Startseite WirtschaftDie PayPal-Aktie fällt um mehr als 12 Prozent. Stripe und Advent sollen die geplante Übernahme für über 50 Milliarden Dollar aufgegeben haben.

Die PayPal-Aktie fällt um mehr als 12 Prozent. Stripe und Advent sollen die geplante Übernahme für über 50 Milliarden Dollar aufgegeben haben.

von Johanna Richter
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Die PayPal-Aktie fällt um mehr als 12 Prozent. Stripe und Advent sollen die geplante Übernahme für über 50 Milliarden Dollar aufgegeben haben.

Die Aktie des US-Zahlungsdienstleisters PayPal hat mehr als zwölf Prozent verloren. Auslöser war ein Bericht über das Ende möglicher Übernahmeverhandlungen mit dem Zahlungsunternehmen Stripe und der Beteiligungsgesellschaft Advent International.Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu finanzen.

Käufer sollen mehr als 50 Milliarden Dollar geboten haben

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass die potenziellen Investoren ihre Übernahmepläne aufgegeben hätten. Zuvor soll die Gruppe bereit gewesen sein, mehr als 50 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 43 Milliarden Euro für PayPal zu zahlen.

Offizielle Angaben zu den Gründen für den Rückzug liegen bislang nicht vor. Vertreter von PayPal, Stripe und Advent wollten die Informationen über die Verhandlungen und deren mögliches Scheitern nicht kommentieren.

Die Meldung wurde am Donnerstagabend nach dem Ende des regulären US-Handels veröffentlicht. An der NASDAQ verlor die PayPal-Aktie zeitweise 12,04 Prozent und fiel auf 54,07 US-Dollar. Auch an europäischen Handelsplätzen lag das Minus im zweistelligen Prozentbereich.

Stripe prüfte eine vollständige oder teilweise Übernahme

Erste Berichte über ein Interesse von Stripe an PayPal waren im Februar bekannt geworden. Bloomberg zufolge prüfte das Zahlungsunternehmen sowohl eine vollständige Übernahme als auch den Erwerb einer Beteiligung.

Hintergrund der Gespräche war der anhaltende Kursverlust der PayPal-Aktie. Innerhalb von fünf Jahren büßten die Papiere des Unternehmens fast 80 Prozent ihres Wertes ein. Dadurch wurde PayPal für strategische Käufer und große Finanzinvestoren deutlich günstiger.

Advent International hätte bei einer möglichen Transaktion als Finanzpartner von Stripe auftreten können. Nach dem Rückzug des Konsortiums bleibt offen, ob PayPal Gespräche mit anderen Interessenten führen könnte.

PayPal steht unter wachsendem Wettbewerbsdruck

PayPal wurde Ende der 1990er-Jahre gegründet und gehörte zu den Wegbereitern des digitalen Zahlungsverkehrs. Der Dienst verbreitete sich vor allem durch die Möglichkeit, Einkäufe im Internet zu bezahlen und Geld online zu überweisen.

In den vergangenen Jahren geriet das Unternehmen jedoch zunehmend unter Druck. PayPal muss seine Zahlungstechnologie modernisieren und sich gegen Konkurrenten behaupten, die eigene digitale Bezahlsysteme ausbauen.

Insbesondere Apple und der Google-Mutterkonzern Alphabet haben ihre Position auf dem Markt für digitale Zahlungen gestärkt. Anleger beobachten deshalb genau, ob PayPal seine technische Erneuerung beschleunigen, das Wachstum stabilisieren und seine Marktstellung verteidigen kann.

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