Startseite TechnologieBYD bringt den elektrischen Great Tang nach Europa. Der SUV erhielt in China bereits mehr als 150.000 Bestellungen und soll die Expansion des Herstellers beschleunigen.

BYD bringt den elektrischen Great Tang nach Europa. Der SUV erhielt in China bereits mehr als 150.000 Bestellungen und soll die Expansion des Herstellers beschleunigen.

von Johanna Richter
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BYD bringt den elektrischen Great Tang nach Europa. Der SUV erhielt in China bereits mehr als 150.000 Bestellungen und soll die Expansion des Herstellers beschleunigen.

Der chinesische Automobilhersteller BYD plant, den Verkauf seines neuen Elektro-SUV Great Tang in Europa bis Ende 2026 oder Anfang 2027 zu starten. Dies erklärte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Stella Li auf dem Forum FII Priority Europe in Rom. Das Modell hat sich bereits zu einem der erfolgreichsten Fahrzeugstarts von BYD auf dem chinesischen Heimatmarkt entwickelt und mehr als 150.000 Bestellungen erhalten. Nun will das Unternehmen seine internationale Expansion beschleunigen und seine Position auf dem europäischen Markt weiter stärken. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вloomberg.

Great Tang wird in China zum Verkaufserfolg

Der neue siebensitzige Elektro-SUV wurde im April 2026 auf der Beijing Auto Show vorgestellt. Nach Angaben von Stella Li gingen allein während der ersten zwei Wochen des Vorverkaufs rund 100.000 Bestellungen ein.

Das Fahrzeug ist im mittleren Preissegment positioniert. In China beginnt der Preis bei umgerechnet etwa 35.500 US-Dollar. Der Great Tang verfügt über die unternehmenseigene Blade Battery sowie eine Schnellladetechnologie, die ihm nach Einschätzung von Analysten einen Wettbewerbsvorteil im Elektroautomarkt verschafft.

Experten der Deutsche Bank rechnen mit monatlichen Verkaufszahlen von bis zu 10.000 Fahrzeugen.

BYD erhöht den Druck auf Europas Automobilmarkt

Mit dem Great Tang erweitert BYD sein europäisches Modellangebot um ein weiteres strategisch wichtiges Fahrzeug. Bislang konzentrierte sich der Hersteller vor allem auf kompakte Elektroautos und Plug-in-Hybride. Nun richtet sich der Fokus verstärkt auf Familien-SUVs und größere Geländewagen.

Das neue Modell tritt in einem Segment an, in dem Hersteller wie BMW, Mercedes-Benz, Kia und Volvo vertreten sind. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck durch chinesische Marken zu, während europäische Autobauer auf dem chinesischen Markt zunehmend Marktanteile verlieren.

Im April entfielen rund 15 Prozent der Elektroauto-Verkäufe in Europa auf chinesische Hersteller. Ihr Anteil am gesamten europäischen Automarkt lag bei knapp 10 Prozent.

Unternehmen baut Investitionen in Europa aus

Parallel zur Expansion seiner Verkäufe investiert BYD weiter in seine europäische Produktionsbasis. Das Werk in Ungarn erhöht derzeit die Fertigungskapazitäten für Fahrzeuge und Komponenten.

Darüber hinaus prüft das Unternehmen den Bau eines zweiten Produktionsstandorts in Europa. Eine Entscheidung über den Standort wurde bislang jedoch noch nicht getroffen.

Außerdem plant BYD den Ausbau seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Europa. Dazu gehören Projekte in den Bereichen autonomes Fahren sowie Datenverarbeitungstechnologien.

BYD setzt auf weiteres Wachstum

Trotz einer Abschwächung des Wachstums auf dem chinesischen Automarkt erwartet BYD weiterhin eine starke Nachfrage nach den eigenen Fahrzeugen. Das Unternehmen setzt dabei auf neue Technologien und den Ausbau seines Angebots im höherpreisigen Segment.

Mit dieser Strategie will der Konzern sein Wachstum sowohl in China als auch auf internationalen Märkten fortsetzen.

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