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Lamtto bringt CarPlay und Android Auto in ältere Autos: 11-Zoll-Display, vier Audiooptionen, Rückfahrkamera und kabellose Smartphone-Verbindung.

von Johanna Richter
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Lamtto bringt CarPlay und Android Auto in ältere Autos: 11-Zoll-Display, vier Audiooptionen, Rückfahrkamera und kabellose Smartphone-Verbindung.

Moderne Infotainment-Funktionen lassen sich inzwischen auch in Fahrzeugen nachrüsten, die lange vor der Einführung von Apple CarPlay gebaut wurden. Eine solche Lösung ist das portable Infotainmentsystem von Lamtto, das sich installieren lässt, ohne das serienmäßige Autoradio vollständig auszutauschen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu macwelt.

Das Gerät verfügt über einen großen Touchscreen, unterstützt Apple CarPlay und Android Auto, bietet mehrere Möglichkeiten zur Tonübertragung und wird mit einer Rückfahrkamera geliefert. Gedacht ist das System vor allem für Fahrzeuge, die weder über ein modernes Infotainmentzentrum noch über die Möglichkeit zum Einbau eines herkömmlichen Doppel-DIN-Radios verfügen.

Der große Bildschirm eignet sich allerdings nicht für jeden Innenraum. Vor dem Kauf sollten Fahrzeughalter prüfen, wo das Gerät sicher angebracht werden kann, ob es die Sicht behindert und wie aufwendig der Einbau der Kamera ist.

Was zum Lamtto-Multimediasystem gehört

Zentrales Element des Sets ist ein 11 Zoll großer Touchscreen mit hoher Auflösung. Er arbeitet als eigenständiges Infotainmentzentrum und erfordert keinen Ausbau des vorhandenen Radios.

Das System unterstützt die beiden wichtigsten Smartphone-Plattformen:

  • Apple CarPlay für das iPhone;
  • Android Auto für Android-Smartphones.

Nach der Verbindung erhält der Fahrer Zugriff auf Navigation, Telefonate, Nachrichten, Musik-Apps und weitere kompatible Dienste. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen oder per Sprachsteuerung, sofern das verwendete Smartphone diese Funktion unterstützt.

Zum Lieferumfang gehört außerdem eine Rückfahrkamera. Für ältere Fahrzeuge, die ab Werk keine Parkkamera besitzen, zählt sie zu den praktischsten Zusatzfunktionen des Systems.

Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen von Lamtto gehören:

  • heller 11-Zoll-Bildschirm;
  • kabellose CarPlay-Verbindung;
  • Unterstützung für Android Auto;
  • mehrere Möglichkeiten der Audioausgabe;
  • Rückfahrkamera im Lieferumfang;
  • zwei verschiedene Befestigungsarten;
  • vorinstallierte Unterhaltungs-Apps;
  • kurze Reaktionszeiten.

Das Gerät ist damit nicht nur als externer CarPlay-Bildschirm konzipiert, sondern als umfassendes Unterhaltungssystem. Einige Zusatzfunktionen sollten jedoch nur mit besonderer Vorsicht genutzt werden.

So wird Lamtto mit einem älteren Autoradio verbunden

Einer der Vorteile des Systems ist die freie Wahl bei der Tonübertragung. Das ist besonders für Fahrzeuge wichtig, die noch vor der weiten Verbreitung von Bluetooth und AUX-Anschlüssen gebaut wurden.

Lamtto kann den Ton auf vier Arten ausgeben:

  1. über Bluetooth;
  2. über ein AUX-Kabel;
  3. über einen FM-Transmitter;
  4. über die integrierten Lautsprecher des Geräts.

Welche Methode sinnvoll ist, hängt von der Ausstattung des jeweiligen Autos ab. Ist Bluetooth vorhanden, bietet sich die drahtlose Verbindung mit dem serienmäßigen Audiosystem an.

