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Ladenschluss an Silvester: Bis wann Sie am 31. Dezember noch einkaufen können

Der 31. Dezember fällt in diesem Jahr auf einen Wochentag. Doch wie lange haben Supermärkte und Discounter tatsächlich geöffnet? Ein Überblick über die rechtliche Lage und die Pläne der großen Handelsketten für den Jahreswechsel.

von Wolfgang Baumer
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Ladenschluss an Silvester: Bis wann Sie am 31. Dezember noch einkaufen können

Jedes Jahr stellt sich kurz vor dem Jahreswechsel die gleiche Frage: Wie lange haben die Geschäfte eigentlich auf? Wer noch Raclette-Käse, Sekt oder Pfannkuchen für die Silvesterparty benötigt, muss sich in diesem Jahr auf verkürzte Öffnungszeiten einstellen, auch wenn der Tag kein gesetzlicher Feiertag ist.

Der 31. Dezember ist arbeitsrechtlich und kalendarisch ein normaler Werktag, sofern er nicht auf einen Sonntag fällt. Dennoch gelten besondere Regelungen, die den Einzelhandel betreffen und die jeder Verbraucher kennen sollte. Wie die Redaktion von das Unternehmer wissen analysiert, herrscht oft Unsicherheit darüber, bis wann die Türen der Supermärkte und Discounter tatsächlich offenstehen. Die gesetzlichen Vorgaben variieren je nach Bundesland, und auch die großen Handelsketten handhaben den „halben Tag“ unterschiedlich.

Die rechtliche Lage: Was das Ladenschlussgesetz vorschreibt

Grundsätzlich regeln die Ladenschlussgesetze der einzelnen Bundesländer, wie lange Geschäfte geöffnet sein dürfen. In den meisten Bundesländern gilt die Regelung, dass Verkaufsstellen am 31. Dezember bis 14:00 Uhr geöffnet sein dürfen. Dies betrifft die Zeitspanne von 6:00 bis 14:00 Uhr. Es gibt jedoch föderale Unterschiede:

  • Bayern und Saarland: Hier gilt eine Schließzeit ab 20:00 Uhr, allerdings machen die meisten Geschäfte freiwillig früher zu.
  • Bremen, Hessen, Thüringen: Hier greifen spezifische Regelungen, die meist ebenfalls eine Schließung am frühen Nachmittag vorsehen (oft 14:00 Uhr).
  • Sachsen: Hier dürfen Geschäfte theoretisch bis 22:00 Uhr öffnen, was jedoch in der Praxis an Silvester kaum Anwendung findet.

Trotz dieser gesetzlichen Rahmenbedingungen entscheiden sich die meisten Betreiber für eine einheitliche Schließung am frühen Nachmittag, um auch ihren Mitarbeitern die Vorbereitung auf den Jahreswechsel zu ermöglichen.

So planen Aldi, Lidl, Rewe und Edeka

Die großen Discounter und Supermarktketten orientieren sich in der Regel an der 14-Uhr-Marke, doch es gibt Ausnahmen, auf die Kunden achten sollten:

  • Aldi Nord und Aldi Süd: Die meisten Filialen öffnen bereits um 7:00 Uhr morgens und schließen bundesweit um 13:30 Uhr oder 14:00 Uhr. Vereinzelt kann es lokale Abweichungen geben.
  • Lidl: Auch hier ist der Einkauf in der Regel bis 14:00 Uhr möglich. Aushänge in den Filialen informieren über genaue Zeiten.
  • Rewe und Edeka: Hier ist die Situation komplexer. Da viele Märkte von selbstständigen Kaufleuten geführt werden, können diese im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten selbst entscheiden. Während Regiemärkte oft um 14:00 Uhr schließen, haben manche inhabergeführte Filialen eventuell nur bis 13:00 Uhr geöffnet – oder in seltenen Fällen etwas länger.
  • Drogerien (dm, Rossmann): Auch hier schließen die meisten Filialen am frühen Nachmittag, meist gegen 14:00 Uhr. Filialen in Bahnhöfen können abweichende Zeiten haben.

Ausnahmen für Spätentschlossene

Wer es bis 14:00 Uhr nicht geschafft hat, die letzten Besorgungen zu erledigen, steht nicht zwangsläufig vor verschlossenen Türen. Bestimmte Verkaufsstellen sind von den strikten Ladenschlusszeiten ausgenommen. Dazu gehören vor allem Supermärkte und Geschäfte in großen Bahnhöfen, an Flughäfen und Fährhäfen. Diese dürfen oft bis in die Abendstunden Reisebedarf und Lebensmittel verkaufen. Auch Tankstellen sind eine Anlaufstelle für vergessene Getränke oder Snacks, wenngleich zu deutlich höheren Preisen. Bäckereien dürfen ebenfalls teilweise abweichend öffnen, schließen jedoch an Silvester oft ebenfalls um die Mittagszeit, sobald die Ware abverkauft ist.

Informationen basieren auf dem Bericht von Bild.de

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