Startseite WirtschaftAuf Sylt werden fast 29.000 m² Land für 49.000 Euro versteigert. Der niedrige Preis hat einen entscheidenden Grund: Auf dem Grundstück darf nicht gebaut werden.

Auf Sylt werden fast 29.000 m² Land für 49.000 Euro versteigert. Der niedrige Preis hat einen entscheidenden Grund: Auf dem Grundstück darf nicht gebaut werden.

von Johanna Richter
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Auf Sylt werden fast 29.000 m² Land für 49.000 Euro versteigert. Der niedrige Preis hat einen entscheidenden Grund: Auf dem Grundstück darf nicht gebaut werden.

Auf der deutschen Nordseeinsel Sylt, wo Immobilien häufig mehrere Millionen Euro kosten, kommt ein Grundstück mit fast 29.000 Quadratmetern Fläche zu einem Startpreis von nur 49.000 Euro unter den Hammer. Das Angebot hat allerdings einen entscheidenden Haken: Auf dem Gelände darf nicht gebaut werden. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu t-online.

Grundstück nahe Wattenmeer und Golfplatz wird versteigert

Die Fläche befindet sich im Sylter Ortsteil Morsum im Osten der Insel. Das Grundstück liegt unweit eines Golfplatzes und direkt am Wattenmeer.

Versteigert werden soll das Areal am 24. September bei der Herbstauktion der Deutsche Grundstücksauktionen AG in Berlin. Das Mindestgebot liegt bei 49.000 Euro.

Für Sylt ist dieser Preis außergewöhnlich niedrig. Die Insel zählt zu den teuersten Immobilienstandorten Deutschlands. Baugrundstücke kosten dort häufig mehrere Millionen Euro, selbst kleinere Wohnungen sind für viele Käufer kaum erschwinglich.

Michael Plettner, Vorstand der Deutsche Grundstücksauktionen AG, bezeichnete die Lage des Grundstücks als besonders attraktiv. Nach seinen Angaben ist die Fläche nach Süden ausgerichtet, liegt zum Wattenmeer hin, ist mit dem Auto erreichbar und befindet sich in Sichtweite des Golfplatzes.

Warum das Grundstück auf Sylt nur 49.000 Euro kostet

Der niedrige Startpreis hängt mit dem rechtlichen Status der Fläche zusammen. Das Grundstück ist weder für Wohnbebauung noch für eine gewerbliche Bebauung vorgesehen.

Es handelt sich um landwirtschaftlich genutztes Grünland mit Salzwiesenflächen in einem ökologisch sensiblen Naturraum. Zwischen dem Grundstück und dem Meer erstreckt sich ein breiter Schilfgürtel. Auf den salzhaltigen Böden wachsen zudem seltene Pflanzenarten.

Aufgrund der naturschutzrechtlichen Einschränkungen kann ein künftiger Eigentümer dort weder ein Wohnhaus noch ein Hotel oder ein anderes dauerhaftes Gebäude errichten. Genau dieser Punkt unterscheidet das Angebot grundlegend von klassischem Bauland auf Sylt.

Wie das Grundstück genutzt werden kann

Nach Angaben von Plettner kann die Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Derzeit wird dort Heu gewonnen. Diese Nutzung gilt auch für einen künftigen Eigentümer als das wahrscheinlichste Szenario.

Der Käufer erhält damit eine große Fläche auf einer der teuersten Inseln Deutschlands, allerdings ohne die Möglichkeit, darauf ein Wohngebäude zu errichten.

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