Startseite TechnologiePorsche plant den Supersportwagen Mission S oberhalb des 911, neue Macan-Modelle und elektrische 718-Sportwagen. So verändert sich die Strategie bis 2035.

Porsche plant den Supersportwagen Mission S oberhalb des 911, neue Macan-Modelle und elektrische 718-Sportwagen. So verändert sich die Strategie bis 2035.

von Johanna Richter
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Porsche plant den Supersportwagen Mission S oberhalb des 911, neue Macan-Modelle und elektrische 718-Sportwagen. So verändert sich die Strategie bis 2035.

Der deutsche Sportwagenhersteller Porsche will seine Modellpalette grundlegend verändern und einen neuen Supersportwagen auf den Markt bringen, der oberhalb des legendären 911 positioniert wird. Das Projekt ist Teil der Strategie „Sportwagenmanufaktur 2035“, mit der das Unternehmen seine Position im Hochleistungssegment stärken, unterschiedliche Antriebstechnologien anbieten und gleichzeitig die Kosten senken will. Darüber hinaus plant Porsche neue Macan-Varianten, elektrische Versionen von Boxster und Cayman sowie ein großes SUV mit sieben Sitzplätzen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu auto-motor-und-sport.

Porsche entwickelt neuen Supersportwagen Mission S

Ein zentraler Bestandteil der überarbeiteten Unternehmensstrategie ist die Entwicklung eines neuen Mittelmotor-Sportwagens, der innerhalb der Modellhierarchie oberhalb des Porsche 911 angesiedelt werden soll. Das Fahrzeug trägt derzeit die interne Projektbezeichnung Mission S.

Mit dem neuen Modell will Porsche seine Position im besonders profitablen Segment leistungsstarker Luxusfahrzeuge ausbauen. Als technische Grundlage ist eine Mittelmotor-Sportwagenarchitektur vorgesehen. Konkrete Angaben zur Motorleistung, zum Antriebskonzept und zum geplanten Produktionsbeginn liegen bislang nicht vor.

Porsche-Chef Michael Leiters will in den kommenden Wochen weitere Einzelheiten zu dem Projekt bekannt geben. Die Erweiterung des Angebots an exklusiven Sportwagen gilt als wichtiger Bestandteil der neuen Unternehmensstrategie.

Besonderes Augenmerk liegt auf den hochpreisigen Fahrzeugsegmenten D und E. Ihr Anteil am künftigen Produktportfolio soll auf rund 45 Prozent steigen.

Porsche will bis 2030 jedes Jahr ein neues Modell bringen

Der Sportwagenhersteller plant, bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich mindestens ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. Dabei setzt das Unternehmen künftig nicht mehr ausschließlich auf Elektromobilität, sondern will Verbrennungsmotoren, Hybridantriebe und Elektrofahrzeuge parallel weiterentwickeln.

Zu den wichtigsten Projekten gehören:

  • Porsche Mission S: Ein neuer Mittelmotor-Supersportwagen, der oberhalb des 911 positioniert werden soll.
  • Porsche 718 Boxster und Cayman: Vollelektrische Sportwagen, deren erstes vollständiges Produktionsjahr für 2028 vorgesehen ist.
  • Porsche Macan mit Verbrennungsmotor: Eine gemeinsam mit Audi entwickelte Variante, die ab 2029 auf den Markt kommen soll.
  • Großes SUV mit sieben Sitzplätzen: Ein neues Modell oberhalb des Cayenne, das zunächst mit einem Verbrennungsmotor angeboten werden soll.
  • Porsche 911: Weitere Modellvarianten sollen das Angebot rund um den traditionsreichen Sportwagen erweitern.

Damit will Porsche künftig mehrere Fahrzeugklassen gleichzeitig bedienen – von kompakten Sportwagen bis hin zu großen Luxus-SUV.

Porsche hält an Verbrennungsmotoren fest: Kein elektrischer 911 geplant

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die zukünftige Antriebsstrategie. Porsche will seinen Kunden weiterhin eine breite Auswahl unterschiedlicher Motorisierungen anbieten und sich nicht ausschließlich auf batterieelektrische Fahrzeuge konzentrieren.

Zum geplanten Antriebsportfolio gehören Reihen-Vierzylindermotoren, V6- und V8-Aggregate, klassische Boxermotoren, Plug-in-Hybride sowie vollelektrische Antriebssysteme.

Eine besondere Rolle spielt dabei der Porsche 911. Der Hersteller will die Zahl der verfügbaren Varianten erhöhen und das Modell weiterhin als Kernprodukt seiner Sportwagenpalette positionieren.

Michael Leiters stellte außerdem klar, dass es keinen vollelektrischen Porsche 911 geben werde. Damit bekräftigt das Unternehmen seine Absicht, beim bekanntesten Sportwagen der Marke weiterhin auf Verbrennungsmotoren zu setzen.