Bei Fahrzeugen mit AUX-Anschluss kann eine kabelgebundene Verbindung genutzt werden. Sie ermöglicht in der Regel eine stabile Tonübertragung, ohne dass eine freie Radiofrequenz gesucht werden muss.

Der FM-Transmitter ist für Autos ohne Bluetooth und AUX vorgesehen. Das System überträgt den Ton auf einer gewählten Frequenz, während das Autoradio auf dieselbe Frequenz eingestellt wird.

Auf längeren Fahrten kann diese Lösung allerdings unpraktisch sein. Eine Frequenz, die in einer Region frei ist, kann andernorts von einem Radiosender genutzt werden. Dann muss die Einstellung erneut geändert werden. Während der Fahrt sollte dies aus Sicherheitsgründen vermieden werden.

Die eingebauten Lautsprecher ermöglichen den Betrieb unabhängig vom Audiosystem des Autos. Für Navigationsansagen und Telefonate reicht diese Lösung aus, bei Lautstärke und Klangqualität kann sie jedoch hinter den Fahrzeuglautsprechern zurückbleiben.

CarPlay funktioniert ohne Austausch des Autoradios

Portable Systeme ermöglichen den Einbau von CarPlay in Fahrzeuge, deren Innenraum nicht für moderne Infotainmentlösungen ausgelegt ist. Das gilt insbesondere für 15 bis 20 Jahre alte Autos sowie für Modelle mit ungewöhnlich gestalteter Mittelkonsole.

Nach dem ersten Einschalten muss das Smartphone gekoppelt und CarPlay bestätigt werden. Bei späteren Fahrten kann die Verbindung automatisch hergestellt werden.

Auf dem Bildschirm erscheinen kompatible iPhone-Anwendungen, darunter:

  • Karten und Navigation;
  • Musik und Podcasts;
  • Telefonfunktionen;
  • Nachrichten;
  • Sprachassistenten;
  • Apps für Routenplanung und Verkehrsinformationen.

Die kabellose Verbindung erspart das wiederholte Anschließen des Smartphones per Kabel. Gleichzeitig steigt dadurch der Energieverbrauch des Akkus.

Dafür liegt dem System ein Adapter für den Zigarettenanzünder oder die Bordsteckdose bei. Dieser verfügt über einen USB-A-Anschluss, über den das iPhone während der Fahrt geladen werden kann.

Das Smartphone bleibt somit drahtlos mit CarPlay verbunden und kann bei Bedarf gleichzeitig per Kabel mit Strom versorgt werden.

Zwei Möglichkeiten zur Befestigung im Innenraum

Der Hersteller bietet zwei Varianten für die Montage des 11-Zoll-Bildschirms. Er kann auf dem Armaturenbrett befestigt oder mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe angebracht werden.

Die Befestigung an der Scheibe lässt sich leichter entfernen oder versetzen. Das ist praktisch, wenn das Gerät nur gelegentlich genutzt oder zwischen mehreren Fahrzeugen gewechselt wird.

Der größte Nachteil besteht in einer möglichen Einschränkung der Sicht. Durch die Bildschirmdiagonale von 11 Zoll nimmt das Gerät relativ viel Platz im Sichtfeld ein. In kleineren Fahrzeugen kann das besonders problematisch sein, weil die Windschutzscheibe näher am Fahrer liegt.

Vor der Montage sollte geprüft werden, dass der Bildschirm:

  • weder Straße noch Verkehrszeichen verdeckt;
  • die Sicht auf Spiegel nicht beeinträchtigt;
  • keine Bedienelemente blockiert;
  • nicht im Entfaltungsbereich eines Airbags liegt;
  • keine gefährlichen Spiegelungen verursacht.

Eine Platzierung vor dem Beifahrerairbag ist nicht zulässig. Bei einem Unfall könnten Bildschirm und Halterung zu einem zusätzlichen Verletzungsrisiko werden.

