacht wurden. Untersucht wird unter anderem, ob die Sicherungsstifte falsch eingesetzt oder Kontrollabläufe nicht korrekt durchgeführt wurden.

Außerdem prüfen Experten einen möglichen Defekt im Hydrauliksystem des Flugzeugs. Nach Einschätzung von Piloten und Technikern könnte ein Druckverlust dazu geführt haben, dass das Fahrwerk seine Verriegelung verlor.

Ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits mit einer Boeing 787

Im Fokus der Ermittlungen steht auch ein Zwischenfall aus dem Jahr 2021 am Heathrow Airport. Damals sackte eine Boeing 787 der British Airways während Wartungsarbeiten ebenfalls mit der Nase nach vorne ab.

Die Untersuchung ergab später, dass Sicherungsstifte in falsche Öffnungen eingesetzt worden waren. Zudem stellte sich heraus, dass die Konstruktion der Halterungen leicht verwechselt werden konnte. Danach empfahlen Luftfahrtbehörden Änderungen am Sicherungssystem.

Flugzeug könnte irreparabel beschädigt sein

Nach Informationen aus Branchenkreisen hatte die betroffene Dreamliner-Maschine erst rund 1000 Flugstunden absolviert und galt praktisch als neu. Experten schließen nicht aus, dass der Aufprall Schäden am Kohlefaser-Rumpf verursacht hat. Sollten dort Risse festgestellt werden, könnte das Flugzeug als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuft werden.

Die genaue Ursache des Vorfalls ist bislang nicht geklärt. Die Ermittlungen der Luftfahrtbehörden und technischen Experten dauern an.

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