Prinzessin Märtha Louise und ihr Ehemann Durek Verrett haben in den USA eine umfangreiche Klage gegen mehrere frühere Vertraute eingereicht. Das Paar wirft den Beklagten unter anderem Verleumdung, die Verbreitung falscher Behauptungen und Verstöße gegen Verschwiegenheitsvereinbarungen vor. Die geltend gemachten Forderungen bewegen sich insgesamt in einer Größenordnung von mehr als 80 Millionen US-Dollar. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu n-tv.
Vier frühere Vertraute werden verklagt
Die Klage wurde beim Los Angeles County Superior Court eingereicht. Neben Märtha Louise und Durek Verrett tritt auch Verretts Unternehmen Ohana Productions LLC als Kläger auf.
Das Verfahren richtet sich gegen vier namentlich genannte Personen aus Verretts früherem persönlichen und geschäftlichen Umfeld. Dazu gehören seine Halbschwester, eine frühere Partnerin beziehungsweise ein früherer Partner sowie ehemalige Freunde, Manager und Geschäftspartner. Darüber hinaus werden in den Unterlagen zehn bislang nicht identifizierte Personen oder Akteure aufgeführt.
Die Klageschrift ist auf den 14. September datiert und umfasst einschließlich der Anlagen 242 Seiten. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf eines langfristigen Vertrauensbruchs. Nach Darstellung der Kläger sollen ehemalige Vertraute über mehrere Jahre hinweg falsche und rufschädigende Aussagen verbreitet haben.
Paar spricht von erheblichen finanziellen Schäden
Der Rechtsstreit dreht sich nicht allein um mögliche Rufschäden. Märtha Louise und Verrett machen geltend, dass die Vorgänge erhebliche wirtschaftliche Folgen für sie gehabt hätten.
Besonders stark sollen Verretts geschäftliche Aktivitäten betroffen sein. In einzelnen Bereichen seien seine Einnahmen nach Angaben in der Klage um bis zu 96 Prozent zurückgegangen. Bezahlte Vorträge seien nahezu vollständig weggefallen. Zudem seien Möglichkeiten für Fernsehauftritte, Sponsoring und andere kommerzielle Kooperationen verloren gegangen.
Auch Märtha Louise macht finanzielle Schäden geltend. Ihr kommerzieller Wert sei beeinträchtigt worden, gleichzeitig habe sich die Zahl beruflicher Angebote reduziert.
Forderungen liegen bei mehr als 80 Millionen Dollar
Die einzelnen Schadenersatzforderungen fallen entsprechend hoch aus. Durek Verrett verlangt mehr als 30 Millionen Dollar, Märtha Louise mehr als 20 Millionen Dollar. Für Ohana Productions werden ebenfalls Forderungen von mehr als 30 Millionen Dollar erhoben.
Die Beträge können allerdings nicht ohne Weiteres zu einer Gesamtsumme addiert werden, da sich einzelne Ansprüche überschneiden könnten. Dennoch gehört das Verfahren aufgrund der genannten Summen zu einem erheblichen finanziellen Rechtsstreit für das Paar.
Märtha Louises Managerin bestätigte, dass die Klage eingereicht worden sei. Die weitere Kommunikation zum Verfahren soll über die amerikanischen Anwälte erfolgen. Nach Darstellung eines Rechtsvertreters sollen die gegen das Paar erhobenen Vorwürfe nun vor Gericht geprüft werden.
Berichte in norwegischen Medien spielen eine Rolle
Ein Teil des Konflikts steht im Zusammenhang mit Veröffentlichungen in norwegischen Boulevardmedien. Bereits 2025 hatte Verrett den norwegischen Presserat PFU wegen mehrerer Beiträge eingeschaltet.
Dabei ging es unter anderem um die Veröffentlichung eines Nacktfotos und um Berichte über Missbrauchsvorwürfe. Das betroffene Medium wurde in beiden Fällen gerügt. Bei den Berichten über die Vorwürfe spielte insbesondere eine Rolle, dass schwerwiegende Anschuldigungen auf einer einzelnen Quelle beruhten.
Die nun eingereichte Klage richtet sich allerdings gegen Personen aus Verretts früherem Umfeld. Ihnen wird vorgeworfen, Informationen und Behauptungen verbreitet zu haben, die später öffentlich aufgegriffen wurden.
Klage fällt in eine schwierige persönliche Phase
In den Gerichtsunterlagen verweisen Märtha Louise und Verrett auch auf erhebliche persönliche Belastungen während des Zeitraums, in dem sich der Konflikt verschärft haben soll.
Genannt werden unter anderem Verretts schweres Nierenversagen, Dialysebehandlungen, eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands und eine Nierentransplantation. Hinzu kamen Todesfälle in Märtha Louises Familie.
Nach Darstellung des Paares hätten sie den Rechtsstreit zu diesem Zeitpunkt lieber vermieden. Die Klage habe jedoch wegen geltender rechtlicher Fristen eingereicht werden müssen, damit mögliche Ansprüche nicht verfallen.
Jury soll über zentrale Forderungen entscheiden
Märtha Louise, Durek Verrett und Ohana Productions beantragen, dass die dafür vorgesehenen Fragen und Forderungen von einer Jury beurteilt werden.
Als nächster Schritt ist im Dezember ein Planungstermin in Los Angeles vorgesehen. Verretts Halbschwester äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Auch von den weiteren namentlich genannten Beklagten lagen zunächst keine ausführlichen Stellungnahmen zum Verfahren vor.
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