Die Montage auf dem Armaturenbrett ermöglicht eine tiefere Position. Ob ausreichend Platz vorhanden ist, hängt jedoch von der Gestaltung des Innenraums ab. In manchen Fahrzeugen kann das Gerät Lüftungsdüsen, Radio oder Bedienelemente der Klimaanlage verdecken.

Auch eine zu niedrige Position ist ungünstig. Der Fahrer müsste dann den Blick zu lange von der Straße abwenden, um die Karte zu prüfen oder eine Funktion auszuwählen.

Der Einbau der Rückfahrkamera ist aufwendiger

Die Rückfahrkamera gehört zum Lieferumfang von Lamtto, ihre Installation ist jedoch deutlich anspruchsvoller als die Einrichtung des Displays. Die Kamera muss am Fahrzeugheck befestigt und mit dem Multimediasystem verbunden werden.

Je nach Fahrzeugbauweise muss das Kabel durch den Innenraum, unter Verkleidungsteilen und durch den Kofferraum geführt werden. Zusätzlich kann ein Anschluss an die Stromversorgung des Rückfahrlichts erforderlich sein.

Dadurch erkennt das System, wann der Rückwärtsgang eingelegt wird. In diesem Moment schaltet der Bildschirm automatisch auf das Kamerabild um.

Die Selbstmontage eignet sich vor allem für Nutzer, die Erfahrung mit Fahrzeugelektrik und dem Ausbau von Innenverkleidungen haben. Andernfalls sollte der Einbau von einer Werkstatt übernommen werden.

Bei korrekter Installation erweitert die Kamera die Ausstattung eines älteren Fahrzeugs deutlich. Sie erleichtert das Rangieren und verbessert die Sicht auf den Bereich unmittelbar hinter dem Auto.

Das Kamerabild ersetzt jedoch nicht die Kontrolle über Spiegel und direkten Schulterblick. Je nach Position des Objektivs können weiterhin tote Winkel bestehen.

Vorinstallierte Apps können den Fahrer ablenken

Neben CarPlay und Android Auto verfügt das System über vorinstallierte Unterhaltungsanwendungen. Über den Bildschirm können unter anderem Videos und Kurzclips abgespielt werden.

Diese Funktionen können während längerer Pausen, auf Parkplätzen oder während des Ladens eines Elektroautos sinnvoll sein. Während der Fahrt stellen Bewegtbilder jedoch ein erhebliches Ablenkungsrisiko dar.

Das gilt auch dann, wenn nur der Beifahrer die Apps nutzt. Ein großer, heller Bildschirm mit schnell wechselnden Bildern befindet sich weiterhin im Sichtfeld des Fahrers und kann unbewusst Aufmerksamkeit binden.

Die Touchscreen-Bedienung bleibt auch während der Fahrt aktiv. Damit liegt die Verantwortung für eine sichere Nutzung vollständig beim Fahrer.

Während der Fahrt sollte der Bildschirm nur für notwendige Funktionen verwendet werden:

  • Navigation;
  • Sprachhinweise;
  • Telefonate über die Freisprecheinrichtung;
  • Musiksteuerung;
  • Informationen zur Strecke.

Für die meisten Eingaben ist Sprachsteuerung die sicherere Lösung. Sie reduziert die Zeit, in der der Fahrer auf das Display statt auf die Straße schaut.

Die Bildschirmgröße ist die größte Einschränkung

Die Diagonale von 11 Zoll macht Karten, Symbole und Schaltflächen gut erkennbar. Große Bedienelemente erleichtern die Nutzung, und Navigationshinweise lassen sich besser ablesen als auf einem kleinen Smartphone-Display.

Gleichzeitig ist die Größe der wichtigste Nachteil des Geräts. In geräumigen Fahrzeugen lässt sich das Display meist ohne große Kompromisse unterbringen. In Kleinwagen kann es dagegen einen Teil der Windschutzscheibe oder Mittelkonsole verdecken.

