Startseite AktuellesIn Almada starb ein eineinhalbjähriges Mädchen, nachdem es in einem Kleinbus zur Kita zurückgelassen worden war. Die Polizei ermittelt zu dem Vorfall.

In Almada starb ein eineinhalbjähriges Mädchen, nachdem es in einem Kleinbus zur Kita zurückgelassen worden war. Die Polizei ermittelt zu dem Vorfall.

von Johanna Richter
0 Kommentare
In Almada starb ein eineinhalbjähriges Mädchen, nachdem es in einem Kleinbus zur Kita zurückgelassen worden war. Die Polizei ermittelt zu dem Vorfall.

In der portugiesischen Stadt Almada südlich von Lissabon ist ein eineinhalbjähriges Mädchen gestorben. Nach bisherigen Erkenntnissen sollte das Kind am Morgen in eine Kindertagesstätte gebracht werden. Die Frau, die für den Transport verantwortlich war, bemerkte jedoch offenbar nicht, dass das Mädchen im Kleinbus zurückgeblieben war. Die Polizei untersucht den Vorfall und prüft das Verhalten der beteiligten Mitarbeiter. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu spiegel.

Kind nach der morgendlichen Fahrt übersehen

Die Tragödie ereignete sich am Donnerstag, dem 23. Juli, in Almada. Das eineinhalbjährige Mädchen wurde in einem Kleinbus transportiert, der Kinder zu einer Betreuungseinrichtung brachte. Nach der Ankunft verließ die Fahrerin oder eine Begleitperson das Fahrzeug, ohne festzustellen, dass sich noch ein Kind im Innenraum befand.

Nach Angaben der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa konzentrieren sich die Ermittlungen darauf, wie die für den Transport zuständige Frau das Mädchen im Fahrzeug übersehen konnte. Die Polizei befragt Mitarbeiter der Kindertagesstätte und prüft, ob der Kleinbus nach Abschluss der Fahrt kontrolliert wurde.

Fehlen des Mädchens erst am Nachmittag bemerkt

Dass sich das Kind nicht in seiner Gruppe befand, fiel offenbar erst mehrere Stunden später auf. Die Mutter kam am Nachmittag in die Kindertagesstätte, um ihre Tochter abzuholen. Erst zu diesem Zeitpunkt stellten die Mitarbeiter fest, dass das Mädchen am Morgen nicht an die Betreuungskräfte übergeben worden war.

Bei der anschließenden Kontrolle des Kleinbusses wurde das Kind leblos im Fahrzeug gefunden. Rettungskräfte versuchten, das Mädchen wiederzubeleben. Die Reanimationsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos.

Die genaue Todesursache soll durch eine rechtsmedizinische Untersuchung geklärt werden. Die Polizei machte zunächst keine Angaben dazu, wie lange sich das Mädchen in dem geschlossenen Fahrzeug befand und ob der Kleinbus in direkter Sonne stand.

Polizei prüft Verantwortung der Kita-Mitarbeiter

Die Ermittler wollen klären, wer für den Transport der Kinder verantwortlich war und weshalb das Fehlen des Mädchens nicht unmittelbar nach der Ankunft bemerkt wurde. Zudem wird untersucht, ob es in der Einrichtung feste Abläufe für das Zählen der Kinder und die Kontrolle des Fahrzeuginnenraums nach jeder Fahrt gab.

In ersten Berichten hatte es geheißen, das Kind sei im Auto der Mutter vergessen worden. Diese Darstellung wurde später korrigiert. Tatsächlich befand sich das Mädchen in einem Kleinbus, der für den Transport zur Kindertagesstätte eingesetzt wurde.

Innenraum eines Autos heizt sich schnell lebensgefährlich auf

Bei warmem Wetter kann sich der Innenraum eines abgestellten Fahrzeugs innerhalb weniger Minuten stark erhitzen. Besonders schnell steigt die Temperatur, wenn das Auto direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Nach Angaben des ADAC kann sich der Innenraum bei einer Außentemperatur von etwa 28 Grad bereits nach zehn Minuten auf rund 38 Grad aufheizen. Nach 20 Minuten können im Fahrzeug etwa 45 Grad erreicht werden. Auch leicht geöffnete Fenster senken das Risiko einer gefährlichen Überhitzung kaum.

Kleinkinder sind besonders gefährdet, weil ihr Körper schneller Flüssigkeit verliert und die Temperatur schlechter regulieren kann. Ob Hitze beim Tod des Mädchens in Almada eine Rolle spielte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Lesen Sie auch: Die ehemalige Olympiateilnehmerin Marina Piller spricht erstmals über den Tod ihrer Tochter, erhebt Vorwürfe wegen eines Behandlungsfehlers und erhielt 800.000 Euro Entschädigung.

Das könnte dir auch gefallen