Startseite AktuellesIm Zoo Basel wurde Gorilla-Baby Xola geboren. Die Geburt folgt auf tragische Vorfälle im Juli, bei denen ein Jungtier und ein erwachsener Gorilla starben.

Im Zoo Basel wurde Gorilla-Baby Xola geboren. Die Geburt folgt auf tragische Vorfälle im Juli, bei denen ein Jungtier und ein erwachsener Gorilla starben.

von Johanna Richter
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Im Zoo Basel wurde Gorilla-Baby Xola geboren. Die Geburt folgt auf tragische Vorfälle im Juli, bei denen ein Jungtier und ein erwachsener Gorilla starben.

Am 24. September 2026, dem Welt-Gorilla-Tag, wurde im Zoo Basel ein männlicher Westlicher Flachlandgorilla geboren. Seine Mutter ist das Gorillaweibchen Makala, sein Vater der 14-jährige Silberrücken Yeba, der die Gruppe anführt. Am 12. Oktober informierte der Zoo offiziell über die Geburt. Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu bazonline.

Nach Angaben der Tierpfleger kümmert sich Makala aufmerksam um ihren Nachwuchs. Sie trägt das Jungtier ständig bei sich und reagiert vorsichtig, wenn andere Gorillas versuchen, sich dem Neugeborenen zu nähern.

Gorilla-Nachwuchs im Zoo Basel nach tragischen Vorfällen im Juli

Die Geburt von Xola ist für die Gorillagruppe ein besonderes Ereignis. Im Sommer hatte die Gruppe innerhalb kurzer Zeit zwei Tiere verloren.

Im Juli verletzte Silberrücken Yeba nach Einschätzung des Zoos vermutlich unbeabsichtigt ein erst vier Tage altes Gorilla-Baby tödlich. Der Vorfall ereignete sich während einer schwierigen Phase innerhalb der Gruppe.

Darüber hinaus kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Yeba und dem erwachsenen Gorillamännchen Mobale. Bei dem Kampf erlitt Mobale tödliche Verletzungen.

Yeba war etwa ein Jahr zuvor in den Zoo Basel gekommen und hatte die Rolle des dominanten Männchens übernommen. Nach den Vorfällen im Juli beobachten die Verantwortlichen das Verhalten der Tiere und die sozialen Beziehungen innerhalb der Gruppe besonders aufmerksam.

Seit der Geburt von Xola verlaufen die sozialen Kontakte zwischen den Gorillas nach Angaben des Zoos bislang ohne größere Schwierigkeiten.

Gorilla-Mutter Makala schützt ihr Jungtier vor neugierigen Artgenossen

Makala übernimmt die Versorgung ihres Neugeborenen selbst und entscheidet, wie nah andere Gruppenmitglieder an das Jungtier herankommen dürfen. Besonders das Gorillaweibchen Kaziba zeigt großes Interesse an dem Nachwuchs.

Die Mutter hält ihre Artgenossen derzeit jedoch weitgehend auf Abstand. Sobald die Neugier der anderen Tiere zu aufdringlich wird, zieht sie sich mit Xola an einen ruhigeren Ort im Gehege zurück.

Die Tierpfleger gehen davon aus, dass Makala mit zunehmendem Alter ihres Jungtiers mehr Nähe zulassen wird. Andere Gorillas könnten dann die Gelegenheit bekommen, Xola aus nächster Nähe zu betrachten, zu beschnuppern und vorsichtig zu berühren.

Solche Kontakte spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung sozialer Beziehungen innerhalb einer Gorillagruppe. In den ersten Lebensmonaten sind Jungtiere nahezu vollständig auf ihre Mutter angewiesen. Der Kontakt zu anderen Gruppenmitgliedern entwickelt sich normalerweise schrittweise.

Warum die Geburt eines Westlichen Flachlandgorillas für den Artenschutz wichtig ist

Xola gehört zu den Westlichen Flachlandgorillas, einer Unterart, deren Bestand in freier Wildbahn stark bedroht ist. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt diese Menschenaffen auf ihrer Roten Liste in der Kategorie „vom Aussterben bedroht“ (Critically Endangered).

Westliche Flachlandgorillas leben hauptsächlich in den tropischen Wäldern Zentralafrikas. Ihre Bestände stehen durch mehrere Faktoren unter Druck:

  • Illegale Jagd und Wilderei.
  • Abholzung und Zerstörung tropischer Regenwälder.
  • Zerschneidung und Verlust natürlicher Lebensräume.
  • Infektionskrankheiten, darunter Ebola-Ausbrüche.
  • Langsame Fortpflanzung und entsprechend geringe Erholungsraten der Populationen.

Die Fortpflanzung Westlicher Flachlandgorillas verläuft vergleichsweise langsam. Weibchen bringen normalerweise nur ein Jungtier zur Welt. Zwischen zwei Geburten liegen häufig mehrere Jahre, da die Aufzucht des Nachwuchses viel Zeit beansprucht.

Europäische Zoos beteiligen sich an koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen, um langfristig stabile Populationen dieser bedrohten Menschenaffen zu sichern.

Mit der Geburt von Xola hat die Gorillagruppe im Zoo Basel ein weiteres Mitglied bekommen. Das Jungtier gehört zu einer Unterart, deren Bestände in den natürlichen Lebensräumen Zentralafrikas weiterhin zurückgehen.

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