Besonders sorgfältig muss der Einbau in älteren Modellen geplant werden, deren Innenraum nicht für zusätzliche Displays vorgesehen war. Häufig fehlt dort eine ausreichend große und ebene Fläche auf dem Armaturenbrett.

Vor dem Kauf sollte der verfügbare Platz ausgemessen und mit den Abmessungen des Displays einschließlich Halterung verglichen werden. Außerdem ist zu prüfen, wie gut das Gerät vom Fahrersitz aus sichtbar ist.

Muss der Bildschirm zu hoch, zu tief oder weit auf der Beifahrerseite montiert werden, kann die Bedienung unpraktisch werden. Die Installation sollte weder die Sitzposition verändern noch lange Blickbewegungen erforderlich machen.

Für welche Fahrzeuge Lamtto geeignet ist

Das System richtet sich vor allem an Besitzer älterer Autos ohne werkseitige Unterstützung für CarPlay oder Android Auto. Es kann außerdem in Fahrzeugen verwendet werden, bei denen ein Austausch des Serienradios technisch schwierig oder teuer wäre.

Lamtto eignet sich für Autos ohne:

  • modernes Navigationssystem;
  • Bluetooth-Musikübertragung;
  • großen zentralen Bildschirm;
  • Rückfahrkamera;
  • Smartphone-Integration.

Das Gerät greift nur begrenzt in die vorhandene Fahrzeugtechnik ein. Der Bildschirm wird über die Bordsteckdose mit Strom versorgt, während der Ton ohne Austausch des serienmäßigen Audiosystems übertragen werden kann.

Der aufwendigste Teil bleibt der Einbau der Rückfahrkamera. Wird diese Funktion nicht benötigt, lassen sich Bildschirm und Smartphone-Verbindung mit relativ geringem Aufwand einrichten.

Vor dem Kauf sollten ausreichend Platz, eine freie Stromquelle und eine geeignete Möglichkeit zur Tonübertragung vorhanden sein. In Autos ohne Bluetooth und AUX bleiben nur der FM-Transmitter oder die integrierten Lautsprecher.

Vorteile und Einschränkungen im Überblick

Zu den Stärken von Lamtto gehören der große Bildschirm, die Unterstützung der beiden wichtigsten Smartphone-Plattformen und die flexiblen Möglichkeiten der Audioübertragung. Die Rückfahrkamera erweitert den Funktionsumfang und ist besonders für ältere Fahrzeuge interessant.

Die wichtigsten Vorteile:

  • Einbau ohne vollständigen Austausch des Autoradios;
  • kabelloses Apple CarPlay;
  • Unterstützung für Android Auto;
  • vier Möglichkeiten der Audioausgabe;
  • großer und heller Bildschirm;
  • Rückfahrkamera im Lieferumfang;
  • zwei Montagevarianten;
  • schnelle Smartphone-Verbindung;
  • Laden des Telefons während der Fahrt.

Die wichtigsten Einschränkungen betreffen die Abmessungen und die sichere Bedienung. Das Gerät kann in kleinen Innenräumen schwer unterzubringen sein oder bei falscher Montage die Sicht beeinträchtigen.

Zu den Nachteilen zählen:

  • begrenzte Auswahl geeigneter Montageorte;
  • aufwendiger Einbau der Rückfahrkamera;
  • mögliche Störungen bei der FM-Übertragung;
  • höherer Akkuverbrauch des Smartphones;
  • Ablenkung durch Unterhaltungs-Apps;
  • aktive Touchscreen-Bedienung während der Fahrt.

Das Lamtto-System bringt CarPlay, Android Auto, Navigation und eine Rückfahrkamera in Fahrzeuge, die ab Werk nicht über diese Funktionen verfügen. Ein Austausch des Serienradios ist für den Betrieb des Hauptgeräts nicht erforderlich. Die Position des Displays und der Einbau der Kamera müssen jedoch vorab sorgfältig geplant werden.

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