In der Region Cherson ist die Geflügelfarm Tschornobajiwka durch einen russischen Luftangriff schwer beschädigt worden. Das Unternehmen UkrLandFarming bezeichnet den Betrieb als eine der größten und modernsten Legehennen-Farmen Europas. Nach Angaben des Betreibers schlugen am 3. Juli mehrere gelenkte Fliegerbomben auf dem Gelände des Komplexes ein. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu topagrar.
Nach den Einschlägen brach auf dem Betriebsgelände ein Großbrand aus. Feuer und Explosionen zerstörten einen erheblichen Teil des Produktionskomplexes. Einsatzkräfte arbeiteten vor Ort, um die Folgen des Angriffs zu beseitigen und das Ausmaß der Schäden zu dokumentieren. Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich der Schaden auf Hunderte Millionen US-Dollar, teilte das Unternehmen UkrLandFarming mit.
Warum der Betrieb wichtig ist
Die Geflügelfarm Tschornobajiwka gehört zur UkrLandFarming-Gruppe und zählt zu den wichtigen Standorten der ukrainischen Eierproduktion. Der Betrieb liegt im Gebiet Tschornobajiwka in der Region Cherson, das seit Beginn des russischen Großangriffs wiederholt Ziel von Angriffen war.
Zu Beginn der russischen Invasion im Jahr 2022 geriet die Farm in das besetzte Gebiet. Nach Angaben des Unternehmens wurde der Betrieb damals von der Stromversorgung getrennt und blockiert. Dadurch konnten weder Futtermittel geliefert noch die Produktionssysteme aufrechterhalten werden. In der Folge verendeten rund 4,7 Millionen Legehennen.
Frühere Zerstörungen und Wiederaufbau
Während der Besatzung wurden nach Angaben von UkrLandFarming Ausrüstung und Fahrzeuge aus dem Betrieb abtransportiert, außerdem wurde ein Teil der Infrastruktur zerstört. Nach der Rückeroberung der Region nahm das Unternehmen die Arbeit des Komplexes schrittweise wieder auf.
Der neue Angriff hat erneut eine Anlage beschädigt, die für die ukrainische Lebensmittelversorgung von Bedeutung ist. Welche Folgen die Zerstörungen für die Eierproduktion und den Export haben werden, ist bislang unklar. Angaben zu Verletzten machte das Unternehmen nicht.
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