Fortnite-Nutzer meldeten am 24. Juli vermehrt Probleme beim Start des Spiels und bei der Anmeldung in ihren Konten. Besonders häufig waren Besitzer von PlayStation-Konsolen betroffen. Gleichzeitig traten auch bei anderen Online-Spielen Störungen auf, was auf ein umfassenderes technisches Problem hindeuten könnte. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu gamepro.
Die ersten auffälligen Störungsmeldungen gingen gegen 13 Uhr ein. Spieler berichteten, dass sie sich nicht anmelden, keine Verbindung zu den Servern herstellen oder keine Partie starten konnten. In einigen Fällen ließ sich Fortnite zwar öffnen, die Verbindung brach jedoch bereits nach wenigen Sekunden wieder ab.
Die meisten Beschwerden betrafen die Anmeldung
Nach Angaben von Störungsportalen bezog sich der größte Teil der Meldungen auf Probleme bei der Anmeldung bei Fortnite. Rund 42 Prozent aller Beschwerden entfielen auf den Login.
Weitere etwa 34 Prozent der Nutzer berichteten von Problemen speziell mit der PlayStation-Version des Spiels. Rund 13,5 Prozent der Meldungen betrafen allgemeine Störungen auf Konsolen.
Darüber hinaus gab es Berichte über Verbindungsabbrüche während des Spielens, eine eingeschränkte Erreichbarkeit von Epic Games, Probleme auf PC und Xbox, Fehler beim Herunterladen von Inhalten sowie Schwierigkeiten beim Zugriff auf den In-Game-Shop.
In Deutschland kamen besonders viele Meldungen aus Stuttgart, Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main.
Nicht nur Fortnite war von der Störung betroffen
Etwa zur gleichen Zeit berichteten Nutzer auch über Probleme bei anderen bekannten Spielen und Online-Diensten. Genannt wurden unter anderem Battlefield 6 und EA Sports FC 26.
Dass bei mehreren voneinander unabhängigen Spielen gleichzeitig Fehler auftraten, deutete darauf hin, dass die Ursache möglicherweise nicht direkt bei den Fortnite-Servern lag. Denkbar waren stattdessen Probleme mit dem PlayStation Network oder mit einem externen Cloud-Anbieter.
Während der Störung meldeten PSN-Nutzer ebenfalls Schwierigkeiten beim Einloggen, beim Starten von Online-Spielen sowie beim Zugriff auf den PlayStation Store und weitere Plattformfunktionen. Nach Angaben externer Störungsdienste gingen zeitweise Tausende Meldungen ein.
Probleme bei Amazon Web Services als mögliche Ursache
Als vorläufige Ursache wurden technische Störungen bei Amazon Web Services genannt. AWS stellt die Cloud-Infrastruktur für zahlreiche Webseiten, Anwendungen, Spieleplattformen und Anmeldesysteme bereit.
Wenn einzelne AWS-Komponenten ausfallen, können Nutzer gleichzeitig den Zugriff auf mehrere voneinander unabhängige Dienste verlieren. Dies kann sich durch Anmeldefehler, Verbindungsabbrüche, nicht erreichbare Server oder nicht startende Online-Spiele bemerkbar machen.
Auf der offiziellen Statusseite von Epic Games war am 24. Juli allerdings kein gesonderter Fortnite-Ausfall verzeichnet. Deshalb blieb die Verbindung zu AWS oder zum PlayStation Network zunächst eine Vermutung und war nicht offiziell durch den Spieleentwickler bestätigt.
Müssen Konsole und Internetverbindung überprüft werden?
Wenn gleichzeitig eine große Zahl von Spielern betroffen ist, helfen eine Neuinstallation von Fortnite, das Zurücksetzen der Konsole oder Änderungen an der eigenen Internetverbindung in der Regel nicht weiter.
Nutzer können in einem solchen Fall den Status des PlayStation Network und von Epic Games überprüfen, das Spiel neu starten und später erneut versuchen, eine Verbindung herzustellen. Die Daten der Störungsportale zeigten, dass die Zahl der Meldungen nach dem Höhepunkt wieder zurückging. Auch die offiziellen Statusseiten meldeten später einen normalen Betrieb der wichtigsten Systeme.
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