Mitglieder des deutschen Automobilclubs ADAC können ab 2027 den bisherigen Tankrabatt an Shell-Tankstellen nicht mehr nutzen. Beide Unternehmen beenden ihre Zusammenarbeit nach rund zwei Jahrzehnten. Der Preisnachlass von einem Cent pro Liter gilt noch bis zum 31. Dezember 2026. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu t-online.
ADAC-Rabatt bei Shell entfällt ab 2027
Die Kooperation zwischen ADAC und Shell besteht seit Herbst 2006. Mitglieder des Automobilclubs konnten beim Bezahlen ihre ADAC-Karte vorzeigen und erhielten an teilnehmenden Shell-Tankstellen einen Rabatt von einem Cent pro Liter Kraftstoff.
Diese Regelung bleibt bis Ende 2026 bestehen. Ab dem 1. Januar 2027 wird der Rabatt mit der ADAC-Karte bei Shell nicht mehr gewährt.
Wie t-online unter Berufung auf Auto Bild berichtet, haben sich beide Unternehmen entschieden, die Partnerschaft nicht zu verlängern. Bis einschließlich 31. Dezember 2026 ändert sich für ADAC-Mitglieder zunächst nichts.
Shell setzt stärker auf das eigene Bonusprogramm
Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem ADAC will Shell verstärkt auf eigene digitale Angebote und das Kundenprogramm ClubSmart setzen.
Teilnehmer dieses Programms erhalten derzeit dauerhaft zwei Cent Rabatt pro Liter Shell FuelSave. Damit fällt der Preisnachlass innerhalb des eigenen Shell-Programms höher aus als der bisherige Vorteil für ADAC-Mitglieder.
Shell will Sonderangebote künftig stärker über das eigene Kundenbindungsprogramm und digitale Dienste anbieten.
ADAC-Mitglieder behalten Rabatte bei anderen Tankstellen
Das Ende der Kooperation mit Shell bedeutet nicht, dass ADAC-Mitglieder künftig vollständig auf Tankrabatte verzichten müssen. An teilnehmenden Tankstellen der Marke Agip können sie weiterhin einen Cent pro Liter sparen.
Dafür muss wie bisher beim Bezahlen die gültige ADAC-Mitgliedskarte vorgelegt werden.
Ab 2027 ändert sich somit vor allem die Zusammenarbeit mit Shell. Andere Rabattvereinbarungen des ADAC mit Tankstellenpartnern bleiben davon unberührt.
So können Autofahrer beim Tanken sparen
Ein Rabatt über eine Mitgliedskarte ist nicht die einzige Möglichkeit, die Kraftstoffkosten zu senken. Die Preise für Benzin und Diesel können sich selbst innerhalb einer Region deutlich unterscheiden. Ein Vergleich der aktuellen Preise vor dem Tanken kann deshalb sinnvoll sein.
Freie Tankstellen sind teilweise mehrere Cent pro Liter günstiger als große Markentankstellen. Auch der Zeitpunkt des Tankens kann eine Rolle spielen, da sich die Preise im Tagesverlauf mehrfach verändern können.
Zusätzlich lässt sich der Verbrauch durch eine sparsame Fahrweise reduzieren. Der ADAC empfiehlt, frühzeitig in einen höheren Gang zu schalten, unnötig hohe Drehzahlen zu vermeiden und vorausschauend zu fahren.
Auch zusätzliches Gewicht kann den Kraftstoffverbrauch erhöhen. Dachgepäckträger oder Fahrradhalter sollten deshalb entfernt werden, wenn sie nicht benötigt werden.
Wichtig ist außerdem der richtige Reifendruck. Nach Angaben des ADAC kann bereits ein um etwa 0,3 bar zu niedriger Druck den Rollwiderstand und damit den Verbrauch erhöhen. Klimaanlage, Sitzheizung und Heckscheibenheizung benötigen ebenfalls zusätzliche Energie.
Was sich ab dem 1. Januar 2027 ändert
Bis zum Jahresende 2026 können ADAC-Mitglieder den Shell-Rabatt weiterhin wie gewohnt nutzen. Die Änderung tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.
Ab diesem Zeitpunkt bringt die ADAC-Karte an Shell-Tankstellen keinen Preisnachlass von einem Cent pro Liter mehr. Shell-Kunden können stattdessen das eigene ClubSmart-Programm nutzen. ADAC-Mitglieder können weiterhin von Rabatten bei anderen Partnern wie Agip profitieren.
Polen senkt die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff auf 8 Prozent und führt bis 31. August tägliche Höchstpreise für Benzin und Diesel ein.