Der Weltfußballverband FIFA hat bestätigt, dass Gianni Infantino 2027 erneut für das Präsidentenamt kandidieren wird. Bislang hat kein Gegenkandidat seine Teilnahme an der Wahl offiziell angekündigt. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.
FIFA bestätigt Infantinos Entscheidung
Ein Sprecher des Verbandes erklärte, an den Plänen des amtierenden Präsidenten habe sich nichts geändert. Infantino hatte bereits im April 2026 angekündigt, bei der nächsten Wahl erneut antreten zu wollen.
Die offizielle Bestätigung folgte auf ausweichende Aussagen des FIFA-Präsidenten während seines Aufenthalts in Polen. Vor der Eröffnung der U20-Frauen-Weltmeisterschaft wollte er Fragen zu seiner Zukunft zunächst nicht eindeutig beantworten.
Infantino erklärte, für eine ausführliche Stellungnahme werde es einen geeigneten Ort und Zeitpunkt geben. Auf eine weitere Frage nach seiner Kandidatur reagierte er mit einem Lächeln und einem nach oben gerichteten Daumen, bevor er die Journalistengruppe verließ.
Der FIFA-Chef hielt sich in Katowice auf, um das Auftaktspiel zwischen Polen und Argentinien zu verfolgen. Die polnische Mannschaft gewann die Partie mit 3:0.
Wahl des FIFA-Präsidenten findet 2027 statt
Die Präsidentschaftswahl soll beim FIFA-Kongress im März 2027 stattfinden. Die Frist für die Einreichung von Kandidaturen endet am 18. November 2026.
Bislang gibt es keinen offiziell registrierten Gegenkandidaten für Infantino. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin gilt als einer seiner schärfsten Kritiker, plant jedoch keine eigene Kandidatur.
Infantino steht seit 2016 an der Spitze des Weltfußballverbandes. Im Falle eines Wahlsiegs würde er die FIFA für eine weitere Amtszeit führen.
Konflikt zwischen FIFA und UEFA verschärft sich
Die bevorstehende Wahl findet vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen der FIFA- und der UEFA-Führung statt. Der europäische Fußballverband lehnt eine erneute Amtszeit Infantinos ab und will dessen Wiederwahl verhindern.
Einer der zentralen Streitpunkte ist ein gescheitertes Investitionsprojekt. Infantino wollte 20 Prozent des kommerziellen und veranstaltungsbezogenen Geschäfts der FIFA an den US-Investmentfonds Thrive Eternal verkaufen. Das Volumen des geplanten Geschäfts wurde auf 4,2 Milliarden Dollar beziehungsweise rund 3,6 Milliarden Euro beziffert.
Die Transaktion sollte über die Struktur FIFA Forward Enterprise abgewickelt werden. Der Deal kam jedoch nicht zustande. Die Umstände seiner Vorbereitung führten anschließend zu neuen Vorwürfen gegen den FIFA-Präsidenten.
UEFA erwägt strafrechtliche Schritte
Die UEFA bereitet im Zusammenhang mit dem geplanten Investorendeal rechtliche Schritte wegen des Verdachts auf Vertrauensbruch vor. Die Vorwürfe richten sich ausschließlich gegen Infantino persönlich und nicht gegen die FIFA als Organisation.
Formelle Anklage wurde bislang nicht erhoben. Infantino weist die Vorwürfe zurück und betont, gegen keine geltenden Gesetze verstoßen zu haben.
Die FIFA wandte sich ihrerseits an das US-Justizministerium. Der Weltverband wirft Vertretern des europäischen Fußballs eine gezielte Verleumdungskampagne gegen seinen Präsidenten vor.
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