Die Wahl Group aus Siegen hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1000 Menschen, gilt als ältester noch aktiver BMW-Händler weltweit und gehört zu den 20 größten Autohändlern Deutschlands. Als Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten nennt die Geschäftsführung steigende Kosten und rückläufige Verkaufszahlen. Die Gehälter der Beschäftigten sind bis Ende November 2026 gesichert. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu manager-magazin.
Steigende Kosten und Kaufzurückhaltung belasten Wahl
Nach Angaben der Geschäftsführung waren die vergangenen Monate für die Unternehmensgruppe besonders schwierig. Sowohl Privatkunden als auch gewerbliche Käufer hielten sich beim Autokauf zunehmend zurück. Gleichzeitig stiegen die Kosten des Unternehmens.
Diese Entwicklung führte nach Darstellung der Wahl Group zum Insolvenzantrag. Nach der Autohauskette König hat damit ein weiterer großer deutscher Autohändler Insolvenz angemeldet.
30 Standorte und mehr als 1000 Beschäftigte
Die Wahl Group zählt zu den größten inhabergeführten Autohandelsgruppen Deutschlands. Ihr Filialnetz umfasst 30 Standorte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen.
In den Unternehmen der Gruppe arbeiten mehr als 1000 Menschen. Ihre Gehälter sind bis Ende November durch Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.
Unternehmensgeschichte reicht bis 1898 zurück
Das Unternehmen wurde 1898 in Siegen gegründet. Die Zusammenarbeit mit BMW begann 1923 mit dem Verkauf von Motorrädern der Marke. Aufgrund dieser langjährigen Partnerschaft gilt die Wahl Group als ältester noch aktiver BMW-Händler der Welt.
1935 erweiterte Alfred Wahl, der Sohn des Firmengründers, den Familienbetrieb. Später übernahm er die Leitung des Handels mit BMW-Automobilen. Heute gehört die Gruppe zu den 20 größten Autohändlern Deutschlands.
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