Startseite AktuellesHeftige Gewitter und Sturmböen treffen Norddeutschland. Bahn- und Flugverkehr sind beeinträchtigt, ein Festival in Hannover wurde evakuiert.

Heftige Gewitter und Sturmböen treffen Norddeutschland. Bahn- und Flugverkehr sind beeinträchtigt, ein Festival in Hannover wurde evakuiert.

von Johanna Richter
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Heftige Gewitter und Sturmböen treffen Norddeutschland. Bahn- und Flugverkehr sind beeinträchtigt, ein Festival in Hannover wurde evakuiert.

Am Abend des 29. Mai haben sich die Wetterbedingungen im Norden Deutschlands deutlich verschlechtert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab Warnungen vor schweren Gewittern, Starkregen und Sturmböen für Niedersachsen, Hamburg, Teile Schleswig-Holsteins sowie den Westen Mecklenburg-Vorpommerns heraus. Das Unwetter führte zu Störungen im Verkehr und zwang Veranstalter großer Events zu Sicherheitsmaßnahmen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu ndr.

Warnungen vor schweren Gewittern auf mehrere Regionen ausgeweitet

Nach Angaben des DWD zog eine Gewitterfront von Westen nach Osten und erfasste zunehmend größere Teile Norddeutschlands. Besonders betroffen war Niedersachsen, wo intensive Niederschläge, Gewitter und starke Windböen registriert wurden.

Meteorologen warnten vor schweren Sturmböen, lokalen Überschwemmungen und weiteren gefährlichen Wettererscheinungen im Zusammenhang mit der Kaltfront.

Unwetter sorgt für Einschränkungen bei Bahn- und Flugverkehr

Die schwierigen Wetterbedingungen wirkten sich auch auf den Verkehr aus. Am Flughafen Hamburg kam es aufgrund von Gewittern und starken Winden zu Verspätungen im Flugverkehr.

Die Deutsche Bahn meldete Störungen auf mehreren Strecken. Teilweise wurden Züge aus Sicherheitsgründen an Bahnhöfen angehalten, bis die Unwetterfront vorbeigezogen war.

Betroffen waren unter anderem folgende Verbindungen:

  • Münster – Osnabrück – Bremen;
  • Osnabrück – Rheine – Niederlande;
  • Ruhrgebiet – Hannover.

Festival NDR 2 Plaza in Hannover evakuiert

Aufgrund der Wetterlage entschieden die Veranstalter des NDR 2 Plaza Festivals 2026 in Hannover, das Veranstaltungsgelände zu räumen.

Rund 15.000 Besucher wurden nach 20 Uhr in die ZAG Arena geleitet. Zum Programm gehörten Auftritte von Peter Maffay und Johannes Oerding. Zuvor hatten bereits ClockClock und The BossHoss auf der Open-Air-Bühne gespielt.

Umgestürzte Bäume und Aquaplaning auf den Straßen

Die ersten Auswirkungen des Sturms waren im Südwesten Niedersachsens spürbar. Besonders rund um Osnabrück gingen heftige Regenfälle mit Gewittern und starken Windböen nieder.

Nach Angaben der Einsatzkräfte stürzten entlang der Autobahnen A1 und A30 in der Nähe von Osnabrück mehrere Bäume um. In den Regionen Vechta, Cloppenburg und im Münsterland wurde zudem vor Aquaplaning und gefährlichen Straßenverhältnissen durch Starkregen gewarnt.

Meteorologen sprechen von ungewöhnlicher Wetterlage für Ende Mai

Auslöser der Unwetter war eine aktive Kaltfront, die nach einer Phase warmer und feuchter Luftmassen den Norden Deutschlands erreichte.

Meteorologe Tim Steger erklärte, dass die instabile und feuchtwarme Luft ideale Bedingungen für die Bildung kräftiger Gewitterzellen geschaffen habe. Die Intensität der Wetterentwicklung sei für Ende Mai eher ungewöhnlich.

Sturm soll in der Nacht allmählich nachlassen

Laut DWD konnten die stärksten Böen am Abend Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde erreichen. Zudem wurden Niederschlagsmengen von bis zu 30 Litern pro Quadratmeter erwartet, lokal auch darüber hinaus.

Im Verlauf der Nacht soll die Gewitterfront weiter ostwärts ziehen und dabei an Kraft verlieren. Für Hamburg und Schleswig-Holstein besteht weiterhin die Möglichkeit einzelner starker Gewitter, insgesamt wird jedoch eine allmähliche Wetterberuhigung erwartet.

Am Wochenende sinken die Temperaturen

Nach dem Durchzug der Unwetterlage soll sich das Wetter in Niedersachsen wieder stabilisieren. Für Samstag und Sonntag sagen Meteorologen wechselnde Bewölkung mit einzelnen kurzen Schauern voraus.

Gleichzeitig wird ein Temperaturrückgang erwartet. Während die Höchstwerte zuvor noch nahe der 30-Grad-Marke lagen, sollen am Wochenende maximal etwa 24 Grad erreicht werden.

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