Auf der Autobahn A23 nahe Wacken hat sich am Donnerstag, dem 30. Juli, ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Dabei brannte ein Wohnmobil vollständig aus. Drei Menschen erlitten leichte Verletzungen. Der Fahrer eines Autos, dessen Fahrmanöver den Unfall ausgelöst haben könnte, entfernte sich vom Unfallort. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu kn-online.
Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 12.30 Uhr auf dem Abschnitt zwischen Schenefeld und Hanerau-Hademarschen. Wegen des Feuers, der Rettungsarbeiten und der umfangreichen Aufräummaßnahmen blieb die Fahrbahn in Richtung Norden mehrere Stunden gesperrt.
Missglücktes Überholmanöver führte zur Kollision
Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei setzte ein Autofahrer zum Überholen des Wohnmobils an. Dabei übersah er offenbar ein weiteres Fahrzeug, das sich von hinten näherte.
Der Fahrer dieses Wagens musste auf das gefährliche Manöver reagieren, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen das Wohnmobil, das auf der rechten Spur unterwegs war.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Wohnmobil gegen die Leitplanke und anschließend gegen einen Baum geschleudert. Danach geriet es in Brand und wurde vollständig zerstört. Trümmer und persönliche Gegenstände der Insassen verteilten sich über die Fahrbahn.
Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Straßenmeisterei waren im Einsatz.
Mutter und zwei Töchter saßen im Wohnmobil
Nach Angaben der Polizei befanden sich eine Mutter und ihre beiden Töchter in dem Wohnmobil. Alle drei konnten das beschädigte Fahrzeug verlassen und erlitten nur leichte Verletzungen.
Der Rettungsdienst versorgte die Betroffenen vor Ort. Der Fahrer des Autos, das direkt mit dem Wohnmobil kollidierte, blieb unverletzt.
Das Wohnmobil und der größte Teil des mitgeführten Eigentums wurden vollständig zerstört. Die geplante Familienreise endete damit auf der Autobahn.
Fahrer entfernte sich vom Unfallort
Der Autofahrer, der zu dem Überholmanöver angesetzt hatte, blieb nach dem Unfall nicht vor Ort. Nach Angaben von Zeugen gingen mehrere Personen auf sein Fahrzeug zu. Daraufhin fuhr der Mann plötzlich los und entfernte sich.
Die Polizei leitete eine Fahndung ein. Die Ermittler versuchen nun, die Identität des Fahrers, seine Fluchtrichtung und den genauen Ablauf des Überholmanövers zu klären.
Auch Zeugenhinweise sowie mögliche Aufnahmen von Dashcams könnten für die Ermittlungen ausgewertet werden.
Verkehr auf der A23 am Abend wieder freigegeben
Wegen der zahlreichen Trümmer, der Schäden an der Fahrbahn und der Bergung des ausgebrannten Wohnmobils wurde die A23 in Richtung Norden vollständig gesperrt.
Der Verkehr wurde über Kaaks, Mehlbek und Aasbüttel umgeleitet. Auf den umliegenden Straßen kam es dadurch zu erheblichen Verzögerungen und Staus.
Nach Angaben der Polizei konnten die Fahrstreifen in Richtung Norden gegen 17.15 Uhr wieder freigegeben werden. Die Ermittlungen zum Unfall sowie die Suche nach dem geflüchteten Fahrer dauern an.
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