Am 13. Oktober 2026 wurde der Flughafen Nürnberg wegen eines möglichen Entführungsalarms an Bord eines Passagierflugzeugs vorübergehend gesperrt. Die Maschine der Fluggesellschaft Corendon Airlines war von der griechischen Insel Korfu unterwegs und wurde von zwei Eurofighter-Kampfjets begleitet. Nach der Landung rückten Polizei, Feuerwehr und Spezialeinsatzkräfte an. Bei den anschließenden Kontrollen konnten die Behörden keine Gefahr feststellen. Gegen 13:30 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.
Warum wurde der Flughafen Nürnberg am 13. Oktober gesperrt?
Auslöser des Großeinsatzes war ein Notfallsignal aus einem Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Corendon Airlines. Die Maschine führte den Flug XR456 von Korfu nach Nürnberg durch. Die planmäßige Landung war für etwa 12:15 Uhr vorgesehen.
Während des Fluges wurde aus dem Cockpit der Transpondercode 7500 übermittelt. Dieser Code wird in der internationalen Luftfahrt verwendet, um auf einen rechtswidrigen Eingriff in den Flugbetrieb hinzuweisen, insbesondere auf eine mögliche Flugzeugentführung.
Zusätzliche Besorgnis löste die Tatsache aus, dass die Flugsicherung keinen Funkkontakt zum Piloten herstellen konnte. Daraufhin leiteten die zuständigen Behörden Sicherheitsmaßnahmen ein.
Nach Angaben der Flugverfolgungsplattform Flightradar24 landete das Flugzeug um 12:16 Uhr sicher in Nürnberg. Trotz der erfolgreichen Landung dauerten die Sicherheitskontrollen am Flughafen noch mehr als eine Stunde.
Eurofighter begleiteten Passagiermaschine bis nach Nürnberg
Als Reaktion auf die mögliche Bedrohung stiegen zwei Eurofighter-Kampfjets auf. Sie begleiteten die Passagiermaschine auf dem letzten Abschnitt ihres Fluges zum Flughafen Nürnberg.
Nach der Landung wurden zahlreiche Einsatzkräfte zum Flugzeug geschickt. Auf dem Flughafengelände waren mehrere Feuerwehrfahrzeuge, Polizeibeamte und Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) im Einsatz.
Die Polizei überprüfte die Hintergründe des Vorfalls und befragte die Besatzung. Auch Passagiere wurden zu den Umständen des Fluges befragt.
Gegen 13:30 Uhr durften die Reisenden das Flugzeug verlassen. Berichte über Verletzte oder eine tatsächlich erfolgte Entführung lagen nicht vor.
Flughafen Nürnberg nimmt Flugbetrieb nach Großeinsatz wieder auf
Während des Polizeieinsatzes wurde der Flughafen Nürnberg vorübergehend für Starts und Landungen gesperrt. Die Einschränkungen betrafen insbesondere Maschinen, die kurz nach dem Zwischenfall in Nürnberg eintreffen sollten.
Mehrere Flugzeuge wurden zu anderen deutschen Flughäfen umgeleitet:
- Frankfurt am Main
- Memmingen
- Stuttgart
- München
Nach Abschluss der Sicherheitsüberprüfungen gab die Polizei Mittelfranken Entwarnung. Die Kontrollen vor Ort hätten ergeben, dass keine Gefahr bestehe.
Kurz nach 13:30 Uhr konnten Flugzeuge wieder regulär starten und landen.
Die Ermittlungen zur Ursache des übermittelten Transpondercodes 7500 dauerten zunächst an. Die Behörden prüften unter anderem, ob der Alarm durch eine fehlerhafte Eingabe oder eine technische Störung ausgelöst worden sein könnte.
Eine endgültige Erklärung für den Vorfall lag zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht vor.
Bereits in der Nacht sorgte eine mögliche Drohne für Störungen
Dem Zwischenfall mit dem Passagierflugzeug war ein weiterer Vorfall vorausgegangen, der ebenfalls Auswirkungen auf den Flugverkehr in Nürnberg hatte.
In der Nacht zum 13. Oktober meldeten drei Piloten unabhängig voneinander ein unbekanntes Flugobjekt in der Nähe des Flughafens. Die Beobachtungen erfolgten zwischen etwa 2:00 und 4:00 Uhr während des Starts beziehungsweise des Landeanflugs.
Nach ersten Einschätzungen könnte es sich um eine Drohne gehandelt haben. Aufgrund der Meldungen wurde der Flugbetrieb zeitweise eingeschränkt.
Die Grenzpolizei leitete eine Suche ein, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde. Das verdächtige Objekt konnte jedoch nicht gefunden werden.
Ein Zusammenhang zwischen den nächtlichen Drohnenmeldungen und dem späteren Entführungsalarm an Bord der Corendon-Airlines-Maschine wurde nicht bestätigt.
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