Neuer Porsche Macan und großes SUV: Zusammenarbeit mit Audi wird ausgebaut

Porsche plant eine engere Zusammenarbeit mit Audi, insbesondere bei der Entwicklung gemeinsamer Fahrzeugplattformen und technischer Komponenten. Dadurch sollen Entwicklungsaufwendungen reduziert und vorhandene Ressourcen innerhalb des Volkswagen-Konzerns effizienter genutzt werden.

Ein wichtiges Ergebnis dieser Kooperation soll ein neuer Macan mit Verbrennungsmotor werden. Seine Markteinführung ist für 2029 vorgesehen. Die bereits erhältliche Elektroversion des SUV soll weiterhin im Modellprogramm bleiben.

Parallel arbeitet Porsche an einem großen SUV mit sieben Sitzplätzen, das oberhalb des Cayenne angesiedelt wird. Ursprünglich war das Projekt vor allem als Elektrofahrzeug vorgesehen. Nach der strategischen Neuausrichtung soll das neue Modell zunächst mit einem Verbrennungsmotor erscheinen.

Eine vollelektrische Variante bleibt grundsätzlich Bestandteil der langfristigen Planung, wurde jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Porsche will Entwicklungskosten und Personalaufwand deutlich senken

Die neue Unternehmensstrategie sieht umfangreiche Einsparungen und organisatorische Veränderungen vor. Porsche will seine Profitabilität verbessern und die wirtschaftliche Abhängigkeit von hohen Verkaufszahlen reduzieren.

Ein wesentliches Ziel besteht darin, die Gewinnschwelle auf weniger als 200.000 verkaufte Fahrzeuge pro Jahr zu senken.

Dafür sind mehrere Maßnahmen vorgesehen:

  • Senkung der Entwicklungskosten um 20 Prozent;
  • Reduzierung der Personalkosten um rund 10 Prozent;
  • Abbau von 40 Prozent der Führungspositionen auf mittlere Sicht;
  • Verringerung des Personalbestands um 30 Prozent;
  • Reduzierung der Zahl der Modellvarianten um 20 Prozent.

Die geplanten Kürzungen sollen allerdings nicht alle Baureihen gleichermaßen betreffen. Beim Porsche 911 ist ausdrücklich eine Erweiterung des Variantenangebots vorgesehen.

Gleichzeitig strebt der Hersteller mittelfristig eine Steigerung des Absatzes besonders hochwertiger Modelle um etwa 20 Prozent an.

Porsche richtet seine Marktstrategie in China, Europa und Amerika neu aus

Die Veränderungen betreffen neben der Produktentwicklung auch die internationalen Absatzmärkte. Porsche rechnet in China mit einem weiteren Rückgang der Verkaufszahlen. Der chinesische Markt hatte in den vergangenen Jahren eine bedeutende Rolle für das internationale Geschäft des Unternehmens gespielt.

In Europa will Porsche seinen bisherigen Marktanteil mindestens behaupten. Gleichzeitig sollen die Aktivitäten in Amerika und auf weiteren internationalen Wachstumsmärkten ausgebaut werden.

Mit einer stärkeren Konzentration auf hochpreisige Sportwagen und Luxus-SUV will das Unternehmen die Ertragskraft verbessern, ohne dafür die Gesamtproduktion deutlich erhöhen zu müssen.

Porsche erhöht Beteiligung an Manthey Racing auf 67 Prozent

Neben der Entwicklung neuer Straßenfahrzeuge baut Porsche auch sein Engagement im Motorsport weiter aus.

Der Sportwagenhersteller erhöht seinen Anteil an der Manthey Racing GmbH auf 67 Prozent. Das Unternehmen ist auf Motorsporttechnik, die Vorbereitung von Rennfahrzeugen und die Leistungsoptimierung seriennaher Sportwagen spezialisiert.

Durch die größere Beteiligung kann Porsche die Zusammenarbeit mit Manthey Racing intensivieren und Erfahrungen aus dem Rennsport stärker in die Entwicklung seiner Straßenfahrzeuge einfließen lassen.

Der Motorsport bleibt damit ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Markenstrategie und soll die Position von Porsche im Segment besonders leistungsfähiger Sportwagen stärken.

Was die neue Porsche-Strategie für die Werke in Deutschland bedeutet

Die Neuausrichtung der Modellpalette wird sich auch auf die Produktionsstandorte des Unternehmens auswirken.

Das Stammwerk in Zuffenhausen soll seine zentrale Bedeutung für die Fertigung des Porsche 911 behalten. Die geplante Erweiterung des Variantenangebots könnte zusätzliche Produktionsmöglichkeiten schaffen und die Auslastung des Standorts langfristig unterstützen.

Für das Werk Leipzig spielt insbesondere die Weiterentwicklung der Macan-Baureihe eine wichtige Rolle. Die Zukunft des Standorts ist dabei auch mit der geplanten Verbrennerversion des SUV verbunden.

Porsche-Chef Michael Leiters betonte, dass die Umsetzung der neuen Strategie mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde. Die geplanten Veränderungen könnten nicht von heute auf morgen realisiert werden.

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